German Doctors
German Doctors

Luzon

Projektbeginn | 2018

   

Einsätze | 34

Luzon

Das Luzon-Projekt im Überblick

Leben wie vor Hunderten von Jahren

Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein im Bergland der Insel Luzon auf den Philippinen. In dem Gebirge, das sich entlang des Flusses Chico steil bergauf windet, leben indigene Völker der Kalinga und Isneg in abgeschiedenen Dörfern. Meist sind es arme Bauern, die den steilen Hängen kleine Terrassen abgetrotzt haben, auf denen sie Reis anbauen – gerade ausreichend, die Familie zu ernähren. Für den Verkauf bleibt in der Regel nicht viel übrig. Und falls doch, gibt es kaum geeignete Transportwege zum nächsten Markt. So sind die Provinzen Apayao und Kalinga auf den Philippinen als GIDA eingestuft, geographically isolated and disvantaged areas – zu Deutsch: geografisch isolierte und benachteiligte Regionen.

Zu den Lebensbedingungen

 

Hilfe auf vier Rädern: Die „Rolling Clinic“

Die mangelnde Infrastruktur hat auch Einfluss auf die medizinische Versorgung, denn der nächste Arzt ist meist einen mehrstündigen, beschwerlichen Fußmarsch entfernt. So versuchen viele Menschen der Bergregionen Luzons, ohne medizinische Hilfe zurechtzukommen – zum Teil mit fatalen Folgen: In der Provinz Kalinga stehen Lungenentzündungen ganz oben auf der Liste der Todesursachen, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern. Dabei können Pneumonien gut behandelt werden, wenn die Symptome rechtzeitig erkannt werden. Glücklicherweise ändert sich die Situation, seit die German Doctors mit der „Rolling Clinic“ auf Luzon unterwegs sind: Jeden Werktag bricht ein Team, bestehend aus zwei deutschen Ärzten, einem Fahrer und einer Apothekenhelferin, vom Ärztehaus in der Ortschaft Conner auf, um den Menschen in abgelegenen Dörfern medizinische Hilfe zu ermöglichen.

Mehr zur „Rolling Clinic“

Investition in die Zukunft: Medizinische Ausbildung

Die German Doctors werden nicht für immer in Luzon sein können, daher ist es unser Ziel, die Situation in den abgelegenen Bergregionen ganz nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ nachhaltig zu verbessern. Für die unwegsame Bergregion ist daher die Schulung zu basismedizinischem Wissen von großer Bedeutung: Bis Oktober 2022 sollen 325 „Health Workers“ (BHW) ausgebildet werden: meist engagierte Frauen, die künftig circa 20 Familien ihres Dorfes basismedizinisch betreuen. Durch ihre Ausbildung werden die Frauen in die Lage versetzt, medizinische Notfälle zu erkennen und entsprechend zu handeln sowie Patientinnen und Patienten, besonders den chronisch kranken, zur Seite stehen.

Mehr zur Ausbildung

 

Aufklärung und Prävention

Unser Langzeitarzt Dr. Gerhard Steinmaier erfährt täglich, wie wenig die Bevölkerung über Gesundheit weiß. So ist es ist zum Beispiel keine Seltenheit, dass Babys regelmäßig Kondensmilch verabreicht bekommen, was drastische Auswirkungen haben kann – insbesondere bei der weit verbreiteten Unterernährung bei Kindern. Grund für die vielen Infektionskrankheiten sind auch die mangelhaften hygienischen Verhältnisse. In unserem Projekt setzen wir daher auch ganz gezielt auf Aufklärung und Prävention und beteiligen uns an der Verbesserung der Wasserversorgung und dem Bau von Toiletten, wofür oftmals regionale Gelder zur Verfügung stehen. Das ist Hilfe, die bleibt!

Leben wie vor Hunderten von Jahren

Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein im Bergland der Insel Luzon auf den Philippinen. In dem Gebirge, das sich entlang des Flusses Chico steil bergauf windet, leben indigene Völker der Kalinga und Isneg in abgeschiedenen Dörfern. Meist sind es arme Bauern, die den steilen Hängen kleine Terrassen abgetrotzt haben, auf denen sie Reis anbauen – gerade ausreichend, die Familie zu ernähren. Für den Verkauf bleibt in der Regel nicht viel übrig. Und falls doch, gibt es kaum geeignete Transportwege zum nächsten Markt. So sind die Provinzen Apayao und Kalinga auf den Philippinen als GIDA eingestuft, geographically isolated and disvantaged areas – zu Deutsch: geografisch isolierte und benachteiligte Regionen.

Zu den Lebensbedingungen

 

Hilfe auf vier Rädern: Die „Rolling Clinic“

Die mangelnde Infrastruktur hat auch Einfluss auf die medizinische Versorgung, denn der nächste Arzt ist meist einen mehrstündigen, beschwerlichen Fußmarsch entfernt. So versuchen viele Menschen der Bergregionen Luzons, ohne medizinische Hilfe zurechtzukommen – zum Teil mit fatalen Folgen: In der Provinz Kalinga stehen Lungenentzündungen ganz oben auf der Liste der Todesursachen, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern. Dabei können Pneumonien gut behandelt werden, wenn die Symptome rechtzeitig erkannt werden. Glücklicherweise ändert sich die Situation, seit die German Doctors mit der „Rolling Clinic“ auf Luzon unterwegs sind: Jeden Werktag bricht ein Team, bestehend aus zwei deutschen Ärzten, einem Fahrer und einer Apothekenhelferin, vom Ärztehaus in der Ortschaft Conner auf, um den Menschen in abgelegenen Dörfern medizinische Hilfe zu ermöglichen.

Mehr zur „Rolling Clinic“

 

Investition in die Zukunft: Medizinische Ausbildung

Die German Doctors werden nicht für immer in Luzon sein können, daher ist es unser Ziel, die Situation in den abgelegenen Bergregionen ganz nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ nachhaltig zu verbessern. Für die unwegsame Bergregion ist daher die Schulung zu basismedizinischem Wissen von großer Bedeutung: Bis Oktober 2022 sollen 325 „Health Workers“ (BHW) ausgebildet werden: meist engagierte Frauen, die künftig circa 20 Familien ihres Dorfes basismedizinisch betreuen. Durch ihre Ausbildung werden die Frauen in die Lage versetzt, medizinische Notfälle zu erkennen und entsprechend zu handeln sowie Patientinnen und Patienten, besonders den chronisch kranken, zur Seite stehen.

Mehr zur Ausbildung

 

Aufklärung und Prävention

Unser Langzeitarzt Dr. Gerhard Steinmaier erfährt täglich, wie wenig die Bevölkerung über Gesundheit weiß. So ist es ist zum Beispiel keine Seltenheit, dass Babys regelmäßig Kondensmilch verabreicht bekommen, was drastische Auswirkungen haben kann – insbesondere bei der weit verbreiteten Unterernährung bei Kindern. Grund für die vielen Infektionskrankheiten sind auch die mangelhaften hygienischen Verhältnisse. In unserem Projekt setzen wir daher auch ganz gezielt auf Aufklärung und Prävention und beteiligen uns an der Verbesserung der Wasserversorgung und dem Bau von Toiletten, wofür oftmals regionale Gelder zur Verfügung stehen. Das ist Hilfe, die bleibt!

Das Luzon-Projekt im Überblick

Daten und Fakten

Projektbeginn:[nbsp]2018

Anzahl Ärzte zurzeit: Zwei deutsche Ärztinnen/Ärzte.

Einsätze: 17 unentgeltliche Einsätze im Jahr 2019. Von 2018 bis Ende 2019 wurden von den Ärztinnen und Ärzten insgesamt 34 unentgeltliche Einsätze durchgeführt.

Patientenkontakte: Jährlich werden auf Luzon etwa 10.000 Behandlungen vorgenommen.

Partner: Die German Doctors sind eine offiziell in den Philippinen registrierte Nichtregierungsorganisation.

Struktur: Wir versorgen Indigene in schwer zugänglichen Bergdörfern mit einer „Rolling Clinic“ basismedizinisch. Ausgehend vom Ärztehaus in der Ortschaft Conner fahren wir nach einem festen Plan 30 Ortschaften an. Bis zu fünf Tage dauern die wöchentlichen Touren. Außerdem bilden wir Einheimische zur Stärkung des lokalen Gesundheitswesens an 33 Seminartagen, verteilt über mehrere Monate, zu Gesundheitsarbeiterinnen und -arbeitern aus. Geplant ist die Ausbildung von 325 „Health Workers“ bis Oktober 2022.

Einsatzgebiete:[nbsp]Entlegene Ortschaften in den Provinzen Apayao und Kalinga.

Häufigste gesundheitliche Probleme: Muskuläre Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Lungenentzündungen und vielfältige Hauterkrankungen.
Schwerpunkte: Basismedizinische Versorgung indigener Bergbauern, Ausbildung einheimischer Gesundheitsarbeiter.

Wie wählen wir einen Projektstandort aus?

Die Insel Luzon ist ein relativ neues Projekt der German Doctors, das 2018 startete. Vor der Auswahl eines neuen Projektes werten wir zunächst statistische Daten aus wie den Armutsindex, die Zahl der Menschen, die wir erreichen können, die Distanz zum nächsten Krankenhaus, das verfügbare Gesundheitspersonal (Ärztinnen, Ärzte, Hebammen, Gesundheitsarbeiter), die Wasser- und sanitären Verhältnisse sowie die häufigsten Krankheiten. Anschließend besuchen wir die Regionen und tauschen uns mit den politisch Verantwortlichen aus. So ergibt sich ein immer genaueres Bild, wo medizinische Hilfe dringend benötigt wird und wie eine sinnvolle Zusammenarbeit aussehen kann. Für Luzon steht fest: Die Ausbildung von Gesundheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern ist von vorrangiger, besonderer Bedeutung, um die Situation langfristig zu verbessern.

Daten und Fakten

Projektbeginn: 2018

Anzahl Ärzte zurzeit: Zwei deutsche Ärztinnen/Ärzte.

Einsätze: 17 unentgeltliche Einsätze im Jahr 2019. Von 2018 bis Ende 2019 wurden von den Ärztinnen und Ärzten insgesamt 34 unentgeltliche Einsätze durchgeführt.

Patientenkontakte: Jährlich werden auf Luzon etwa 10.000 Behandlungen vorgenommen.

Partner: Die German Doctors sind eine offiziell in den Philippinen registrierte Nichtregierungsorganisation.

Struktur: Wir versorgen Indigene in schwer zugänglichen Bergdörfern mit einer „Rolling Clinic“ basismedizinisch. Ausgehend vom Ärztehaus in der Ortschaft Conner fahren wir nach einem festen Plan 30 Ortschaften an. Bis zu fünf Tage dauern die wöchentlichen Touren. Außerdem bilden wir Einheimische zur Stärkung des lokalen Gesundheitswesens an 33 Seminartagen, verteilt über mehrere Monate, zu Gesundheitsarbeiterinnen und -arbeitern aus. Geplant ist die Ausbildung von 325 „Health Workers“ bis Oktober 2022.

Einsatzgebiete: Entlegene Ortschaften in den Provinzen Apayao und Kalinga.

Häufigste gesundheitliche Probleme: Muskuläre Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Lungenentzündungen und vielfältige Hauterkrankungen.
Schwerpunkte: Basismedizinische Versorgung indigener Bergbauern, Ausbildung einheimischer Gesundheitsarbeiter.

Wie wählen wir einen Projektstandort aus?

Die Insel Luzon ist ein relativ neues Projekt der German Doctors, das 2018 startete. Vor der Auswahl eines neuen Projektes werten wir zunächst statistische Daten aus wie den Armutsindex, die Zahl der Menschen, die wir erreichen können, die Distanz zum nächsten Krankenhaus, das verfügbare Gesundheitspersonal (Ärztinnen, Ärzte, Hebammen, Gesundheitsarbeiter), die Wasser- und sanitären Verhältnisse sowie die häufigsten Krankheiten. Anschließend besuchen wir die Regionen und tauschen uns mit den politisch Verantwortlichen aus. So ergibt sich ein immer genaueres Bild, wo medizinische Hilfe dringend benötigt wird und wie eine sinnvolle Zusammenarbeit aussehen kann. Für Luzon steht fest: Die Ausbildung von Gesundheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern ist von vorrangiger, besonderer Bedeutung, um die Situation langfristig zu verbessern.

Das Luzon-Projekt im Überblick

Unterwegs in der Abgeschiedenheit

Für unsere Einsatzärzte und die einheimischen Mitarbeiter an Bord der „Rolling Clinic“ geht es mitunter ganz schön abenteuerlich zu: Steile Abhänge, holprige Schotterpisten und sogar Flussläufe gilt es auf den Touren zu durchqueren. 30 Standorte werden ausgehend von dem Ärztehaus in Conner regelmäßig nach einem festen Plan angesteuert – so wissen die Menschen der umliegenden Dörfer genau, wann sie medizinische Hilfe in Anspruch nehmen können. Das Team bildet sich aus zwei deutschen Ärzten, einem Fahrer, einer Apothekenhelferin und den „Barangay Health Workers“ (BHWs). 

Hand in Hand mit den lokalen Mitarbeitern

Zu Beginn der Sprechstunde fischt ein Arzt als Erstes die Notfälle aus der wartenden Menge heraus, damit diese zuerst behandelt werden. Weitere Wartezeiten nutzen die freiwilligen BHWs, die bei der „Rolling Clinic“ mithelfen, für kurze Schulungen zu Krankheitsvorbeugung, Ernährung und Zahnhygiene. Außerdem registrieren sie Patientinnen und Patienten, wiegen Babys und messen bei chronisch Kranken den Blutdruck. Sämtliche Daten und Befunde werden auf Patientenkarten festgehalten; somit hat auch der nachfolgende Einsatzarzt die ganze Krankengeschichte vor Augen. Schwerpunkt ist die basismedizinische Behandlung der Bevölkerung.

Von der „Rolling“ zur „Walking Clinic“

Nicht alle Orte sind mit der „Rolling Clinic“ zu erreichen – so wird die „Rolling Clinic“ mitunter zur „Walking Clinic“. Unser Einsatzarzt Dr. Gerhard Steinmaier hat die Stufen gezählt, die ins Dorf Basoao führen: 2.328. Eine andere Möglichkeit ins Dorf zu gelangen gibt es nicht. Die überwältigende Landschaft entschädigt allerdings für manche Strapaze. Übrigens legen auch unsere Patienten oft stundenlange Wanderungen zurück, um zur ambulanten Sprechstunde zu gelangen. Manch eine Mutter ist mit ihren Kindern, das jüngste noch im Tragetuch, schon vier Stunden barfuß und ohne Proviant über steinige Pfade gelaufen, bevor sie unsere Sprechstunde erreicht.

Unterwegs in der Abgeschiedenheit

Für unsere Einsatzärzte und die einheimischen Mitarbeiter an Bord der „Rolling Clinic“ geht es mitunter ganz schön abenteuerlich zu: Steile Abhänge, holprige Schotterpisten und sogar Flussläufe gilt es auf den Touren zu durchqueren. 30 Standorte werden ausgehend von dem Ärztehaus in Conner regelmäßig nach einem festen Plan angesteuert – so wissen die Menschen der umliegenden Dörfer genau, wann sie medizinische Hilfe in Anspruch nehmen können. Das Team bildet sich aus zwei deutschen Ärzten, einem Fahrer, einer Apothekenhelferin und den „Barangay Health Workers“ (BHWs).

Hand in Hand mit den lokalen Mitarbeitern

Zu Beginn der Sprechstunde fischt ein Arzt als Erstes die Notfälle aus der wartenden Menge heraus, damit diese zuerst behandelt werden. Weitere Wartezeiten nutzen die freiwilligen BHWs, die bei der „Rolling Clinic“ mithelfen, für kurze Schulungen zu Krankheitsvorbeugung, Ernährung und Zahnhygiene. Außerdem registrieren sie Patientinnen und Patienten, wiegen Babys und messen bei chronisch Kranken den Blutdruck. Sämtliche Daten und Befunde werden auf Patientenkarten festgehalten; somit hat auch der nachfolgende Einsatzarzt die ganze Krankengeschichte vor Augen. Schwerpunkt ist die basismedizinische Behandlung der Bevölkerung.

Von der „Rolling“ zur „Walking Clinic“

Nicht alle Orte sind mit der „Rolling Clinic“ zu erreichen – so wird die „Rolling Clinic“ mitunter zur „Walking Clinic“. Unser Einsatzarzt Dr. Gerhard Steinmaier hat die Stufen gezählt, die ins Dorf Basoao führen: 2.328. Eine andere Möglichkeit ins Dorf zu gelangen gibt es nicht. Die überwältigende Landschaft entschädigt allerdings für manche Strapaze. Übrigens legen auch unsere Patienten oft stundenlange Wanderungen zurück, um zur ambulanten Sprechstunde zu gelangen. Manch eine Mutter ist mit ihren Kindern, das jüngste noch im Tragetuch, schon vier Stunden barfuß und ohne Proviant über steinige Pfade gelaufen, bevor sie unsere Sprechstunde erreicht.

Das Luzon-Projekt im Überblick

Stärkung des lokalen Gesundheitssystems

In einigen Siedlungen unseres Projektgebietes gibt es bereits sogenannte „Barangay Health Stations“, staatliche Gesundheitsstationen. Diese sind aber oftmals kaum mehr als ein Verschlag und, wenn überhaupt, mit schlecht ausgebildeten Gesundheitsarbeitern besetzt, die kaum über Medikamente verfügen. Fundierte medizinische Hilfe erhalten die Bergbauern hier nicht. Gemäß unserem Leitspruch „Hilfe, die bleibt!“ wollen wir daher das lokale Gesundheitssystem auf Luzon nachhaltig stärken und den Grundstein dafür legen, dass unsere Hilfe eines Tages nicht mehr gebraucht wird. Der Schlüssel hierfür ist die Ausbildung von „Barangay Health Workers“, die in Zukunft die basismedizinische Versorgung der Bevölkerung übernehmen. Das Dorf entscheidet selber, wer an der Ausbildung teilnimmt – meist engagierte, alphabetisierte Frauen, die Lust und Kapazität haben, circa 20 Familien aus dem Dorf zu betreuen. In vielen Vorbesprechungen mit Bürgermeistern, Dorfautoritäten und Hebammen wird die Situation analysiert und dann entschieden, welche Trainings benötigt werden. Bis Oktober 2020 sollen 325 einheimische „Barangay Health Workers“ ausgebildet werden.

Die Ausbildung zur Gesundheitshelferin

Die Ausbildung erstreckt sich über fünf Monate und beinhaltet insgesamt 33 Trainingstage. Die BHWs werden in die Lage versetzt, medizinische Notfälle zu erkennen und entsprechend zu handeln. Sie sollen schwangeren Frauen und chronisch kranken Patienten zur Seite stehen und die Entwicklung der Kinder begleiten, besonders mit Blick auf die weit verbreitete Mangelernährung und notwendige Impfungen. Durch die engmaschige Betreuung und zeitnahe Überweisung ins nächste Krankenhaus können viele Krankheiten verhindert und geheilt werden. Die Gesundheitshelferinnen organisieren sich in Selbsthilfegruppen und verkaufen zum Beispiel Hustensaft, um sich ein zusätzliches Einkommen zu sichern. Während ihrer Ausbildung begleiten die Gesundheitshelferinnen und -helfer unsere deutschen Ärzte in der „Rolling Clinic“ und können so ein perfektes „Training on the job“ absolvieren. Darüber hinaus legen wir viel Wert auf Prävention und geben Trainingseinheiten zu sauberem Wasser, Abwasser- und Fäkalienentsorgung, Müllmanagement und Organisation der Tierhaltung.

Stärkung des lokalen Gesundheitssystems

In einigen Siedlungen unseres Projektgebietes gibt es bereits sogenannte „Barangay Health Stations“, staatliche Gesundheitsstationen. Diese sind aber oftmals kaum mehr als ein Verschlag und, wenn überhaupt, mit schlecht ausgebildeten Gesundheitsarbeitern besetzt, die kaum über Medikamente verfügen. Fundierte medizinische Hilfe erhalten die Bergbauern hier nicht. Gemäß unserem Leitspruch „Hilfe, die bleibt!“ wollen wir daher das lokale Gesundheitssystem auf Luzon nachhaltig stärken und den Grundstein dafür legen, dass unsere Hilfe eines Tages nicht mehr gebraucht wird. Der Schlüssel hierfür ist die Ausbildung von „Barangay Health Workers“, die in Zukunft die basismedizinische Versorgung der Bevölkerung übernehmen. Das Dorf entscheidet selber, wer an der Ausbildung teilnimmt – meist engagierte, alphabetisierte Frauen, die Lust und Kapazität haben, circa 20 Familien aus dem Dorf zu betreuen. In vielen Vorbesprechungen mit Bürgermeistern, Dorfautoritäten und Hebammen wird die Situation analysiert und dann entschieden, welche Trainings benötigt werden. Bis Oktober 2020 sollen 325 einheimische „Barangay Health Workers“ ausgebildet werden.

Die Ausbildung zur Gesundheitshelferin

Die Ausbildung erstreckt sich über fünf Monate und beinhaltet insgesamt 33 Trainingstage. Die BHWs werden in die Lage versetzt, medizinische Notfälle zu erkennen und entsprechend zu handeln. Sie sollen schwangeren Frauen und chronisch kranken Patienten zur Seite stehen und die Entwicklung der Kinder begleiten, besonders mit Blick auf die weit verbreitete Mangelernährung und notwendige Impfungen. Durch die engmaschige Betreuung und zeitnahe Überweisung ins nächste Krankenhaus können viele Krankheiten verhindert und geheilt werden. Die Gesundheitshelferinnen organisieren sich in Selbsthilfegruppen und verkaufen zum Beispiel Hustensaft, um sich ein zusätzliches Einkommen zu sichern. Während ihrer Ausbildung begleiten die Gesundheitshelferinnen und -helfer unsere deutschen Ärzte in der „Rolling Clinic“ und können so ein perfektes „Training on the job“ absolvieren. Darüber hinaus legen wir viel Wert auf Prävention und geben Trainingseinheiten zu sauberem Wasser, Abwasser- und Fäkalienentsorgung, Müllmanagement und Organisation der Tierhaltung. 

Das Luzon-Projekt im Überblick

Leben in der Abgeschiedenheit

Viele indigene Stämme auf Luzon leben noch heute wie schon vor Hunderten von Jahren. Den rauen Gebirgsketten haben die Isneg, Kalinga und andere Ethnien in mühseliger Handarbeit Terrassen abgetrotzt, auf denen sie Reis und Gemüse anbauen. Für den Verkauf bleibt jedoch nicht viel übrig, die Familien können gerade so davon leben. Am bekanntesten sind die Reisterrassen von Banaue, die seit 1995 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen. So zieht es manch einen abenteuerlustigen Touristen in die schwer zugängliche Region – eine Ärztin oder Arzt hingegen suchte man hier bis zur Ankunft der German Doctors im Februar 2018 vergebens. In Apayo liegt die Sterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren besonders hoch, nämlich bei 19,2 auf 1.000 Lebendgeburten. Viele Kinder sind unter- oder fehlernährt. Da sie oftmals auf den Feldern mithelfen müssen, besuchen sie nur unregelmäßig die Schule.

Traditionelles Dorfleben

Unsere Einsatzregion auf Luzon steht auf Platz zwei der 20 ärmsten Provinzen auf den Philippinen. Trotz der materiellen Armut finden die Bewohner immer Wege, sich gegenseitig zu helfen. Jocelyn Pasayon, unsere langjährige einheimische Mitarbeiterin, erzählt: „Wenn jemand ins Krankenhaus muss, gibt es immer Menschen in der Gemeinschaft, die ihn dahin bringen. Es gibt kein Auto, daher benutzen die Menschen Bambusstäbe mit Decken, auf die der Patient gebettet ist. Wir haben keine Ambulanz, aber dafür eine ‚Bamboolance‘.“

Leben in der Abgeschiedenheit

Viele indigene Stämme auf Luzon leben noch heute wie schon vor Hunderten von Jahren. Den rauen Gebirgsketten haben die Isneg, Kalinga und andere Ethnien in mühseliger Handarbeit Terrassen abgetrotzt, auf denen sie Reis und Gemüse anbauen. Für den Verkauf bleibt jedoch nicht viel übrig, die Familien können gerade so davon leben. Am bekanntesten sind die Reisterrassen von Banaue, die seit 1995 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen. So zieht es manch einen abenteuerlustigen Touristen in die schwer zugängliche Region – eine Ärztin oder Arzt hingegen suchte man hier bis zur Ankunft der German Doctors im Februar 2018 vergebens. In Apayo liegt die Sterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren besonders hoch, nämlich bei 19,2 auf 1.000 Lebendgeburten. Viele Kinder sind unter- oder fehlernährt. Da sie oftmals auf den Feldern mithelfen müssen, besuchen sie nur unregelmäßig die Schule.

Traditionelles Dorfleben

Unsere Einsatzregion auf Luzon steht auf Platz zwei der 20 ärmsten Provinzen auf den Philippinen. Trotz der materiellen Armut finden die Bewohner immer Wege, sich gegenseitig zu helfen. Jocelyn Pasayon, unsere langjährige einheimische Mitarbeiterin, erzählt: „Wenn jemand ins Krankenhaus muss, gibt es immer Menschen in der Gemeinschaft, die ihn dahin bringen. Es gibt kein Auto, daher benutzen die Menschen Bambusstäbe mit Decken, auf die der Patient gebettet ist. Wir haben keine Ambulanz, aber dafür eine ‚Bamboolance‘.“

German Doctors in Luzon

 

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Jede Spende hilft!

Für 5 Euro erhält ein Kind auf Luzon alle nach den WHO-Richtlinien empfohlenen Impfungen und ist damit vor schwerwiegenden Krankheiten geschützt. 25 Euro reichen aus, um acht erkrankten Menschen auf Luzon einen Arztbesuch zu ermöglichen und sie mit dringend benötigten Medikamenten zu versorgen. Für 50 Euro ermöglichen Sie die medizinische Versorgung mit unserer Rolling Clinic und stellen die Behandlung von 15 Patienten in abgelegenen Gebieten sicher. Mit Hilfe einer Spende von 80 Euro können für 240 kranke Menschen auf Luzon Medikamente und medizinisches Material bereitgestellt werden. 100 Euro sind im Durchschnitt notwendig, um ein Kind auf Luzon von seiner Tuberkulose-Erkrankung zu heilen. Mit 200 Euro stellen Sie die ambulante Tuberkulose-Behandlung von 20 Erwachsenen einen Monat lang sicher. Mit 350 Euro finanzieren Sie die einjährige Ausbildung eines Gesundheitsarbeiters. Diese werden in ländlichen Gegenden eingesetzt und führen einfache Behandlungen selbst durch. Etwa 1.500 Patienten können mit einem Beitrag von 500 Euro ihre dringend benötigten Medikamente erhalten.

Für 5 Euro erhält ein Kind auf Luzon alle nach den WHO-Richtlinien empfohlenen Impfungen und ist damit vor schwerwiegenden Krankheiten geschützt.

25 Euro reichen aus, um acht erkrankten Menschen auf Luzon einen Arztbesuch zu ermöglichen und sie mit dringend benötigten Medikamenten zu versorgen.

Für 50 Euro ermöglichen Sie die medizinische Versorgung mit unserer Rolling Clinic und stellen die Behandlung von 15 Patienten in abgelegenen Gebieten sicher.

Mit Hilfe einer Spende von 80 Euro können für 240 kranke Menschen auf Luzon Medikamente und medizinisches Material bereitgestellt werden.

100 Euro sind im Durchschnitt notwendig, um ein Kind auf Luzon von seiner Tuberkulose-Erkrankung zu heilen.

Mit 200 Euro stellen Sie die ambulante Tuberkulose-Behandlung von 20 Erwachsenen einen Monat lang sicher.

Mit 350 Euro finanzieren Sie die einjährige Ausbildung eines Gesundheitsarbeiters. Diese werden in ländlichen Gegenden eingesetzt und führen einfache Behandlungen selbst durch.

Etwa 1.500 Patienten können mit einem Beitrag von 500 Euro ihre dringend benötigten Medikamente erhalten.

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Projektpatenschaft

Ursula Karven - Projektpatenschaft German Doctors
© Marcus Layton

Ursula Karven, Projektpatin

Nachhaltig helfen, dauerhaft helfen – darum bin ich Projektpatin der German Doctors. Auf das Mindanao-Projekt bin ich durch meine Freundin Maria Furtwängler aufmerksam geworden, die sich stark für das dortige Malisa Home engagiert; einem Heim für junge Frauen, die bereits im Kindesalter zur Prostitution gezwungen oder Opfer sexueller Übergriffe wurden. Das schwere Schicksal dieser Mädchen berührt mich sehr – umso mehr freut es mich, dass ich jetzt aktiv mithelfen kann.

Unterstützen auch Sie die German Doctors!

Ihre

Signatur

Ursula Karven

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