German Doctors
German Doctors

Mindoro

Projektbeginn | 2002

   

Einsätze | 547

Mindoro

Das Mindoro-Projekt im Überblick

Vernachlässigtes Volk: Die Mangyanen auf Mindoro

Unsere Projekte sind immer dort angesiedelt, wo medizinische Hilfe ganz besonders benötigt wird. So auch auf Mindoro, einer kleinen philippinischen Insel in direkter Nachbarschaft zur Hauptstadt Manila. 1,3 Millionen Menschen leben dort, ca. 275.000 von ihnen gehören dem Ureinwohnervolk der Mangyanen an. Sie leben zurückgezogen in traditioneller, für uns archaisch anmutender Weise von Subsistenzwirtschaft oder als Hilfsarbeiterinnen und -arbeiter auf Farmen. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden sie von Einwanderern anderer philippinischer Inseln immer mehr von der fruchtbaren Küstenregion in schwer zugängliche Bergregionen verdrängt und darüber hinaus vom philippinischen Gesundheitssystem vernachlässigt. Noch dazu wurde die Insel in der Vergangenheit häufig von Taifunen verwüstet, wobei Häuser zerstört und ganze Ernten vernichtet wurden. Viele Menschen sind bettelarm.

Mehr zu den Lebensbedingungen

Mit der „Rolling Clinic“ in abgelegene Bergdörfer

Der Besuch der German Doctors mit der „Rolling Clinic“ ist für viele Menschen die einzige Möglichkeit, sich von einem Arzt behandeln zu lassen. Nachdem wir 2015 unseren Schwerpunkt von Manila nach Mindoro verlagert haben, ist das Team aktuell auf einer Nord- und Südroute – ausgehend von den Dörfern Victoria und Mansalay – jeweils circa zehn Tage unterwegs und fährt 38 Standpunkte an. Für viele der Mangyanen-Patienten sind wir schon eine Art mobile Hausarztpraxis, denn sie kommen seit Jahren regelmäßig zur Sprechstunde der „Rolling Clinic“ – auch wenn sie dafür zuweilen mehrere Stunden Fußmarsch auf sich nehmen müssen. An Bord unseres Geländewagens befinden sich neben dem deutschen Einsatzarzt auch ein einheimischer Übersetzer, ein Apothekenhelfer und ein Fahrer, regelmäßig auch ein Zahnarzt. Pro Monat behandeln wir circa 1.900 Patienten.

Mehr zur „Rolling Clinic“

Sichere Geburten für die Mangyanen-Frauen

Bei den traditionellen Mangyanen ist es immer noch üblich, dass Frauen mithilfe von traditionellen Heilern zu Hause in ihren Lehmhütten entbinden. Doch kommt es zu Problemen bei der Geburt oder danach, beispielsweise wenn die Kinder unterernährt sind, ist das nächste Krankenhaus auch angesichts der sehr beschwerlichen Wege auf der Insel meist viel zu weit entfernt. Um der Mütter- und Kindersterblichkeit entgegenzuwirken, haben wir in unserem 2007 neu erbauten Ärztehaus in Mansalay ein sogenanntes „Half-Way-Home“ aufgebaut: Schwangere Mangyan-Frauen, die kurz vor ihrem Entbindungstermin stehen, können auf halbem Weg hier unterkommen. Kurz vor der Geburt werden sie dann in ein Krankenhaus zur Geburt überwiesen. Im „Half-Way-Home“ übernachten auch die Familienmitglieder – für die Kinder haben wir einen Spielraum eingerichtet.

Kampf gegen Tuberkulose

In unserem eigenen, staatlich anerkannten „TB-DOTS-CENTER“, das ebenso wie das „Half-Way-Home“ in unserem Ärztehaus in Mansalay angesiedelt ist, behandeln wir Patienten mit der hochansteckenden Infektionskrankheit Tuberkulose. „DOTS“ steht für „Directly Observed Treatment, Short Course“ und meint, dass die Patientinnen und Patienten regelmäßig unter Aufsicht von ehrenamtlichen Gesundheitsarbeiterinnen ihre Medizin einnehmen. Das ist wichtig, da nur bei regelmäßiger Einnahme der Antibiotika die Behandlung erfolgreich ist und die gefürchteten Resistenzen vermieden werden. Bei der Versorgung der Patienten unterstützt uns eine einheimische Ärztin. Da unsere logistische Basis in Mansalay auch als Apotheke dient, befindet sich hier ein gekühlter Lagerraum für all unsere Medikamente.

 

Ausbildung von Gesundheitshelferinnen

Die positiven Erfahrungen mit dem „Primary Health Care“-Programm und der Ausbildung von Gesundheitshelferinnen in unserem Projekt auf der philippinischen Insel Luzon haben uns darin bestärkt, auch auf Mindoro Gesundheitsschulungen umzusetzen. 2020 werden die ersten „Health Workers“ ausgebildet: Frauen aus den Dörfern, die künftig die basismedizinische Versorgung für circa 20 Familien übernehmen werden. Für die Bevölkerung ist dies eine große Chance, ihre medizinische Versorgung selbst in die Hand zu nehmen und die Gesundheitssituation nachhaltig zu verbessern. Während des 33-tägigen Trainingsprogramms lernen die ehrenamtlichen Gesundheitshelferinnen und -helfer, wie sie Patienten mit einfachen Beschwerden behandeln können und ab wann sie einen einheimischen oder deutschen Arzt zu Rate ziehen sollten. Nach Ende des Trainings erhalten sie ein „Health Kit“ mit einem Blutdruckmessgerät, ersten Medikamenten und Verbandsmaterialien. Das erlernte Wissen können die „Health Workers“ im Rahmen der „Rolling Clinic“ praktisch anwenden.

 

Geburtsurkunden für Mangyan

Schulbesuch? Krankenversicherung? Für viele Angehörige der diskriminierten Volksgruppe der Mangyanen ist beides undenkbar, denn sie haben keine Geburtsurkunde. Gemeinsam mit der Partnerorganisation IDEALS Inc. haben wir ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem es darum geht, den indigenen Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit zu geben, offizielle Geburtsurkunden zu beantragen: Ein Zugang zu sozialen Leistungen wie Krankenversicherung sowie Schulbesuch und somit „Pässe“ für ein besseres Leben.

Vernachlässigtes Volk: Die Mangyanen auf Mindoro

Unsere Projekte sind immer dort angesiedelt, wo medizinische Hilfe ganz besonders benötigt wird. So auch auf Mindoro, einer kleinen philippinischen Insel in direkter Nachbarschaft zur Hauptstadt Manila. 1,3 Millionen Menschen leben dort, ca. 275.000 von ihnen gehören dem Ureinwohnervolk der Mangyanen an. Sie leben zurückgezogen in traditioneller, für uns archaisch anmutender Weise von Subsistenzwirtschaft oder als Hilfsarbeiterinnen und -arbeiter auf Farmen. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden sie von Einwanderern anderer philippinischer Inseln immer mehr von der fruchtbaren Küstenregion in schwer zugängliche Bergregionen verdrängt und darüber hinaus vom philippinischen Gesundheitssystem vernachlässigt. Noch dazu wurde die Insel in der Vergangenheit häufig von Taifunen verwüstet, wobei Häuser zerstört und ganze Ernten vernichtet wurden. Viele Menschen sind bettelarm.

Mehr zu den Lebensbedingungen

 

Mit der „Rolling Clinic“ in abgelegene Bergdörfer

Der Besuch der German Doctors mit der „Rolling Clinic“ ist für viele Menschen die einzige Möglichkeit, sich von einem Arzt behandeln zu lassen. Nachdem wir 2015 unseren Schwerpunkt von Manila nach Mindoro verlagert haben, ist das Team aktuell auf einer Nord- und Südroute – ausgehend von den Dörfern Victoria und Mansalay – jeweils circa zehn Tage unterwegs und fährt 38 Standpunkte an. Für viele der Mangyanen-Patienten sind wir schon eine Art mobile Hausarztpraxis, denn sie kommen seit Jahren regelmäßig zur Sprechstunde der „Rolling Clinic“ – auch wenn sie dafür zuweilen mehrere Stunden Fußmarsch auf sich nehmen müssen. An Bord unseres Geländewagens befinden sich neben dem deutschen Einsatzarzt auch ein einheimischer Übersetzer, ein Apothekenhelfer und ein Fahrer, regelmäßig auch ein Zahnarzt. Pro Monat behandeln wir circa 1.900 Patienten.

Mehr zur „Rolling Clinic“

 

Sichere Geburten für die Mangyanen-Frauen

Bei den traditionellen Mangyanen ist es immer noch üblich, dass Frauen mithilfe von traditionellen Heilern zu Hause in ihren Lehmhütten entbinden. Doch kommt es zu Problemen bei der Geburt oder danach, beispielsweise wenn die Kinder unterernährt sind, ist das nächste Krankenhaus auch angesichts der sehr beschwerlichen Wege auf der Insel meist viel zu weit entfernt. Um der Mütter- und Kindersterblichkeit entgegenzuwirken, haben wir in unserem 2007 neu erbauten Ärztehaus in Mansalay ein sogenanntes „Half-Way-Home“ aufgebaut: Schwangere Mangyan-Frauen, die kurz vor ihrem Entbindungstermin stehen, können auf halbem Weg hier unterkommen. Kurz vor der Geburt werden sie dann in ein Krankenhaus zur Geburt überwiesen. Im „Half-Way-Home“ übernachten auch die Familienmitglieder – für die Kinder haben wir einen Spielraum eingerichtet.

 

Kampf gegen Tuberkulose

In unserem eigenen, staatlich anerkannten „TB-DOTS-CENTER“, das ebenso wie das „Half-Way-Home“ in unserem Ärztehaus in Mansalay angesiedelt ist, behandeln wir Patienten mit der hochansteckenden Infektionskrankheit Tuberkulose. „DOTS“ steht für „Directly Observed Treatment, Short Course“ und meint, dass die Patientinnen und Patienten regelmäßig unter Aufsicht von ehrenamtlichen Gesundheitsarbeiterinnen ihre Medizin einnehmen. Das ist wichtig, da nur bei regelmäßiger Einnahme der Antibiotika die Behandlung erfolgreich ist und die gefürchteten Resistenzen vermieden werden. Bei der Versorgung der Patienten unterstützt uns eine einheimische Ärztin. Da unsere logistische Basis in Mansalay auch als Apotheke dient, befindet sich hier ein gekühlter Lagerraum für all unsere Medikamente.

 

Ausbildung von Gesundheitshelferinnen

Die positiven Erfahrungen mit dem „Primary Health Care“-Programm und der Ausbildung von Gesundheitshelferinnen in unserem Projekt auf der philippinischen Insel Luzon haben uns darin bestärkt, auch auf Mindoro Gesundheitsschulungen umzusetzen. 2020 werden die ersten „Health Workers“ ausgebildet: Frauen aus den Dörfern, die künftig die basismedizinische Versorgung für circa 20 Familien übernehmen werden. Für die Bevölkerung ist dies eine große Chance, ihre medizinische Versorgung selbst in die Hand zu nehmen und die Gesundheitssituation nachhaltig zu verbessern. Während des 33-tägigen Trainingsprogramms lernen die ehrenamtlichen Gesundheitshelferinnen und -helfer, wie sie Patienten mit einfachen Beschwerden behandeln können und ab wann sie einen einheimischen oder deutschen Arzt zu Rate ziehen sollten. Nach Ende des Trainings erhalten sie ein „Health Kit“ mit einem Blutdruckmessgerät, ersten Medikamenten und Verbandsmaterialien. Das erlernte Wissen können die „Health Workers“ im Rahmen der „Rolling Clinic“ praktisch anwenden.

 

Geburtsurkunden für Mangyan

Schulbesuch? Krankenversicherung? Für viele Angehörige der diskriminierten Volksgruppe der Mangyanen ist beides undenkbar, denn sie haben keine Geburtsurkunde. Gemeinsam mit der Partnerorganisation IDEALS Inc. haben wir ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem es darum geht, den indigenen Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit zu geben, offizielle Geburtsurkunden zu beantragen: Ein Zugang zu sozialen Leistungen wie Krankenversicherung sowie Schulbesuch und somit „Pässe“ für ein besseres Leben.

Das Mindoro-Projekt im Überblick

Daten und Fakten

Projektbeginn: 2002

Anzahl Ärzte zurzeit: Zwei deutsche Ärztinnen/Ärzte, regelmäßig unterstützt von einem deutschen Zahnarzt bzw. einer Zahnärztin.

Einsätze: 19 unentgeltliche Einsätze im Jahr 2019. Von 2002 bis Ende 2018 wurden von den Ärztinnen und Ärzten insgesamt 547 unentgeltliche Einsätze durchgeführt.

Patientenkontakte: Jährlich werden auf Mindoro etwa 21.000 Behandlungen vorgenommen.

Partner: Die lokale Organisation „The Committee of German Doctors for Developing Countries Inc.“ ist eine auf den Philippinen offiziell registrierte Nichtregierungsorganisation.

Struktur: Die „Rolling Clinic“ fährt eine Nord- und eine Südtour: Im Norden startet die Tour von dem Ärztehaus in Victoria aus; im Süden von Mansalay, wo auch das „Half-Way-Home“ und das „TB-DOTS-CENTER“ stationiert sind.

Einsatzgebiete: Die Küsten- und Bergregionen auf der Manila vorgelagerten Insel Mindoro.

Häufigste gesundheitliche Probleme: Infektionskrankheiten, Bronchitis, Hauterkrankungen, Bluthochdruck, Tuberkulose, Mangelernährung, Parasiten und Würmer.

Schwerpunkte: Neben der basismedizinischen Behandlung und Betreuung der vernachlässigten indigenen Bevölkerung setzen wir auf Mindoro auch Zahnärzte ein. Langfristig wollen wir durch Schulung einheimischer Kräfte („Health Workers“) dazu beitragen, die Gesundheitsdienste auf Mindoro für alle Bevölkerungs­gruppen zu stärken. Der Kampf gegen die Tuberkulose ist auch hier von besonderer Bedeutung. Tuberkulose-Patienten werden in Mansalay, in unseren eigenen, staatlich anerkannten „TB-DOTS-CENTER“ behandelt. Dort angesiedelt ist auch das „Half-Way-Home“, wo schwangere Mangyan-Frauen kurz vor ihrem Entbindungstermin unterkommen können.

Daten und Fakten

Projektbeginn: 2002

Anzahl Ärzte zurzeit: Zwei deutsche Ärztinnen/Ärzte, regelmäßig unterstützt von einem deutschen Zahnarzt bzw. einer Zahnärztin.

Einsätze: 19 unentgeltliche Einsätze im Jahr 2019. Von 2002 bis Ende 2019 wurden von den Ärztinnen und Ärzten insgesamt 547 unentgeltliche Einsätze durchgeführt.

Patientenkontakte: Jährlich werden auf Mindoro etwa 21.000 Behandlungen vorgenommen.

Partner: Die lokale Organisation „The Committee of German Doctors for Developing Countries Inc.“ ist eine auf den Philippinen offiziell registrierte Nichtregierungsorganisation.

Struktur: Die „Rolling Clinic“ fährt eine Nord- und eine Südtour: Im Norden startet die Tour von dem Ärztehaus in Victoria aus; im Süden von Mansalay, wo auch das „Half-Way-Home“ und das „TB-DOTS-CENTER“ stationiert sind.

Einsatzgebiete: Die Küsten- und Bergregionen auf der Manila vorgelagerten Insel Mindoro.

Häufigste gesundheitliche Probleme: Infektionskrankheiten, Bronchitis, Hauterkrankungen, Bluthochdruck, Tuberkulose, Mangelernährung, Parasiten und Würmer.

Schwerpunkte: Neben der basismedizinischen Behandlung und Betreuung der vernachlässigten indigenen Bevölkerung setzen wir auf Mindoro auch Zahnärzte ein. Langfristig wollen wir durch Schulung einheimischer Kräfte („Health Workers“) dazu beitragen, die Gesundheitsdienste auf Mindoro für alle Bevölkerungs­gruppen zu stärken. Der Kampf gegen die Tuberkulose ist auch hier von besonderer Bedeutung. Tuberkulose-Patienten werden in Mansalay, in unseren eigenen, staatlich anerkannten „TB-DOTS-CENTER“ behandelt. Dort angesiedelt ist auch das „Half-Way-Home“, wo schwangere Mangyan-Frauen kurz vor ihrem Entbindungstermin unterkommen können.

Das Mindoro-Projekt im Überblick

38 Standpunkte in der Abgeschiedenheit

Auf Mindoro werden mit der „Rolling Clinic“ insgesamt 38 Standpunkte auf zwei Routen angesteuert – eine Tour dauert bis zu zehn Tage. Bei jeder Tour nimmt das Team alles mit, was für die Sprechstunden benötigt wird: Boxen, voll mit Medikamenten und medizinischen Verbrauchsmaterialien, Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte, Personenwaagen und eine mobile Liege. Bei dem eingespielten Team geht alles Hand in Hand. Zuerst wird das mitgebrachte Material ausgepackt: Ein Behandlungsraum, bestehend aus Liege, Tisch und Stühlen, wird errichtet und mit einem Sichtschutz versehen, um die Patientinnen und Patienten vor den neugierigen Blicken der Wartenden abzuschirmen.

Ein eingespieltes Team

Bei den Sprechstunden der „Rolling Clinic“ darf es ruhig auch fröhlich zugehen: Um die Wartezeiten zu verkürzen, bietet unser regionales Team Gymnastikübungen zu flotter Musik an. Außerdem gibt es für alle wartenden Patientinnen und Patienten zuerst eine kurze Schulung, bei der gesundheitsrelevante Themen vermittelt werden. Dann werden alle Patienten von den Schwestern registriert, gewogen, der Blutdruck wird gemessen und die Daten auf Patientenkarten festgehalten. Der Ärztin oder dem Arzt steht bei der Untersuchung immer ein Übersetzer zur Seite. Nach dem Gespräch mit dem Arzt werden bei Bedarf entsprechenden Medikamente ausgegeben, wobei die Medikamentenverbräuche transparent dokumentiert werden. Regelmäßig wird die „Rolling Clinic“ auch von einem unserer deutschen Zahnärzte begleitet. Je nach Standort behandeln unsere ehrenamtlichen Einsatzärzte zwischen 60 und 90 Patienten am Tag, darunter viele Kinder. Häufigste Diagnose bei den erwachsenen Patienten sind Infektionskrankheiten, Bronchitis, Hauterkrankungen und Tuberkulose.

Voller Einsatz bei Wind und Wetter

Abenteuerlich wird es für das Team der mobilen Klinik insbesondere während der Regenzeit und Taifunsaison, wenn die Straßen überschwemmt sind und unser Ford Ranger Mühe hat, die „Rolling Clinic“-Standorte zu erreichen. Bei starkem Taifun sind auch die Hütten der Mangyan betroffen, die den heftigen Tropenstürmen nicht immer standhalten. In solchen Situationen versucht German Doctors, Wiederaufbauhilfe zu leisten.

38 Standpunkte in der Abgeschiedenheit

Auf Mindoro werden mit der „Rolling Clinic“ insgesamt 38 Standpunkte auf zwei Routen angesteuert – eine Tour dauert bis zu zehn Tage. Bei jeder Tour nimmt das Team alles mit, was für die Sprechstunden benötigt wird: Boxen, voll mit Medikamenten und medizinischen Verbrauchsmaterialien, Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte, Personenwaagen und eine mobile Liege. Bei dem eingespielten Team geht alles Hand in Hand. Zuerst wird das mitgebrachte Material ausgepackt: Ein Behandlungsraum, bestehend aus Liege, Tisch und Stühlen, wird errichtet und mit einem Sichtschutz versehen, um die Patientinnen und Patienten vor den neugierigen Blicken der Wartenden abzuschirmen.

Ein eingespieltes Team

Bei den Sprechstunden der „Rolling Clinic“ darf es ruhig auch fröhlich zugehen: Um die Wartezeiten zu verkürzen, bietet unser regionales Team Gymnastikübungen zu flotter Musik an. Außerdem gibt es für alle wartenden Patientinnen und Patienten zuerst eine kurze Schulung, bei der gesundheitsrelevante Themen vermittelt werden. Dann werden alle Patienten von den Schwestern registriert, gewogen, der Blutdruck wird gemessen und die Daten auf Patientenkarten festgehalten. Der Ärztin oder dem Arzt steht bei der Untersuchung immer ein Übersetzer zur Seite. Nach dem Gespräch mit dem Arzt werden bei Bedarf entsprechenden Medikamente ausgegeben, wobei die Medikamentenverbräuche transparent dokumentiert werden. Regelmäßig wird die „Rolling Clinic“ auch von einem unserer deutschen Zahnärzte begleitet. Je nach Standort behandeln unsere ehrenamtlichen Einsatzärzte zwischen 60 und 90 Patienten am Tag, darunter viele Kinder. Häufigste Diagnose bei den erwachsenen Patienten sind Infektionskrankheiten, Bronchitis, Hauterkrankungen und Tuberkulose.

Voller Einsatz bei Wind und Wetter

Abenteuerlich wird es für das Team der mobilen Klinik insbesondere während der Regenzeit und Taifunsaison, wenn die Straßen überschwemmt sind und unser Ford Ranger Mühe hat, die „Rolling Clinic“-Standorte zu erreichen. Bei starkem Taifun sind auch die Hütten der Mangyan betroffen, die den heftigen Tropenstürmen nicht immer standhalten. In solchen Situationen versucht German Doctors, Wiederaufbauhilfe zu leisten.

Das Mindoro-Projekt im Überblick

Von Manila nach Mindoro

Das Projekt in Manila gehört neben dem Kalkutta-Projekt zu den ältesten Arztprojekten der German Doctors. 1983, zwei Wochen nachdem die ersten Ärztinnen und Ärzte die Arbeit in Kalkutta aufgenommen hatten, startete auch das erste Team in Manila. Zu Beginn arbeiteten die German Doctors in Anlehnung an die Canossa-Schwestern in dem berüchtigten Slumbezirk Tondo. Lange Zeit versorgten wir auch die Menschen, die von der Arbeit auf den Müllbergen in Payatas leben müssen. 1992 zogen die German Doctors mit dem Projekt in das Aussiedlungsgebiet Bagong Silang, wo sie 1993 im Rahmen der deutschen Entwicklungshilfe ein eigenes Sozial- und Gesundheitszentrum, das „Health Care Development Center“ (HCDC) aufbauten. Dieses Zentrum war bis 2015 die Basis der German Doctors, wo neben täglichen Armensprechstunden auch Tuberkulose- und Präventiv-Programme unter philippinischer Leitung stattfanden. Die deutschen Einsatzärzte arbeiteten hier gemeinsam mit philippinischen Kolleginnen und Kollegen.

Da sich insgesamt die Lage in Manila für unsere Zielgruppe verbessert hat und auch mehr Gesundheitsdienste zur Verfügung stehen, werden unsere German Doctors seit 2015 für den ganzen Zeitraum ihres Aufenthaltes auf Mindoro eingesetzt.

Von Manila nach Mindoro

Das Projekt in Manila gehört neben dem Kalkutta-Projekt zu den ältesten Arztprojekten der German Doctors. 1983, zwei Wochen nachdem die ersten Ärztinnen und Ärzte die Arbeit in Kalkutta aufgenommen hatten, startete auch das erste Team in Manila. Zu Beginn arbeiteten die German Doctors in Anlehnung an die Canossa-Schwestern in dem berüchtigten Slumbezirk Tondo. Lange Zeit versorgten wir auch die Menschen, die von der Arbeit auf den Müllbergen in Payatas leben müssen. 1992 zogen die German Doctors mit dem Projekt in das Aussiedlungsgebiet Bagong Silang, wo sie 1993 im Rahmen der deutschen Entwicklungshilfe ein eigenes Sozial- und Gesundheitszentrum, das „Health Care Development Center“ (HCDC) aufbauten. Dieses Zentrum war bis 2015 die Basis der German Doctors, wo neben täglichen Armensprechstunden auch Tuberkulose- und Präventiv-Programme unter philippinischer Leitung stattfanden. Die deutschen Einsatzärzte arbeiteten hier gemeinsam mit philippinischen Kolleginnen und Kollegen.

Da sich insgesamt die Lage in Manila für unsere Zielgruppe verbessert hat und auch mehr Gesundheitsdienste zur Verfügung stehen, werden unsere German Doctors seit 2015 für den ganzen Zeitraum ihres Aufenthaltes auf Mindoro eingesetzt.

Das Mindoro-Projekt im Überblick

Die Mangyanen auf Mindoro

Durch die „Rolling Clinic“-Touren kommen unsere German Doctors den Menschen auf Mindoro sehr nahe. Vor allem kümmern sie sich dort um die Ureinwohner der Insel, die Mangyanen. Mangyan ist der Oberbegriff für acht indigene Völker (Alangan, Iraya, Tadyawan, Tau-Buid, Buhid, Hanunuo, Ratagnon und Bangon). Von den sogenannten Lowlanders, den philippinischen Zuwanderern, werden sie zunehmend in schwer zugängliche Bergregionen verdrängt und als Bürger zweiter Klasse behandelt. Zudem werden sie auch vom philippinischen Gesundheitssystem vernachlässigt. In ihren Dörfern leben die Mangyan in für uns archaisch anmutenden, sehr einfachen Verhältnissen meist in einfachen Bambushütten ohne Strom und sauberes Wasser. Aufgrund fehlender Toiletten kommt es zu Problemen mit der Hygiene. Die Analphabetenrate unter den Mangyanen ist hoch.

Ihre Verbindung zur Natur, in und von der sie leben, ist oft recht eng und manches Mal gilt es, den richtigen Weg zwischen unserem Medizin­verständnis und dem der Mangyanen zu finden. Doch mag der äußere Eindruck der Einfachheit oft täuschen. So vermutet wahrscheinlich niemand bei seinem ersten Besuch in einem Mangyan-Dorf, dass dieses Volk eine lange und hochentwickelte literarische Tradition hat.

Die Mangyanen auf Mindoro

Durch die „Rolling Clinic“-Touren kommen unsere German Doctors den Menschen auf Mindoro sehr nahe. Vor allem kümmern sie sich dort um die Ureinwohner der Insel, die Mangyanen. Mangyan ist der Oberbegriff für acht indigene Völker (Alangan, Iraya, Tadyawan, Tau-Buid, Buhid, Hanunuo, Ratagnon und Bangon). Von den sogenannten Lowlanders, den philippinischen Zuwanderern, werden sie zunehmend in schwer zugängliche Bergregionen verdrängt und als Bürger zweiter Klasse behandelt. Zudem werden sie auch vom philippinischen Gesundheitssystem vernachlässigt. In ihren Dörfern leben die Mangyan in für uns archaisch anmutenden, sehr einfachen Verhältnissen meist in einfachen Bambushütten ohne Strom und sauberes Wasser. Aufgrund fehlender Toiletten kommt es zu Problemen mit der Hygiene. Die Analphabetenrate unter den Mangyanen ist hoch.

Ihre Verbindung zur Natur, in und von der sie leben, ist oft recht eng und manches Mal gilt es, den richtigen Weg zwischen unserem Medizin­verständnis und dem der Mangyanen zu finden. Doch mag der äußere Eindruck der Einfachheit oft täuschen. So vermutet wahrscheinlich niemand bei seinem ersten Besuch in einem Mangyan-Dorf, dass dieses Volk eine lange und hochentwickelte literarische Tradition hat.

German Doctors in Mindoro

 

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Jede Spende hilft!

Mit 10 Euro pro Monat kann die ambulante Tuberkulose-Behandlung für einen Erwachsenen bezahlt werden. Die monatlichen Behandlungskosten für ein an Tuberkulose erkranktes Kind betragen 15 Euro. 25 Euro reichen aus, um 8 erkrankten Menschen auf Mindoro einen Arztbesuch zu ermöglichen und sie mit dringend benötigten Medikamenten zu versorgen. Für 50 Euro ermöglichen Sie die medizinische Versorgung mit unserer Rolling Clinic und stellen die Behandlung von 18 Patienten in abgelegenen Gebieten sicher. Mit Hilfe einer Spende von 80 Euro können für 240 kranke Menschen auf Mindoro Medikamente und medizinisches Material zur Verfügung gestellt werden. 100 Euro sind durchschnittlich notwendig, um ein Kind auf Mindoro von seiner Tuberkulose-Erkrankung zu heilen. Mit 200 Euro stellen Sie die ambulante Tuberkulose-Behandlung von 20 Erwachsenen einen Monat lang sicher. Für 340 Euro können wir mit unserer Rolling Clinic 1.000 Patienten in abgelegenen Dörfern ihre dringend benötigten Medikamente bereitstellen. 500 Euro werden benötigt, um 160 Patienten auf Mindoro zahnmedizinisch zu behandeln.

Mit 10 Euro pro Monat kann die ambulante Tuberkulose-Behandlung für einen Erwachsenen bezahlt werden.

Die monatlichen Behandlungskosten für ein an Tuberkulose erkranktes Kind betragen 15 Euro.

25 Euro reichen aus, um 8 erkrankten Menschen auf Mindoro einen Arztbesuch zu ermöglichen und sie mit dringend benötigten Medikamenten zu versorgen.

Für 50 Euro ermöglichen Sie die medizinische Versorgung mit unserer Rolling Clinic und stellen die Behandlung von 18 Patienten in abgelegenen Gebieten sicher.

Mit Hilfe einer Spende von 80 Euro können für 240 kranke Menschen auf Mindoro Medikamente und medizinisches Material zur Verfügung gestellt werden.

100 Euro sind durchschnittlich notwendig, um ein Kind auf Mindoro von seiner Tuberkulose-Erkrankung zu heilen.

Mit 200 Euro stellen Sie die ambulante Tuberkulose-Behandlung von 20 Erwachsenen einen Monat lang sicher.

Für 340 Euro können wir mit unserer Rolling Clinic 1.000 Patienten in abgelegenen Dörfern ihre dringend benötigten Medikamente bereitstellen.

500 Euro werden benötigt, um 160 Patienten auf Mindoro zahnmedizinisch zu behandeln.

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Ursula Karven - Projektpatenschaft German Doctors
© Marcus Layton

Ursula Karven, Projektpatin

Nachhaltig helfen, dauerhaft helfen – darum bin ich Projektpatin der German Doctors. Auf das Mindanao-Projekt bin ich durch meine Freundin Maria Furtwängler aufmerksam geworden, die sich stark für das dortige Malisa Home engagiert; einem Heim für junge Frauen, die bereits im Kindesalter zur Prostitution gezwungen oder Opfer sexueller Übergriffe wurden. Das schwere Schicksal dieser Mädchen berührt mich sehr – umso mehr freut es mich, dass ich jetzt aktiv mithelfen kann.

Unterstützen auch Sie die German Doctors!

Ihre

Signatur

Ursula Karven

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