Was bedeutet Women Empowerment?
Beim Women Empowerment – oder auch Female Empowerment – geht es vor allem darum, Frauen und Mädchen im sozialen und wirtschaftlichen Bereich zu stärken. Sie sollen dazu ermächtigt werden, ein eigenständiges und vor allem selbstbestimmtes Leben zu führen.
Alle Bemühungen zielen darauf ab, Frauen und Mädchen in die Position zu versetzen, Macht und Kontrolle über ihr eigenes Leben zu gewinnen. Dazu gehört, ihr Selbstvertrauen zu stärken, ihnen Mut zu machen, ihre eigenen Interessen zu vertreten, für sich einzustehen, eigene Entscheidungen zu treffen und bei Bedarf Hilfe zu suchen. Gleichzeitig bedeutet Female Empowerment auch vorhandene Hürden (z. B. gesellschaftlich oder politisch) zu überwinden und Geschlechterrollen aufzulösen – damit sich dauerhaft etwas ändert.
Women Empowerment weltweit – auch in unseren Projekten
In unseren Projektregionen erleben wir die Benachteiligung von Frauen und Mädchen oft hautnah mit: Sie leiden häufiger unter Armut, haben keinen Zugang zu Gesundheit und Bildung und werden in vielen Ländern immer noch genital verstümmelt. Genau hier ist unsere Arbeit deshalb so wichtig.
Warum Frauen und Mädchen überall auf der Welt – auch in Ländern des Globalen Südens - gestärkt werden müssen
Weil alle zwei Minuten eine schwangere Frau stirbt, weil sie keinen Zugang zu medizinischer Versorgung hat
Einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge sterben rund 700 Frauen und Mädchen jeden Tag infolge ihrer Schwangerschaft. Die meisten Fälle ereignen sich in Subsahara-Afrika oder Südasien, weil die werdenden Mütter ihr Kind alleine zur Welt bringen müssen, weil sie keine Vorsorge- und Nachsorgeuntersuchungen erhalten oder weil das nächste Krankenhaus bei schweren Komplikationen zu weit entfernt ist.
Die meisten Fälle wären vermeidbar, wenn die Frauen ihr Kind unter ärztlicher Aufsicht zur Welt bringen könnten.
Die 22-jährige Kadiatu Musa ist besorgt: Dies ist ihre vierte Schwangerschaft. Drei Kinder hat sie bereits tot auf die Welt gebracht.
Als sie zum vierten Mal schwanger ist, erfährt sie über eine Aufklärungskampagne von den kostenlosen Behandlungen der German Doctors in der Nähe ihres Dorfes. Nach den traurigen Erfahrungen der drei vorangegangenen Schwangerschaften haben sich Kadiatu und ihr Mann Lohai daher auf den Weg gemacht, um sich erstmals ärztlichen Rat für die Geburt ihres ungeborenen Kindes einzuholen. Zuvor war das für sie wegen der großen Entfernung zum nächsten Krankenhaus nicht möglich.
Weil jedes Jahr über 230 Millionen Frauen und Mädchen Opfer von weiblicher Genitalverstümmelung werden
Obwohl es in vielen Ländern große Fortschritte im Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung gibt, sind die Zahlen immer noch erschreckend hoch.
Betroffen sind vor allem junge Mädchen zwischen dem Säuglingsalter und dem 15. Lebensjahr. Die Gründe dafür sind vielfältig. In vielen Fällen ist Armut ein wesentlicher Faktor dafür, dass die Mädchen bereits im Alter von 12 oder 13 Jahren mit der Tradition der Genitalverstümmelung in die Erwachsenenwelt eingeführt werden und damit als heiratsfähig gelten. Es folgen häufig der Schulabbruch, eine frühe Ehe und Schwangerschaft.
„Ich will nur Anwältin werden, sonst nichts.“
Mariame Bakarr
Schülerin
Mariame Bakarr ist Teil des sierra-leonischen Projekts „My Body My Right“ – ein Projekt der German Doctors, bei dem es um die Bekämpfung weiblicher Genitalverstümmelung geht. Durch das Projekt kann sie weiter zur Schule gehen. Ohne das Projekt wäre ihr dieser Weg verschlossen geblieben, denn der Familie fehlten die finanziellen Mittel.
Weil fehlender Zugang zu Menstruationshygieneprodukten und Stigmatisierung Frauen und Mädchen in Gesundheit und Bildung einschränken
Für viele Frauen und Mädchen ist der Zugang zu Menstruationsprodukten aufgrund finanzieller Hürden beschränkt. Eine zusätzliche Belastung entsteht durch Stigmatisierung und Ausgrenzung während der Menstruation durch männliche Familien- bzw. Gemeindemitglieder. Während ihrer Menstruation haben viele Mädchen oft keine Möglichkeit zur Teilnahme am Schulunterricht, da ihnen der Zugang zu Menstruationsprodukten, hygienischen Toiletten und sauberem Wasser fehlt. In Sierra Leone gaben 73 % der befragten Mädchen und jungen Frauen an, den Schulunterricht während ihrer Periode häufig zu versäumen, da die Sanitäranlagen – sofern vorhanden – keinen hygienischen und würdevollen Umgang mit der Menstruation ermöglichen. Auch die Stigmatisierung der Menstruation und die damit verbundene Scham halten sie davon ab, die Schule während dieser Zeit zu besuchen. Dies hat eine hohe Schulabbruchsquote bei Mädchen und jungen Frauen in vielen unserer Projektregionen zur Folge.
An 50 Schulen in Bangladesch werden Menstruationshygiene-Produkte bereitgestellt und die Entsorgung der Hygieneartikel sichergestellt
In Kooperation mit der lokalen Partnerorganisation DASCOH setzt German Doctors e.V. ein Projekt zur Menstruationshygiene an 50 Schulen in Bangladesch um. Das Projekt zielt darauf ab, ein System zur Bereitstellung und Entsorgung von Menstruationshygieneartikeln einzuführen, um den Schülerinnen den Zugang zu Menstruationshygiene zu gewährleisten.
Ein Fonds für Hygieneprodukte stellt sicher, dass Mädchen in Schulen kontinuierlich Menstruationshygieneprodukte wie Tampons oder Binden zur Verfügung haben. Die Produkte werden zu einem vergünstigten Preis erworben und zu diesem Preis an die Mädchen weiterverkauft. Wenn die Mädchen die Produkte nutzen, zahlen sie die Kosten in den Fonds zurück. Die Schule ergänzt den Bestand und bietet die Produkte weiterhin zu einem erschwinglichen Preis an.
Frauen und Mädchen tragen die Hauptlast der Wasserknappheit
Laut WHO sind in 7 von 10 Haushalten ohne Wasseranschluss Frauen und Mädchen für das Wasserholen zuständig. Sie müssen lange, teils gefährliche Wege auf sich nehmen, um Wasser für die Familie zu holen. In dieser Zeit können sie weder die Schule besuchen noch eigenes Geld verdienen. Mehr zum Wassermangel
Weil fast die Hälfte aller Frauen nicht selbstbestimmt über ihren Körper entscheiden kann
Laut Weltbevölkerungsbericht können 44 Prozent aller Frauen weltweit nicht selbstbestimmt über ihren Körper und ihre Familienplanung entscheiden. Jede vierte Frau kann dem Bericht nach nicht frei darüber entscheiden, ob sie Sex mit ihrem Partner möchte. Jede zehnte Frau hat zudem keine Entscheidungsfreiheit bei der Verhütung.
Hinter dieser eingeschränkten Selbstbestimmtheit stehen oft bestimmte Geschlechterbilder oder Aberglaube, die von den Regierungen, religiösen Institutionen und Privatpersonen aufrechterhalten werden.
Weil es zu viele (ungewollte) Teenagerschwangerschaften gibt
Laut WHO werden jedes Jahr rund 21 Millionen Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren in Ländern des Globalen Südens schwanger. Rund 12 Millionen von ihnen bekommen ein Kind.
Besonders viele Teenagerschwangerschaften gibt es in Zentralafrika (117 Neugeborenen je 1.000 Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren) und Ostafrika (93 Neugeborene je 1.000 Mädchen). Im Vergleich dazu sind es in Westeuropa gerade einmal 4 Neugeborene je 1.000 junge Frauen. So die Daten von Statista.
Diese frühen Schwangerschaften haben ein hohes gesundheitliches Risiko für die werdenden Mütter: Je jünger sie sind, desto größer ist die Gefahr, dass gesundheitliche Probleme durch die Schwangerschaft auftreten. Die Körper der jungen Mädchen sind noch nicht auf eine Schwangerschaft und die damit einhergehende Belastung ausgelegt. Dadurch kommt es häufiger zu Komplikationen in der Schwangerschaft oder während der Geburt. Viele davon bleiben unbehandelt, weil das Geld für eine ärztliche Behandlung fehlt oder der Weg zur nächsten Einrichtung zu weit entfernt ist.
Außerdem haben die frühen Schwangerschaften oft soziale Folgen für die Mädchen: Denn sie können oft nicht mehr zur Schule gehen. Und das bedeutet: Sie verlieren ihre Chance auf Bildung, den Zugang zum Arbeitsmarkt und damit langfristig die Chance auf ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben.
In vielen Fällen erleben wir auch, dass die Mädchen von der Gesellschaft und sogar von ihren Familien ausgeschlossen werden.
Von der eigenen Familie ausgegrenzt, weil sie schwanger ist
Blessing lebt zusammen mit ihrer Familie in Kenia in sehr einfachen Verhältnissen auf dem Land. Sie ist 19 Jahre alt, die fünftälteste von neun Geschwistern und das erste Familienmitglied, das eine weiterführende Schule besucht hat. Ihre Eltern haben deshalb große Hoffnung in sie gesetzt.
2021 passiert dann die Katastrophe: Blessing wird mit 16 Jahren nach einer kurzen Beziehung zu einem Mann schwanger. Als sie die Schwangerschaft feststellt, nimmt sie all ihren Mut zusammen und erzählt es ihrer Mutter. Und die jagt sie aus dem Haus.
Blessings Geschichte ist kein Einzelfall in Kenia, der Prozentsatz an Teenagerschwangerschaften – vor allem in armen Gegenden – ist sehr hoch.
Prävention von Teenagerschwangerschaften
Mit dem lokalen Partner Medical Action Group (MAG) starteten die German Doctors im Frühjahr 2025 auf der Insel Samar ein neues, ganzheitliches Projekt, das sich mit Aufklärungsaktivitäten an Mädchen und Jungen wendet. Langfristig soll so die Zahl der Teenagerschwangerschaften reduziert werden.
Weil jede dritte Frau Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt wird
Laut WHO wird fast jede dritte Frau – das sind 736 Millionen Frauen – einmal in ihrem Leben Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt, oft von ihrem Intimpartner. Das ergab der WHO-Bericht zur Gewalt gegen Frauen.
Diese Gewalt hat negative Folgen für die körperliche, geistige, sexuelle und reproduktive Gesundheit von Frauen und Mädchen – und erhöht in manchen Fällen auch das Risiko einer HIV-Infektion.
Weil vielen der Zugang zu Bildung und damit die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben fehlt
Laut BMZ werden 130 Millionen Mädchen das Recht auf Bildung verwehrt – und das, obwohl Bildung ein Menschenrecht und die Voraussetzung für einen Weg aus der Armut ist. Denn wenn die Mädchen die Schule besuchen, haben sie bessere Chancen auf ein eigenes Einkommen, sie haben die Chance, sich selbst zu versorgen, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu verbessern. Ohne Bildung ist der Weg aus der Armut meist aussichtslos.
Junge Mütter stärken
Mit 44 Euro unterstützen Sie eine junge Frau, Wissen und Mut zu gewinnen, um selbstbestimmt für ihre Gesundheit und ihre Familie zu sorgen.
Die German Doctors im Einsatz für Frauen und Mädchen
Frauen und Mädchen schützen
Seit 2020 unterstützen wir das Makeni Schutzhaus unseres lokalen Partners „Commit & Act Foundation Sierra Leone“ in Sierra Leone. Mädchen, die sexuelle Gewalt und Missbrauch erlitten haben, finden hier temporär ein neues Zuhause. Sie werden psychisch und medizinisch betreut und bekommen Rechtsbeistand durch Sozialarbeiterinnen und -arbeiter. Alle Fälle werden zudem zur Anzeige gebracht. Und fast immer kommt es zu einer Verurteilung der Täter - was zu einem nachhaltigen Effekt beiträgt.
Schulungen, Trainings und einkommensschaffende Aktivitäten der Eltern ergänzen das Projekt.
Schulbildung stärken
Wir sorgen dafür, dass die Mädchen vor Ort weiter zur Schule gehen können. Dazu klären wir Familien und Gemeinden auf und unterstützen, wenn nötig auch einkommensschaffende Aktivitäten der Eltern. Denn die Armut ist in den meisten Fällen der Grund, warum die Mädchen schon sehr früh Aufgaben im Haushalt, in der Versorgung der jüngeren Geschwister übernehmen oder früh verheiratet werden und eine eigene Familie gründen und - somit früh die Schule verlassen.
Frauen zu Gesundheitskräften ausbilden
Wir leisten nicht nur akute medizinische Hilfe, sondern sorgen dafür, dass die Hilfe dauerhaft bleibt. Dazu bilden wir vor Ort Gesundheitspersonal aus. Damit stärken wir die Rolle der Frau und geben ihnen eine Möglichkeit, ein eigenes Einkommen zu verdienen.
In unserem Projekt auf Luzon (Philippinen) haben wir zum Beispiel mehr als 325 Frauen als Health Worker ausgebildet, die nun die basismedizinische Versorgung vor Ort selbstständig übernehmen.
Vor Ort aufklären
Damit Frauen und Mädchen für ihre Rechte einstehen und für ihre Gesundheit sorgen können, klären wir sie zu gesundheitlichen Themen, zur Familienplanung, Verhütung und sexuell übertragbaren Krankheiten auf.
Genauso wichtig ist es dabei, das Bewusstsein innerhalb der Gesellschaft zu verändern. Dazu leisten wir auch öffentliche Aufklärungsarbeit, zum Beispiel mit Radiosendungen in Gemeinden, um die Probleme im Zusammenhang sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt zu bekämpfen .
Eine besondere Rolle bei den Aufklärungsmaßnahmen spielen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, sogenannte Peer Educators. Im Rahmen des TEACH-Projektes auf der philippinischen Insel Samar werden Mädchen und Jungen von ausgebildeten Trainerinnen und Trainern zu verschiedenen Themen der Sexualaufklärung geschult, mit einem besonderen Fokus auf Familienplanung und Verhütung. Die 100 neu ausgebildeten Peer Educators geben ihre erworbenen Kenntnisse im Anschluss in ihren Gemeinden und Schulen weiter, um ein Bewusstsein für sexuelle Gesundheit und Prävention zu schaffen.
Lobbyarbeit leisten
Viele Projekte werden durch Lobbyarbeit ergänzt, um die Frauen und Mädchen zu stärken und zu befähigen, ihre Interessen und Anliegen selbst gegenüber den Verantwortlichen in den Gemeinden, im häuslichen Umfeld, aber auch auf politischer Ebene zu vertreten. Hier arbeiten wir mit erfahrenen, lokalen Partnerorganisationen zusammen, die die Projekte vor Ort umsetzen.
Weibliche Genitalverstümmelung bekämpfen
In Sierra Leone bekämpfen wir seit 2020 gemeinsam mit unserer Partnerorganisation „Commit & Act Foundation Sierra Leone“ mit dem Projekt „My Body My Right“ die weibliche Genitalverstümmelung. Unsere Arbeit umfasst:
- Psychosoziale Unterstützung für Mädchen und deren Eltern, die sich gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) entschieden haben
- Aufklärungsveranstaltungen vor Ort
- Advocacy- und Lobbyarbeit auf nationaler Ebene
- Unterstützung der Eltern, damit die Mädchen zur Schule gehen können
- Alternative Einkommensmöglichkeiten für „Beschneiderinnen“ bieten
- Monetäre Unterstützung der Familien zum Aufbau eines Kleingewerbes
Das Ergebnis: Immer mehr Mädchen nehmen am Projekt teil. Sie werden zu Vorbildern und ermutigen andere Mädchen, den gleichen Weg zu gehen. Auch immer mehr sogenannte „Beschneiderinnen“ schwören die Tradition ab.
Müttersterblichkeit senken
Damit werdende Mütter ihre Babys sicher zur Welt bringen können, sind wir vor Ort im Einsatz:
Schwangerschaften sicher begleiten
Damit eine Schwangerschaft weder für die werdende Mutter noch für das ungeborene Kind zu einer Gefahr wird, bieten wir den Frauen in unseren Projektregionen eine medizinische Begleitung während einer Schwangerschaft und Geburt an. Mit mobilen Ultraschallgeräten können wir frühzeitig Komplikationen erkennen und dafür sorgen, dass die werdenden Mütter ihre Kinder gesund und munter zur Welt bringen können.
Gesundheitspersonal schulen
Damit die Geburten dauerhaft sicher sind, schulen wir die lokalen Gesundheitskräfte – vor allem in der Schwangerschaftsdiagnostik: Sie lernen beispielweise, wie sie mit den mobilen Ultraschallgeräten umgehen können. Die lokalen Gesundheitskräfte übernehmen essenzielle Aufgaben in der Gesundheitsversorgung der Menschen und sichern somit die medizinische Versorgung von Schwangeren in unseren Projektländern dauerhaft.
Geburtsstationen errichten und ausstatten
German Doctors engagiert sich auch für die Einrichtung von Gesundheitsstationen oder auch Geburtskliniken, zum Beispiel in Kenia und Uganda. Denn oft fehlen gesundheitliche Einrichtungen. Wir sorgen dafür, dass der nötige Raum und das nötige Equipment da sind.
Beraten und aufklären
Wir ermutigen schwangere Frauen, ihr Kind unter medizinischer Aufsicht im Krankenhaus zur Welt zu bringen. Um möglichst viele Frauen mit unserem kostenlosen Angebot zu erreichen, organisieren wir gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen Aufklärungskampagnen – und das mit Erfolg.
Kadiatu ist nach vier Schwangerschaften endlich Mutter, weil sie zur richtigen Zeit vom Einsatz der German Doctors erfahren hat
Kadiatu Musa musste selbst schmerzlich erleben, was eine fehlende Schwangerschaftsbegleitung bedeuten kann: Die junge Mutter hat bereits drei Kinder tot auf die Welt gebracht. Als sie zum vierten Mal schwanger ist, erfährt sie über eine Aufklärungskampagne, dass die German Doctors an einem festen Tag alle drei Wochen in das Gesundheitszentrum in der Nähe ihres Dorfes kommen, um dort kostenlos Patientinnen und Patienten zu behandeln.
Bei ihrer ersten Untersuchung wird klar: Das Kind kommt bereits in wenigen Wochen zur Welt. Durch die vorherigen drei Totgeburten wird das wahrscheinlich nicht auf natürlichem Wege möglich sein.
Doch dank der medizinischen Begleitung konnte Kadiatu nach drei Totgeburten einen gesunden Jungen zur Welt bringen.
Häufig gestellte Fragen zum Women Empowerment
Wie hängen Female Empowerment und Frauengesundheit zusammen?
Frauengesundheit und Female Empowerment sind wechselseitig voneinander abhängig. Ohne Gesundheit kein Empowerment – und ohne Empowerment keine nachhaltige Frauen- und Mädchengesundheit. Durch Empowerment-Maßnahmen werden Frauen ermutigt, sich über ihre Gesundheit zu informieren, Gesundheitsdienste zu nutzen und Entscheidungen über die Familienplanung selbstbestimmt zu treffen.
Genau deshalb ist Female Empowerment ein fester Bestandteil unserer Mädchen- und Frauenprojekte.
Warum ist Women Empowerment so wichtig?
Frauen und Mädchen zählen weiterhin zu den besonders vulnerablen Gruppen in vielen Gesellschaften. Strukturelle Benachteiligung in allen Lebensbereichen wirken sich negativ auf ihre Gesundheit aus. Häufig ist ihre Ernährungssituation schlechter, der Zugang zu Gesundheitsleistungen und Bildung wird ihnen erschwert, und sie leiden unter geschlechtsspezifischer Gewalt bis hin zu Missbrauch und Vergewaltigung.
Wie kann ich Women Empowerment unterstützen?
Mit einer Spende sorgen Sie dafür, dass wir die Projekte zur Stärkung von Frauen und Mädchen weiterhin finanzieren können.