Lebensbedingungen
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Ein Bericht von Einsatzarzt Dr. Peter Hartmann aus Mindoro

Seit 2002 betreiben German Doctors ein Gesundheitsprojekt auf Mindoro, der 7. größten Insel des philippinischen Archipels, südwestlich der Hauptinsel Luzon. Zwei ÄrztInnen kümmern sich um die medizinische Versorgung des indigenen Volkes der Mangyans, die – von den „modernen“ Philippinos verdrängt und vergessen – in den Bergen leben, weitgehend ohne Anbindung an Sozial-oder Gesundheitssystem. Von zwei Standorten aus besuchen die Ärzte mit einem Team (Fahrer + drei Health Workern) als mobile Sprechstunde -„rolling Clinic“- die oft abgelegenen Dörfer, die von den PatientInnen oft erst nach langen Fußmärschen erreicht werden.

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Ein Bericht von Einsatzarzt Dr. Rudolf Völkle

Wegen der aufkommenden Corona-Pandemie und der damit verbundenen Reiseeinschränkungen mit Sperrung von Flughäfen und Fährverbindungen auf den Philippinen musste der letzte German Doctors -Einsatzarzt auf der Nordtour die Insel Mitte März überstürzt und vorzeitig verlassen, der Kollege für die Südtour musste seine Anreise kurzfristig annullieren.

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Ein Bericht von Einsatzärztin Dr. Christel Hiller aus Nairobi

Nun war es also wieder einmal so weit, mein dritter Einsatz mit den German Doctors stand bevor. Für diese 6 Wochen hatte ich im Einverständnis mit meinen zwei Arbeitgebern in Deutschland viele Überstunden angesammelt, die ich mit dem Einsatz ausgleichen konnte. Obwohl mir im Grunde nichts neu war, spürte ich auch diesmal den großen Unterschied zwischen unserem europäischen Sozialstaat und den Zuständen in einem afrikanischen Schwellenland.

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Ein Bericht von Einsatzärztin Dr. Ivanca Krznaric aus Dhaka

Das neue Dhaka-Projekt der German Doctors ist nun zwölf Wochen alt und dank des guten Teams sehr gut angelaufen. Die drei unterschiedlichen Standorte, die im Projekt vorhanden sind zeigen auch unterschiedliche Patienten. Gerade der Standort in vadayla beschert uns in der Sprechstunde immer ganz besondere Menschen am Rande der Gesellschaft. Ich spreche hier von Drogenabhängigen, Sexarbeiten und transsexuellen Menschen. Daher war es an der Zeit, sich die Zentren, die mit diesen Menschen arbeiten, zu besuchen und uns vorzustellen.

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Ein Bericht von Einsatzärztin Dr. Maria Rosenberger aus Chittagong

Seit drei Wochen bin ich nun in Chittagong. Es ist mein erster Einsatz mit German Doctors und ich habe mich ganz gut eingelebt. Gerade ist eine Zeit des Umbruchs hier und es werden neben den bestehenden zwei CbC´s (Community based Center) gerade zwei weitere eröffnet. Das Team vergrößert sich und so sind seit unserer (Barbaras und meiner) Ankunft drei anstelle von zwei Ärzten vor Ort. Da Chittagong eine Megacity ist und es für viele Slumbewohner ein sehr weiter Weg in die Ambulanz ist, wurde das Prinzip gefördert, Ambulanzen in den unterpriviligierten Regionen zu eröffnen, welche abwechselnd von einem „Satelite Team“ versorgt werden.

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Ein Bericht von Einsatzärztin Dr. Silke Lindner aus Mindoro

„Komme gleich wieder!“ schrieb ich an meine Tür. Und dann ging ich, mit Rucksack und einem Koffer- zur Hälfte gefüllt mit Medikamenten und medizinischem Werkzeug, mit einem Kopf voller Wissen über Tropenmedizin und die Philippinen, mit einem Gefühlsgemisch aus Vorfreude, Sehnsucht und Respekt ob der Dinge, die mich erwarten. Seit langem schlummerte der Wunsch in mir, vor einem Jahr wurde er konkret: ein ehrenamtlicher Einsatz über German Doctors im Süden von Mindoro zugunsten benachteiligter Ethnien. Es galt viel zu tun- lernen, organisieren, bürokratische Hürden überwinden, Kurse ablegen… und nochmals lernen, in sich spüren, Zweifel zulassen und ausräumen, Dinge abwägen, sich impfen, auf die Tropen vorbereiten.

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Teil 3 des Berichts von Einsatzarzt Dr. Frieder Metz aus Chittagong

Diese Woche bleibt es ruhig. Viele Familien sind noch nach dem Eid Fest im Urlaub und werden erst nächstes Wochenende zurückkommen. Gar nicht so schlecht, da kann sich Katarina leichter einarbeiten. Meine Taschenuhr war während der Tage an der See stehen geblieben, sodass ich die Batterie gestern ersetzen wollte. Der ganze New Market war aber ebenfalls geschlossen. Da muss ich in den nächsten Tagen nochmals hin.

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Ein Bericht von Einsatzarzt Dr. Rolf-Ferdinand Gehre aus Kalkutta
Kalkutta ist zwar im Vergleich zu bspw. Dhaka eine geradezu ansehnliche Stadt – u.a. mit ihren beeindruckenden Baurelikten aus der britischen Kolonialzeit – aber ein gewisser Prozentsatz seiner Bewohner hat in diesem Bild aus Licht und Schatten nur in letzterem seinen Platz. Und das sind nun mal genau die Patienten, um die sich das hiesige Gesundheitsprojekten von German Doctors kümmert. Die Slums, die wir dafür anfahren liegen entweder am Rand von Kalkutta oder in seiner auf der anderen Flussseite gelegenen Partnerstadt Howrah. Seine Bewohner besitzen sehr wenig – nur von Mängeln, die sich auch auf ihre Gesundheit auswirken, haben sie sehr viel.

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Teil 2 des Berichts von Einsatzarzt Dr. Frieder Metz aus Chittagong
Wieder einmal sind wir mit Father Robert unterwegs. Diesmal geht es nach Sitakund, das liegt gut 15 km nördlich von Chittagong. Ein Baby Taxi bringt uns zusammen mit einem weiteren Mitarbeiter und zwei Säcken Wäsche über den Highway dorthin. Zu Hause wäre sicher ein Mercedes Taxi vorgefahren und wir hätten gesagt, dass sich diesmal das Taxi doch gelohnt hat. Hier geht das auf 2,5 Meter Länge und vielleicht etwas mehr als einen Meter Breite, schon mit einigen Abstrichen am Komfort. Auf der hinteren Bank ist man auf ständiger Tuchfühlung, bekommt nur begrenzt mit, wie man sich gerade im Verkehr bewegt.

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Ein Bericht von Einsatzärztin Dr. Gudrun Greeff aus Kalkutta
Wie ist es so, wenn man nach (in dem Falle vier) Jahren an den gleichen Ort zurückkommt, man fragt sich, wie es denn so aussehen wird und was es wohl alles Neues geben wird… Dann fährt man mit dem gleichen Auto, dass es bereits vor vier Jahren gab (nur eben mit dem Zahn der vier Jahre behaftet) durch Kalkutta und merkt, dass sich zumindest auf dem Weg nichts verändert hat.Der Dreck ist der gleiche, der Lärm ist der gleiche und eigentlich war schon bei dem Geruch, den die Stadt erfüllt, alles wieder präsent. Unsere Andhul Road, die Straße in der wir leben, ist noch voller als sonst, muss ja auch, die Menschen sind ja um ein Vieles mehr geworden und die 4,5 Millionen Einwohner müssen ja irgendwo sein.

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