Mindoro

Teil 3 des Berichts von Einsatzärztin Dr. Christine Beis aus Mindoro
Es waren vier sehr schöne Tage! Vorher hatten wir noch mangels Patienten unsere Rolling Clinic in Kaligtangalgar nicht aus dem Auto gepackt, sondern nur mit dem Allernötigsten am Dorfplatz unsere Patienten untersucht und behandelt. Und morgen geht’s auf Tour Nummer drei. Wir werden zwar genau dieselben Dörfer anfahren wie vor 4 Wochen, aber das ist das spannende: ich werde manche Patienten schon kennen und werde sehen, ob die Behandlung erfolgreich war.

Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Stimme(n), Durchschnittlich: 5,00 von 5)

Teil 2 des Einsatzberichts von Einsatzärztin Dr. Christine Beis aus Mindoro
Aller Müßiggang hat sein Ende, die Stadt hat mich wieder. Calapan, mit 120 000 Einwohnern die Hauptstadt von Oriental Mindoro – nicht schön, nicht hässlich, eine asiatische Stadt eben; kein Moloch wie Manila; noch gemütlich, keine Hochhäuser, dafür mehr oder weniger verkommene Wohnhütten, mit kleinen Gärten mit vielen Hühnern und Hunden. Im Doctors-Haus  haben wir eine Katze. Sie wurde letzte Woche Christine getauft. Bis zu meinem Nachfolger. Halt, den wird es ja hier nicht geben, denn heute Nacht schläft das German Doctors-Team nach 15 Jahren zum letzten mal hier.

Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Stimme(n), Durchschnittlich: 5,00 von 5)

Erster Teil des Berichts von Einsatzärztin Dr. Christine Beis aus Mindoro
Wieder ein furchtbar langweiliger Dienst in der Klinik, also Zeit, sich Gedanken zu machen über die nächsten 2 Monate. Denn in 2 Wochen werde ich aufbrechen: als Einsatzärztin für German Doctors auf eine Insel auf den Philippinen, etwa so groß wie Niederbayern – Mindoro. Ich bin Allgemeinärztin, Mitte 50, familiär und kollegial in der Praxis zuhause in Abensberg abgesichert – so nutze ich die Gelegenheit und will meinen mindestens 40-jährigen Traum umsetzen: arbeiten im Entwicklungsdienst. „Warum ausgerechnet auf die Philippinen?“ hat mich die Redakteurin vom Donaukurier beim Interview heute gefragt. „Weil ich während meiner Studienzeit dort schon Pläne hatte.“

Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Stimme(n), Durchschnittlich: 5,00 von 5)

Ein Bericht von Einsatzarzt Dr. Andreas Mittelstädt aus Mindoro
Die Ärzte von German Doctors helfen ehrenamtlich unentgeltlich in mehreren Projekten weltweit in Regionen in denen es keine oder nur unzureichende ärztliche Versorgung gibt. Hierzu fahren die Beteiligten in sechswöchigen Einsätzen anstelle Ihres Jahresurlaubes zu den Projekten und besetzten dort wahlweise die Ambulanzen (Slumgebiet von Kalkutta- Müllberg in Manila u.v.m) oder fahren in der sogenannten Rolling Clinic bzw. im Jeep zu entlegenen Orten in Wald und Bergregionen (u.a. Mindoro)

Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Stimme(n), Durchschnittlich: 4,80 von 5)

Ein Bericht von Einsatzarzt Dr. Reinhard Unverricht aus Mindoro
Mein erster Einsatz, das hört sich an wie „Mein erster Schulausflug“, was bekanntlich am nächsten Tag zum Aufsatz als Hausaufgabe führt. Ich bin aber ein schlechter Schüler, denn jetzt bin ich schon fast 1,5 Monate zuhause, nichts desto trotz hält meine intensive Erinnerung an.Ich war schon ganz schön überrascht, als ich erfuhr, dass ich alleine, also ohne zweiten Doktor auf Tour geschickt wurde und es war mit etwas Bauchschmerzen verbunden, trotz langer Jahre Einzelkämpfer als Landarzt. Nach der Unterweisung in Bonn fühlte ich mich aber gut vorbereitet und hatte meine Ruhe zurück. Vor Ort stellte ich fest, dass ich gar kein Einzelkämpfer war, sondern die besten Mitarbeiter hatte, die ich mir nur für meine Arbeit vorstellen konnte.

Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Stimme(n), Durchschnittlich: 5,00 von 5)

Teil 7 des Berichts von Einsatzärztin Dr. Barbara Müllerleile aus Mindoro
Gestern am Ostersamstag ging alles wieder seinen normalen Gang. Hans und ich wurden um 8.00 Uhr von unserem Team abgeholt und ab ging es in die Berge. Jetzt kennen mich die Leute, weil ich das zweite Mal mit den German Doctors hier bin. Wir sind hier in the Middle of nowhere. Die Mangyans kommen aus den abgelegenen Dörfern in den Bergen. Hier findet ein gesellschaftlich wichtiges Ereignis statt.

Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Stimme(n), Durchschnittlich: 5,00 von 5)

Teil 5 des Berichts von Einsatzärztin Dr. Barbara Müllerleile aus Mindoro
Heute waren wir wieder irgendwo in den Bergen in einem Mangyan Dorf. Das erste was ich sah, war der Beginn eines Hahnenkampfs. Da habe ich schnell ein Foto gemacht und bin zügig weggegangen. Dies ist hier Männersache und mir graust es. Insgesamt habe ich 63 Patienten gesehen. Viele mit hohem Blutdruck. Viele Kinder mit Erkältungen und Abszessen und anderen Hauterkrankungen. z.B. Krätze ist hier sehr verbreitet.

Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Stimme(n), Durchschnittlich: 5,00 von 5)

Teil 4 des Berichts von Einsatzärztin Dr. Barbara Müllerleile aus Mindoro
Heute waren wir wieder am Ende der Welt. Die Mangyans leben dort wie bei uns die Bauern im Mittelalter. Die Kinder haben als Spielzeug einen Stock mit zwei Holzrädern vorne, den schieben sie durchs Dorf, ein Plastiksack mit einem Baby wird drangehängt und fertig ist der Kinderwagen.

Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Stimme(n), Durchschnittlich: 4,80 von 5)

Teil 3 des Berichts von Einsatzärztin Dr. Barbara Müllerleile aus Mindoro
Heute war es hart. Meine erste Patientin hat ein Hodgkin Lymphom. Chemo gibt es nicht, Bestrahlung auch nicht. Sie ist in einem fortgeschrittenen Stadium und sieht richtig krank aus. Sie hat eine kleine Tochter und ist 24 Jahre alt. Sie kommt mit ihrer Mutter und dem Befund, weil sie wissen möchte was sie hat. Ich bespreche es ganz offen mit ihnen, weil sie ihr Leben organisieren müssen.

Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Stimme(n), Durchschnittlich: 5,00 von 5)

Teil 2 des Berichts von Einsatzärztin Dr. Barbara Müllerleile aus Mindoro
Heute ging es um 5.00 Uhr los. Hier wird gekocht, dass der Herd raucht. Reis mit Eiern und Gemüse zum Frühstück. Dann Reis mit Fisch und Gemüse als Lunch zum Mitnehmen. Also muss man um 5.00 Uhr anfangen, um 7.00 Uhr geht es in die Dörfer. Ich bin um 6.00 Uhr aufgestanden. Tee, Spiegelei, Toast, wie immer.

Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Stimme(n), Durchschnittlich: 5,00 von 5)