Dritter Teil des Berichts von Einsatzarzt Dr. Frithjof Leonhardt aus Kalkutta
Meine Stimmung ist heute nicht besonders gut. Fast das gesamte Team hustet oder ist erkältet. Die Patientenzahlen sind erdrückend hoch. Und vieles von den hier herrschenden Strukturen ist für uns deutsche Ärzte nur schwer zu durchschauen. Macht es überhaupt Sinn, die Armut in der Welt bekämpfen zu wollen?
Als Einsatzärztin in Chittagong: Einsatztagebuch Teil 6
Schon seit einigen Wochen arbeite ich nun in Chittagong. Heute hab ich meinen unfallchirurgischen Tag, scheint es: Ein 25-jähriger Rikschafahrer, der mir seine zwei Stummelfinger entgegenstreckt – man sieht eingetrocknetes Gewebe. Schaut aber nicht so toll aus…
Zweiter Teil des Berichts von Einsatzarzt Dr. Frithjof Leonhardt aus Kalkutta
Indien schleudert mich mit seinen krassen Gegensätzen immer wieder in eine Berg- und Talfahrt der Gefühle. Das hängt auch damit zusammen, dass wir heute in der Ambulanz von Tikia Para arbeiten. Im Zentrum von Howrah, inmitten eines ständigen Verkehrschaos‘, liegt dieser Standort zwischen zwei großen, meist muslimischen Slums in der Nähe des Hauptbahnhofes. Eine marode und wirklich verkommene Örtlichkeit…
Als Ärztin in Chittagong: Einsatztagebuch Teil 5
Eine junge Erstgebärende klagt bei der Erstvorstellung bei mir über die Sectio, ein Grund weshalb eine Krankenhausbehandlung hier häufig abgelehnt wird. Deswegen wird natürlich nachgefragt, die Geburt liegt ja nur 17 Tage zurück. Ich bin etwas besorgt über das Verhalten der Patientin und bestehe auf eine Untersuchung. Vielleicht ist die Wunde ja total versaut und sie schämt sich?
Ein Bericht von Einsatzarzt Dr. Frithjof Leonhardt aus Kalkutta
Heute geht es mit der Bahn von Kalkutta in das fünf Bahnstationen weiter nördlich gelegene Chengail, ein in satter, grüner indischer Landschaft gelegenes Dorf – noch relativ sauber für indische Verhältnisse –, wo die German Doctors an einem kleinen baumbestandenen Platz mit Gandhi-Statue und Waschplatz zweimal wöchentlich eine Ambulanz aufbauen.
Als Ärztin in Chittagong: Einsatztagebuch Teil 4
Ironischerweise hatten wir uns gerade am Vorabend die Frage gestellt, wozu man hier eigentlich den Notfallkoffer braucht. Nichts ahnend habe ich heute meine Sprechstunde beendet und etwas irritiert den Übersetzer meines Kollegen vorbeiflitzen sehen. Er murmelte ertwas von ‚oxygen’…
Ein Bericht von Einsatzarzt Dr. Rolf-Ferdinand Gehre aus Dhaka
Zwischen dem Verkehr in deutschen Großstädten und dem in Dhaka bestehen doch, wie ich in mehreren Stau-Steh-Stunden recht gründlich feststellen konnte, gewisse Unterschiede. Nicht nur, dass hier zwar mehrheitlich, aber keineswegs ausschließlich links gefahren wird – vor allem ist es das, was sich an Fahrzeugen (plus Fußgängern plus Hunden plus Ziegen) auf den Straßen tummelt, was den großen Unterschied ausmacht. Beginnen möchte ich meinen Bangladesch-Reisebericht mit einem kleinen Überblick über die „Verkehrslage“ des Landes…
Wir geben unseren Patienten eine Stimme: Eine Patientengeschichte aus den Slums von Kalkutta
Ich heiße Gitta und bin 24 Jahre alt. Meine Familie und ich leben auf der Straße in Kalkutta. Wir haben schon seit drei Jahren kein festes Dach mehr über dem Kopf.
Ein Bericht von Einsatzarzt Dr. Hartmut Göpfert aus Kalkutta
Nach meinem sechswöchigen Hilfseinsatz für die German Doctors bin ich für einige Tage mit einem Nachtzug an die See gefahren. Es kam mir entgegen, dass der Bahnhof Shalimar in Howrah überschaubar ist; ich traf eine Stunde vor der Abfahrt ein und hat es längere Zeit gedauert, den richtigen Zug zu finden.
Ein Bericht von Einsatzärztin Dr. Helga Lenschow aus Mindanao
Ich bin nun zum zweiten Mal auf Mindanao und diesmal zunächst in Valencia für zwei Wochen im Hospital der German Doctors eingesetzt und gehe anschließend mit der Rolling Clinic – einem Mobile Hospital – auf Tour. Darauf freue ich mich besonders!


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