Ein Bericht von Einsatzarzt Dr. Arndt Dohmen aus Kalkutta
Kalkutta war mein zweiter Einsatz mit German Doctors. Dieses Projekt besteht schon seit 30 Jahren und repräsentiert damit in besonderer Weise die Idee und auch die bewegte Geschichte unserer Organisation. Auf den Vorbereitungsseminaren und auch in mehreren persönlichen Gesprächen hatte ich schon viel gehört und dabei den Eindruck gewonnen, dass Kalkutta ein ganz besonderer Einsatzort ist, wo auch vereinsintern Standards der medizinischen Arbeit entwickelt worden sind, die für andere Projekte Vorbildcharakter haben. Entsprechend groß waren meine Erwartungen, als ich zum ersten Mal in meinem Leben indischen Boden unter den Füßen spürte…
Ein Bericht von Einsatzärztin Dr. Melanie Wruck aus Chittagong
Über eine Fernsehreportage stieß ich eines Tages auf den German Doctors e.V., eine international tätige Nichtregierungsorganisation, die Ärztinnen und Ärzte in Entwicklungsländer entsendet. Bei so viel Elend in der Welt helfen, die medizinische Ausbildung nutzen, um etwas weiterzugeben, fern von der sinnlosen Ökonomisierung des Gesundheitswesens arbeiten, über den Tellerrand blicken, Fremde/s kennenlernen…all das wollte ich auch!
Teil 9 des Einsatzberichts von Dr. Barbara Müllerleile aus Kalkutta
Heute gibt es nur noch einen kurzen Bericht, weil mir die Arbeit langsam zur Routine wird. Heute stand wieder Forshore Road auf dem Programm. Seit der Langzeitarzt wieder aus dem Urlaub zurück ist, stempelt er selbst. Schade, ich hatte schon immer so einen Eindruck was so auf mich zukommt, wenn ich die Leute gestempelt habe. Wahrscheinlich geht es ihm genauso.
Teil 8 des Einsatzberichts von Dr. Barbara Müllerleile aus Kalkutta
Heute war ich in Santoshpur. Diese Ambulanz liegt außerhalb von Kalkutta. Als wir ankamen sahen wir nur wenige Patienten. 10 Kinder, die alle nicht sehr krank aussahen. Insgesamt 64 Patienten. Für Theda und mich ein Kinderspiel. Leider hatte mein erster Patient, 32 Jahre, nicht nur eine offene Tuberkulose, sondern war auch noch HIV positiv.
Teil 6 des Einsatzberichts von Dr. Barbara Müllerleile aus Kalkutta
Heute geht es wieder nach Tikia Para. Dass ist der Ort, den Gott oder wer auch immer total vergessen hat. Die Menschen dort sind die Ärmsten, die ich je gesehen habe und die Ambulanz ist richtig fürchterlich. Als wir kommen, stehen über Hundert Menschen da…
Teil 5 des Einsatzberichts von Dr. Barbara Müllerleile aus Kalkutta
Gestern hatte ich nach meinem Ausflug noch ein wenig Abenteuer. Nachdem ich in Kalkutta angekommen war, ging ich auf Taxisuche, leider fand ich keins. Ich wurde aber von einem jungen Mann angesprochen, der mich für 1900 Rupien nach Howrah fahren wollte. Ich habe auf 700 runtergehandelt, was auch noch ein stolzer Preis ist. Wegen Holi ist halt alles teuer…
Ein Bericht von Einsatzarzt Dr. Hermann Bönisch aus Dhaka
Bis Ende November 2017 habe ich noch als Internist/Kardiologe in der Inneren Abteilung eines kleinen Krankenhauses im Münsterland gearbeitet. Dann wurde ich Rentner. Seit langer Zeit hatte ich geplant, zeitnah nach meinem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben endlich einen Einsatz mit den German Doctors zu absolvieren. Der absolute Kulturschock traf mich, als ich in der 17 Millionen Stadt Dhaka eintraf: Menschen, Chaos, Lärm, Müll, Smog, Staub…
Teil 2 des Einsatzberichts von Dr. Rebecca Wolf aus Chittagong
Meine zweite Woche in Bangladesch begann mit einem sehr stressigen Montag in der Ambulanz. 122 Patienten sahen wir an diesem Tag und wissen nicht genau, wie viele wieder nach Hause geschickt werden mussten, um an einem anderen Tag wieder zu kommen…
Teil 1 des Einsatzberichts von Dr. Rebecca Wolf aus Chittagong
Die Reise beginnt. Bis zum Gate am Flughafen im Oman, welches „Chittagong“ anzeigte, kam es mir noch wie eine gewöhnliche Urlaubsreise vor. Doch spätestens am Gate kam ich mir als einzige weiße Frau etwas fehl am Platze vor. Dass ich hier etwas verloren wirkte, fiel offenbar nicht nur mir auf…


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