German Doctors
German Doctors

Dhaka

Projektbeginn | 1989

   

Einsätze | 531

Dhaka

Das Dhaka-Projekt im Überblick

Daten und Fakten

Projektbeginn: 1989

Anzahl Ärzte zurzeit: Zwei deutsche Ärztinnen/Ärzte.

Einsätze: 17 unentgeltliche Einsätze im Jahr 2018. Von 1989 bis Ende 2018 wurden von den Ärztinnen/Ärzten insgesamt 531 unentgeltliche Einsätze durchgeführt.

Patientenkontakte: Jährlich werden in Dhaka etwa 20.000 Behandlungen vorgenommen.

Partner: Projektpartner ist die Caritas Bangladesch, die das Projekt als verantwortliche Organisation betreibt. In der von Textilindustrie geprägten Region Savar, nördlich von Dhaka, hat die Caritas bereits mehrere soziale Projekte initiiert – darunter Kindergrippen für Kinder der Textil-Arbeiterinnen und sogenannte „Drop-In Center“ für in der Prostitution tätige Frauen und Menschen mit Drogenabhängigkeiten. German Doctors bilden die allgemeinmedizinischer Komponente im Projekt.

Struktur: Von 1989 bis Ende 2018 waren wir mit unseren Ambulanzen in den Slums im Zentrum Dhakas aktiv. Da sich die Situation im Zentrum insgesamt verbessert hat, haben wir 2019 unseren Schwerpunkt in die Region Savar, nördlich von Dhaka, verlegt. In den slumähnlichen Siedlungen der großen Textilindustrien bieten deutsche Ärzte und einheimische Mitarbeiter an drei Standorten (Jamgara, Zirabo und Vadail) kostenfreie Behandlungen an – pro Standort ca. ein bis zwei Tage die Woche. Im Zentrum Dhakas werden von unseren Mitarbeitern weiterhin verschiedene Slumschulen betrieben, in denen rund 1.600 Kinder aus ärmsten Verhältnissen eine Grundausbildung erhalten.

Einsatzgebiet(e): Zentrum Dhaka (Slumschulen) und Region Savar nördlich von Dhaka.

Häufigste gesundheitliche Probleme: Magen-Darm-Erkrankungen, Bronchitis, chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Asthma, Tuberkulose, Hautkrankheiten, Mangel- und Unterernährung, sexuell übertragbare Krankheiten.

Schwerpunkte: Basismedizinische Versorgung, Schulungen zu Gesundheitsvorsorge, Beratung für Schwangere und Mütter, Überweisung in staatliche Einrichtungen.

Das Dhaka-Projekt im Überblick

Abenteuerlicher Einsatz auf vier Rädern

Fast 30 Jahre, von 1989 bis Ende 2018, waren wir in den Slums von Dhaka aktiv. Über 500 Ärztinnen und Ärzte haben hier ehrenamtlich oftmals schwerkranke Menschen behandelt. An verschiedenen Standorten im Slum bauten sie mobile Ambulanzen auf und unterhielten zudem eine feste Ambulanz im Stadtteil Manda. Heute profitieren viele Menschen davon, dass die Regierung von Bangladesch die Gesundheitsstrukturen verbessert hat und sich einheimische Nichtregierungsorganisationen verstärkt engagieren.

In den Armutsvierteln der Industrievororte kommt dagegen von der staatlichen Hilfe kaum etwas an. Die Gesundheitsversorgung in dem Gebiet ist schlecht, viele Patienten können sich keinen Arztbesuch leisten, der mit 500 Taka zu Buche schlägt – zuzüglich weiterer Diagnostik und Medikamente. Deshalb haben wir uns nach ausführlichen Gesprächen mit unseren Partnern entschlossen, unsere ärztliche Hilfe ab Juli 2019 in das Industriegebiet Savar am nördlichen Stadtrand zu verlagern.

Die Caritas Bangladesch unterhält in dem „Viertel der Näherinnen“ bereits mehrere soziale Hilfsprojekte, insbesondere für Kinder unter fünf Jahren und ihre arbeitenden Mütter. Wir können dazu beitragen, die Gesundheit der benachteiligten Familien spürbar zu verbessern. Zu unserem Projekt gehören drei Ambulanzen, die tageweise von zwei deutschen Ärzten und lokalen Mitarbeitern angefahren werden – jeweils ein bis zweimal pro Woche. Behandelt werden hauptsächlich die Arbeiter und Arbeiterinnen der Textilfabriken, die sich keine medizinische Versorgung leisten können oder von anderen Gesundheitseinrichtungen ausgeschlossen werden.

Die Standorte liegen sehr zentral, sodass die Textilarbeiter auch in ihrer Pause unsere Ambulanzen aufsuchen können. Häufige Erkrankungen sind Tuberkulose, Hepatitis, sexuell übertragbare Infektionen, Denguefieber, Durchfallerkrankungen und Unterernährung.

Das Dhaka-Projekt im Überblick

Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung

Seit 1991 errichtet der bengalische Koordinator der German Doctors, Mr. Aminul „Babul“ Hoque, verschiedene Schulen für Slumkinder. Er selbst entstammt ärmsten Verhältnissen und möchte daher den Kindern im Slum die Möglichkeit zum Schulbesuch bieten, um ihnen das Rüstzeug für eine bessere Zukunft mit auf den Weg zu geben. In unserer Grundschule und einer High School erhalten inzwischen über 800 Kinder eine Grundausbildung. Teilweise findet der Unterricht im Schichtbetrieb statt, um noch mehr Kindern den Unterrichtsbesuch ermöglichen zu können.

Zusätzlich zum Unterricht werden die Schüler dort mit Essen versorgt, um einer Unterernährung und damit einhergehenden Folge­erkrankungen vorzubeugen. Für die Schüler der High School gibt es zudem die Möglichkeit, einen berufsvorbereitenden Kurs zu besuchen – zum Beispiel als Friseur oder im Bereich der Computeranwendung. Seit 1999 besteht eine aktive Patenschaft zwischen dem Gymnasium Füssen und den Slumschulen; ohne externe Unterstützung wäre diese wichtige Arbeit nicht finanzierbar.

Die beispielhafte Geschichte von Rabya Doly zeigt, dass es Hoffnung gibt: Die heute 20-jährige ist im Slum von Dhaka aufgewachsen und hat unsere dortige Schule besucht. Nach ihrem Abschluss hat sie nun die Möglichkeit, an der staatlichen Universität zu studieren. Sie hat es geschafft, dem Kreislauf aus Armut, Krankheit und Hoffnungslosigkeit zu entkommen - diese Chance wollen wir in Zukunft noch vielen anderen Slumkindern geben!

Das Dhaka-Projekt im Überblick

Das Viertel der Näherinnen von Dhaka

In der Vorstadt Savar, nördlich der Millionenstadt Dhaka, bauten in den 1980er Jahren Investoren große Textilfabriken. In der Hoffnung auf Arbeit strömten in Folge viele Menschen aus ländlichen Gebieten in die Region. Doch nur wenige finden wirklich Arbeit, viele rutschen in die Prostitution und Drogenabhängigkeit ab. Diejenigen, die einen Job ergattern, können von ihrem Lohn meist nicht in Würde leben. In den slumähnlichen Siedlungen sind 40 Prozent der Menschen Analphabeten und viele Familien verdienen weniger als 5.000 Taka im Monat, das entspricht etwa 50 Euro. Häufig müssen die Kinder arbeiten, um zum Haushaltseinkommen beizutragen.

Durch die unzähligen Fabriken ist zudem die Luft- und Wasserverschmutzung immens. Viele der Gewässer sind in grellen Farben gefärbt – die Folge von Färbemitteln, die aus den Fabriken in die Umwelt geleitet werden.

German Doctors in Dhaka

 

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Jede Spende hilft!

Mit 5 Euro monatlich wird einem Schüler in Dhaka der Schulbesuch ermöglicht und somit das Recht auf Bildung gewährt. Für 15 Euro ermöglichen Sie 5 Schülern einen Monat lang ein warmes Mittagessen. Mit einer Spende von 30 Euro können Sie den Arztbesuch von 8 Patienten in unserer Ambulanz in Dhaka finanzieren. Mit einem Beitrag von 50 Euro können Medikamentenkosten für die Versorgung von mehr als 60 Kindern gedeckt werden. 80 Euro beträgt das Monatsgehalt eines Lehrers in Dhaka. Mit 120 Euro können Sie 120 Kinder in Dhaka für ein komplettes Jahr mit Schulmaterialien ausstatten. 200 Euro sind notwendig, um die Unterrichtskosten für eine Schulklasse einen Monat lang abzudecken. Mit 360 Euro ist das Essensgeld für 10 Schüler ein ganzes Jahr lang gesichert und sie erhalten an 6 Tagen in der Woche eine warme Mahlzeit. Mit 480 Euro kann das Gehalt eines Lehrer in Dhaka für ein halbes Jahr finanziert werden.

Mit 5 Euro monatlich wird einem Schüler in Dhaka der Schulbesuch ermöglicht und somit das Recht auf Bildung gewährt.

Für 15 Euro ermöglichen Sie 5 Schülern einen Monat lang ein warmes Mittagessen.

Mit einer Spende von 30 Euro können Sie den Arztbesuch von 8 Patienten in unserer Ambulanz in Dhaka finanzieren.

Mit einem Beitrag von 50 Euro können Medikamentenkosten für die Versorgung von mehr als 60 Kindern gedeckt werden.

80 Euro beträgt das Monatsgehalt eines Lehrers in Dhaka.

Mit 120 Euro können Sie 120 Kinder in Dhaka für ein komplettes Jahr mit Schulmaterialien ausstatten.

200 Euro sind notwendig, um die Unterrichtskosten für eine Schulklasse einen Monat lang abzudecken.

Mit 360 Euro ist das Essensgeld für 10 Schüler ein ganzes Jahr lang gesichert und sie erhalten an 6 Tagen in der Woche eine warme Mahlzeit.

Mit 480 Euro kann das Gehalt eines Lehrer in Dhaka für ein halbes Jahr finanziert werden.

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Ursula Karven - Projektpatenschaft German Doctors
© Marcus Layton

Ursula Karven, Projektpatin

Nachhaltig helfen, dauerhaft helfen – darum bin ich Projektpatin der German Doctors. Auf das Mindanao-Projekt bin ich durch meine Freundin Maria Furtwängler aufmerksam geworden, die sich stark für das dortige Malisa Home engagiert; einem Heim für junge Frauen, die bereits im Kindesalter zur Prostitution gezwungen oder Opfer sexueller Übergriffe wurden. Das schwere Schicksal dieser Mädchen berührt mich sehr – umso mehr freut es mich, dass ich jetzt aktiv mithelfen kann.

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Ursula Karven

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