Teil 3 des Berichts von Einsatzärztin Dr. Christine Beis aus Mindoro
Es waren vier sehr schöne Tage! Vorher hatten wir noch mangels Patienten unsere Rolling Clinic in Kaligtangalgar nicht aus dem Auto gepackt, sondern nur mit dem Allernötigsten am Dorfplatz unsere Patienten untersucht und behandelt. Und morgen geht’s auf Tour Nummer drei. Wir werden zwar genau dieselben Dörfer anfahren wie vor 4 Wochen, aber das ist das spannende: ich werde manche Patienten schon kennen und werde sehen, ob die Behandlung erfolgreich war.

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Teil 1 des Berichts von Einsatzarzt Dr. Christian Fricke aus Nairobi
Eine Begegnung beginnt mit einer Begrüßung. Übermüdet nach Nachtflug und Nachtschichten bin ich erst einmal froh, dass mir beim Zoll nicht Vollkornbrot und Bergkäse gemopst wurden, und noch froher als ich tatsächlich problemlos mit einem breiten Lächeln und der Begrüßung „Jambo!?“ von Ben abgeholt werde. Alles ist so völlig normal, läuft nach Plan, das latent Surreale daran ist nur, dass ich selbst mittendrin bin.

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Teil 2 des Einsatzberichts von Einsatzärztin Dr. Christine Beis aus Mindoro
Aller Müßiggang hat sein Ende, die Stadt hat mich wieder. Calapan, mit 120 000 Einwohnern die Hauptstadt von Oriental Mindoro – nicht schön, nicht hässlich, eine asiatische Stadt eben; kein Moloch wie Manila; noch gemütlich, keine Hochhäuser, dafür mehr oder weniger verkommene Wohnhütten, mit kleinen Gärten mit vielen Hühnern und Hunden. Im Doctors-Haus  haben wir eine Katze. Sie wurde letzte Woche Christine getauft. Bis zu meinem Nachfolger. Halt, den wird es ja hier nicht geben, denn heute Nacht schläft das German Doctors-Team nach 15 Jahren zum letzten mal hier.

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Teil 3 des Berichts von Einsatzarzt Dr. Frieder Metz aus Chittagong
Diese Woche bleibt es ruhig. Viele Familien sind noch nach dem Eid Fest im Urlaub und werden erst nächstes Wochenende zurückkommen. Gar nicht so schlecht, da kann sich Katarina leichter einarbeiten. Meine Taschenuhr war während der Tage an der See stehen geblieben, sodass ich die Batterie gestern ersetzen wollte. Der ganze New Market war aber ebenfalls geschlossen. Da muss ich in den nächsten Tagen nochmals hin.

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Ein Bericht von Einsatzarzt Dr. Rolf-Ferdinand Gehre aus Kalkutta
Kalkutta ist zwar im Vergleich zu bspw. Dhaka eine geradezu ansehnliche Stadt – u.a. mit ihren beeindruckenden Baurelikten aus der britischen Kolonialzeit – aber ein gewisser Prozentsatz seiner Bewohner hat in diesem Bild aus Licht und Schatten nur in letzterem seinen Platz. Und das sind nun mal genau die Patienten, um die sich das hiesige Gesundheitsprojekten von German Doctors kümmert. Die Slums, die wir dafür anfahren liegen entweder am Rand von Kalkutta oder in seiner auf der anderen Flussseite gelegenen Partnerstadt Howrah. Seine Bewohner besitzen sehr wenig – nur von Mängeln, die sich auch auf ihre Gesundheit auswirken, haben sie sehr viel.

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Teil 2 des Berichts von Einsatzarzt Dr. Frieder Metz aus Chittagong
Wieder einmal sind wir mit Father Robert unterwegs. Diesmal geht es nach Sitakund, das liegt gut 15 km nördlich von Chittagong. Ein Baby Taxi bringt uns zusammen mit einem weiteren Mitarbeiter und zwei Säcken Wäsche über den Highway dorthin. Zu Hause wäre sicher ein Mercedes Taxi vorgefahren und wir hätten gesagt, dass sich diesmal das Taxi doch gelohnt hat. Hier geht das auf 2,5 Meter Länge und vielleicht etwas mehr als einen Meter Breite, schon mit einigen Abstrichen am Komfort. Auf der hinteren Bank ist man auf ständiger Tuchfühlung, bekommt nur begrenzt mit, wie man sich gerade im Verkehr bewegt.

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Erster Teil des Berichts von Einsatzärztin Dr. Christine Beis aus Mindoro
Wieder ein furchtbar langweiliger Dienst in der Klinik, also Zeit, sich Gedanken zu machen über die nächsten 2 Monate. Denn in 2 Wochen werde ich aufbrechen: als Einsatzärztin für German Doctors auf eine Insel auf den Philippinen, etwa so groß wie Niederbayern – Mindoro. Ich bin Allgemeinärztin, Mitte 50, familiär und kollegial in der Praxis zuhause in Abensberg abgesichert – so nutze ich die Gelegenheit und will meinen mindestens 40-jährigen Traum umsetzen: arbeiten im Entwicklungsdienst. „Warum ausgerechnet auf die Philippinen?“ hat mich die Redakteurin vom Donaukurier beim Interview heute gefragt. „Weil ich während meiner Studienzeit dort schon Pläne hatte.“

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Ein Bericht von Einsatzärztin Dr. Gudrun Greeff aus Kalkutta
Wie ist es so, wenn man nach (in dem Falle vier) Jahren an den gleichen Ort zurückkommt, man fragt sich, wie es denn so aussehen wird und was es wohl alles Neues geben wird… Dann fährt man mit dem gleichen Auto, dass es bereits vor vier Jahren gab (nur eben mit dem Zahn der vier Jahre behaftet) durch Kalkutta und merkt, dass sich zumindest auf dem Weg nichts verändert hat.Der Dreck ist der gleiche, der Lärm ist der gleiche und eigentlich war schon bei dem Geruch, den die Stadt erfüllt, alles wieder präsent. Unsere Andhul Road, die Straße in der wir leben, ist noch voller als sonst, muss ja auch, die Menschen sind ja um ein Vieles mehr geworden und die 4,5 Millionen Einwohner müssen ja irgendwo sein.

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Teil 1 des Berichts von Einsatzarzt Dr. Frieder Metz aus Chittagong
Da in den letzten Jahren sehr viele neue Intersenten an meinem Tagebuch in den Verteiler gekommen sind, möchte ich kurz über die Anfänge meiner Tagebücher informieren. 2007 war ich das 1. Mal für German Doctors in Kalkutta. Die Telefonverbindung war damals sehr schlecht, ein Gespräch musste ich bei einem kleinen Telefonlädchen anmelden und dann in einem stickig heißen Kabuff führen. Handy ging gar nicht. Um meine Frau und Familie auf dem Laufenden zu halten, begann ich handschriftlich meine Aufzeichnungen zu machen, die ich dann alle 4-6 Tage in einem kleinen „Internet Café“ auf fremder, meist unleserlicher Tastatur als E-Mail auf den Weg schickte. Die technischen Grundbedingungen haben sich erfreulich verbessert.

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Ein Bericht von Einsatzärztin Dr. Anne Muckelbauer aus Luzon
Vor knapp 2 Jahren mussten sich die German Doctors aus Sicherheitsgründen aus ihren Projekten auf Mindanao zurückziehen. Vor einem Jahr war es dann soweit: der Langzeitarzt Dr. Gerhard Steinmaier hat im Norden von Luzon ein neues Projekt der German Doctors gestartet, aufbauend auf dem auf Mindanao begonnenen Konzept, lokale „Health Worker“ auszubilden, welche dann langfristig die Gesundheitssituation in ihren Gemeinden verbessern und stärken, gemäß dem Motto der German Doctors: Hilfe, die bleibt.

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