Ärzte helfen weltweit
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Ein lächelndes Mädchen in Schuluniform schreibt in einem Notizbuch.
© Maurice Ressel
Ein lächelndes Mädchen in Schuluniform schreibt in einem Notizbuch.

Women Empowerment: Frauen und Mädchen stärken

In vielen unserer Projekt­regionen geht unsere Arbeit weit über die medi­zinische Ver­sorgung von Frauen und Mädchen hinaus. Um langfristig etwas zu verändern, setzen wir uns gemeinsam mit unseren Partner­organisationen aktiv für die Stärkung von Frauen- und Mädchen­rechten ein.

Zwei Mädchen lächeln freundlich in die Kamera
© Maurice Ressel

Was bedeutet Women Empower­ment?

Beim Women Empowerment – oder auch Female Empowerment – geht es vor allem darum, Frauen und Mädchen im sozialen und wirtschaftlichen Bereich zu stärken. Sie sollen dazu ermächtigt werden, ein eigen­ständiges und vor allem selbst­bestimmtes Leben zu führen.

Alle Bemühungen zielen darauf ab, Frauen und Mädchen in die Position zu ver­setzen, Macht und Kontrolle über ihr eigenes Leben zu gewinnen. Dazu gehört, ihr Selbst­vertrauen zu stärken, ihnen Mut zu machen, ihre eigenen Interessen zu vertreten, für sich einzustehen, eigene Entscheidungen zu treffen und bei Bedarf Hilfe zu suchen. Gleich­zeitig bedeutet Female Empowerment auch vor­handene Hürden (z. B. gesellschaftlich oder politisch) zu überwinden und Geschlechterrollen auf­zu­lösen – da­mit sich dauer­haft etwas ändert.

Women Empowerment weltweit – auch in unseren Projekten

In unseren Projektregionen erleben wir die Benachteiligung von Frauen und Mädchen oft hautnah mit: Sie leiden häufiger unter Armut, haben keinen Zugang zu Gesundheit und Bildung und werden in vielen Ländern immer noch genital verstümmelt. Genau hier ist unsere Arbeit deshalb so wichtig.

Warum Frauen und Mädchen überall auf der Welt – auch in Ländern des Globalen Südens - gestärkt werden müssen

 

Weil alle zwei Minuten eine schwangere Frau stirbt, weil sie keinen Zugang zu medizinischer Versorgung hat

Einem Bericht der Welt­gesundheitsorganisation (WHO) zu­folge sterben rund 700 Frauen und Mädchen jeden Tag infolge ihrer Schwanger­schaft. Die meisten Fälle ereignen sich in Sub­sahara-Afrika oder Süd­asien, weil die werdenden Mütter ihr Kind alleine zur Welt bringen müssen, weil sie keine Vor­sorge- und Nach­sorgeuntersuchungen erhalten oder weil das nächste Kranken­haus bei schweren Komplikationen zu weit entfernt ist.

Die meisten Fälle wären vermeidbar, wenn die Frauen ihr Kind unter ärztlicher Auf­sicht zur Welt bringen könnten.

© Saidu Bah/Fairpicture

Die 22-jährige Kadiatu Musa ist be­sorgt: Dies ist ihre vierte Schwanger­schaft. Drei Kinder hat sie bereits tot auf die Welt ge­bracht.

Als sie zum vierten Mal schwanger ist, erfährt sie über eine Auf­klärungs­kampagne von den kosten­losen Be­handlungen der German Doctors in der Nähe ihres Dorfes. Nach den traurigen Erfahrungen der drei voran­gegangenen Schwanger­schaften haben sich Kadiatu und ihr Mann Lohai daher auf den Weg ge­macht, um sich erstmals ärztlichen Rat für die Geburt ihres un­geborenen Kindes ein­zu­holen. Zuvor war das für sie wegen der großen Entfernung zum nächsten Kranken­haus nicht möglich.

Weil jedes Jahr über 230 Millionen Frauen und Mädchen Opfer von weiblicher Genital­verstümmelung werden

Obwohl es in vielen Ländern große Fort­schritte im Kampf gegen die weibliche Genital­verstümmelung gibt, sind die Zahlen immer noch erschreckend hoch.

Betroffen sind vor allem junge Mädchen zwischen dem Säugling­s­alter und dem 15. Lebens­jahr. Die Gründe dafür sind vielfältig. In vielen Fällen ist Armut ein wesentlicher Faktor dafür, dass die Mädchen bereits im Alter von 12 oder 13 Jahren mit der Tradition der Genital­verstümmelung in die Erwachsenen­welt ein­geführt werden und damit als heiratsfähig gelten. Es folgen häufig der Schul­abbruch, eine frühe Ehe und Schwanger­schaft.

 

Mariame Bakarr

„Ich will nur Anwältin werden, sonst nichts.“

Mariame Bakarr
Schülerin

Mariame Bakarr ist Teil des sierra-leonischen Projekts „My Body My Right“ – ein Projekt der German Doctors, bei dem es um die Bekämpfung weiblicher Genitalverstümmelung geht. Durch das Projekt kann sie weiter zur Schule gehen. Ohne das Projekt wäre ihr dieser Weg verschlossen geblieben, denn der Familie fehlten die finanziellen Mittel.

Weil fehlender Zu­gang zu Menstruations­hygiene­produkten und Stigmatisierung Frauen und Mädchen in Gesund­heit und Bildung ein­schränken

Für viele Frauen und Mädchen ist der Zu­gang zu Menstruations­produkten auf­grund finanzieller Hürden beschränkt. Eine zu­sätzliche Belastung entsteht durch Stigmatisierung und Aus­grenzung während der Menstruation durch männliche Familien- bzw. Gemeinde­mitglieder. Während ihrer Menstruation haben viele Mädchen oft keine Möglichkeit zur Teil­nahme am Schul­unterricht, da ihnen der Zu­gang zu Menstruations­produkten, hygienischen Toiletten und sauberem Wasser fehlt. In Sierra Leone gaben 73 % der be­fragten Mädchen und jungen Frauen an, den Schul­unterricht während ihrer Periode häufig zu ver­säumen, da die Sanitär­anlagen – sofern vor­handen – keinen hygienischen und würde­vollen Um­gang mit der Menstruation er­möglichen. Auch die Stigmatisierung der Menstruation und die da­mit verbundene Scham halten sie davon ab, die Schule während dieser Zeit zu besuchen. Dies hat eine hohe Schul­ab­bruchsquote bei Mädchen und jungen Frauen in vielen unserer Projekt­regionen zur Folge.

An 50 Schulen in Bangladesch werden Menstruations­hygiene-Produkte bereitgestellt und die Entsorgung der Hygiene­artikel sicher­ge­stellt

In Kooperation mit der lokalen Partner­organisation DASCOH setzt German Doctors e.V. ein Projekt zur Menstruations­hygiene an 50 Schulen in Bangladesch um. Das Projekt zielt darauf ab, ein System zur Bereit­stellung und Entsorgung von Menstruations­hygiene­artikeln einzuführen, um den Schülerinnen den Zu­gang zu Menstruations­hygiene zu gewährleisten.

Ein Fonds für Hygiene­produkte stellt sicher, dass Mädchen in Schulen kontinuierlich Menstruations­hygiene­produkte wie Tampons oder Binden zur Ver­fügung haben. Die Produkte werden zu einem ver­günstigten Preis erworben und zu diesem Preis an die Mädchen weiter­verkauft. Wenn die Mädchen die Produkte nutzen, zahlen sie die Kosten in den Fonds zurück. Die Schule ergänzt den Bestand und bietet die Produkte weiter­hin zu einem erschwinglichen Preis an.

Frauen in Indien beim Wasserholen auf einem schmalen Pfad
Frauen in den Sundarbans auf dem Weg zum Tiefrohrbrunnen © ASHA

Frauen und Mädchen tragen die Hauptlast der Wasserknappheit

Laut WHO sind in 7 von 10 Haushalten ohne Wasseranschluss Frauen und Mädchen für das Wasserholen zuständig. Sie müssen lange, teils gefährliche Wege auf sich nehmen, um Wasser für die Familie zu holen. In dieser Zeit können sie weder die Schule besuchen noch eigenes Geld verdienen. Mehr zum Wassermangel

Weil fast die Hälfte aller Frauen nicht selbst­bestimmt über ihren Körper entscheiden kann

Laut Weltbevölkerungsbericht können 44 Prozent aller Frauen weltweit nicht selbstbestimmt über ihren Körper und ihre Familienplanung entscheiden. Jede vierte Frau kann dem Bericht nach nicht frei darüber entscheiden, ob sie Sex mit ihrem Partner möchte. Jede zehnte Frau hat zudem keine Entscheidungsfreiheit bei der Verhütung.

Hinter dieser eingeschränkten Selbstbestimmtheit stehen oft bestimmte Geschlechterbilder oder Aberglaube, die von den Regierungen, religiösen Institutionen und Privatpersonen aufrechterhalten werden.

Weil es zu viele (ungewollte) Teenagerschwangerschaften gibt

Laut WHO werden jedes Jahr rund 21 Millionen Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren in Ländern des Globalen Südens schwanger. Rund 12 Millionen von ihnen bekommen ein Kind.

Besonders viele Teenagerschwangerschaften gibt es in Zentralafrika (117 Neugeborenen je 1.000 Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren) und Ostafrika (93 Neugeborene je 1.000 Mädchen). Im Vergleich dazu sind es in Westeuropa gerade einmal 4 Neugeborene je 1.000 junge Frauen. So die Daten von Statista.

Diese frühen Schwangerschaften haben ein hohes gesund­heit­liches Risiko für die werdenden Mütter: Je jünger sie sind, desto größer ist die Gefahr, dass gesund­heit­liche Probleme durch die Schwanger­schaft auftreten. Die Körper der jungen Mädchen sind noch nicht auf eine Schwanger­schaft und die damit einher­gehende Belastung ausge­legt. Dadurch kommt es häufiger zu Kompli­kationen in der Schwanger­schaft oder während der Geburt. Viele davon bleiben unbehandelt, weil das Geld für eine ärztliche Behandlung fehlt oder der Weg zur nächsten Einrichtung zu weit entfernt ist.

Außerdem haben die frühen Schwangerschaften oft soziale Folgen für die Mädchen: Denn sie können oft nicht mehr zur Schule gehen. Und das bedeutet: Sie verlieren ihre Chance auf Bildung, den Zugang zum Arbeitsmarkt und damit langfristig die Chance auf ein eigen­ständiges, selbst­bestimmtes Leben.

In vielen Fällen erleben wir auch, dass die Mädchen von der Gesellschaft und sogar von ihren Familien ausgeschlossen werden.

 

© Chantal Neumann

Von der eigenen Familie ausgegrenzt, weil sie schwanger ist

Blessing lebt zusammen mit ihrer Familie in Kenia in sehr einfachen Verhältnissen auf dem Land. Sie ist 19 Jahre alt, die fünftälteste von neun Geschwistern und das erste Familienmitglied, das eine weiterführende Schule besucht hat. Ihre Eltern haben deshalb große Hoffnung in sie gesetzt.

2021 passiert dann die Katastrophe: Blessing wird mit 16 Jahren nach einer kurzen Beziehung zu einem Mann schwanger. Als sie die Schwangerschaft feststellt, nimmt sie all ihren Mut zusammen und erzählt es ihrer Mutter. Und die jagt sie aus dem Haus.

Blessings Geschichte ist kein Einzelfall in Kenia, der Prozentsatz an Teenagerschwangerschaften – vor allem in armen Gegenden – ist sehr hoch.

Prävention von Teenagerschwangerschaften

Mit dem lokalen Partner Medical Action Group (MAG) starteten die German Doctors im Frühjahr 2025 auf der Insel Samar ein neues, ganzheitliches Projekt, das sich mit Aufklärungsaktivitäten an Mädchen und Jungen wendet. Langfristig soll so die Zahl der Teenagerschwangerschaften reduziert werden.

 

Weil jede dritte Frau Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt wird

Laut WHO wird fast jede dritte Frau – das sind 736 Millionen Frauen – einmal in ihrem Leben Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt, oft von ihrem Intimpartner. Das ergab der WHO-Bericht zur Gewalt gegen Frauen.

Diese Gewalt hat negative Folgen für die körperliche, geistige, sexuelle und reproduktive Gesundheit von Frauen und Mädchen – und erhöht in manchen Fällen auch das Risiko einer HIV-Infektion.

Weil vielen der Zugang zu Bildung und damit die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben fehlt

Laut BMZ werden 130 Millionen Mädchen das Recht auf Bildung verwehrt – und das, obwohl Bildung ein Menschenrecht und die Voraussetzung für einen Weg aus der Armut ist. Denn wenn die Mädchen die Schule besuchen, haben sie bessere Chancen auf ein eigenes Einkommen, sie haben die Chance, sich selbst zu versorgen, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu verbessern. Ohne Bildung ist der Weg aus der Armut meist aussichtslos.

Junge Mütter stärken

Mit 44 Euro unter­stützen Sie eine junge Frau, Wissen und Mut zu ge­winnen, um selbst­bestimmt für ihre Gesund­heit und ihre Familie zu sorgen.

 

Die German Doctors im Einsatz für Frauen und Mädchen

Frauen und Mädchen schützen

Seit 2020 unterstützen wir das Makeni Schutz­haus unseres lokalen Partners „Commit & Act Foundation Sierra Leone“ in Sierra Leone. Mädchen, die sexuelle Gewalt und Missbrauch erlitten haben, finden hier temporär ein neues Zuhause. Sie werden psychisch und medizinisch betreut und bekommen Rechtsbeistand durch Sozialarbeiterinnen und -arbeiter.  Alle Fälle werden zudem zur An­zeige gebracht. Und fast immer kommt es zu einer Ver­urteilung der Täter - was zu einem nach­haltigen Effekt bei­trägt.

Schulungen, Trainings und ein­kommens­schaffende Aktivitäten der Eltern ergänzen das Projekt.

Schulbildung stärken

Wir sorgen da­für, dass die Mädchen vor Ort weiter zur Schule gehen können. Dazu klären wir Familien und Gemeinden auf und unterstützen, wenn nötig auch ein­kommensschaffende Aktivitäten der Eltern. Denn die Armut ist in den meisten Fällen der Grund, warum die Mädchen schon sehr früh Auf­gaben im Haus­halt, in der Ver­sorgung der jüngeren Geschwister übe­rnehmen oder früh ver­heiratet werden und eine eigene Familie gründen und - somit früh die Schule ver­lassen.

Frauen zu Gesundheitskräften ausbilden

Wir leisten nicht nur akute medizinische Hilfe, sondern sorgen dafür, dass die Hilfe dauerhaft bleibt. Dazu bilden wir vor Ort Gesundheitspersonal aus. Damit stärken wir die Rolle der Frau und geben ihnen eine Möglichkeit, ein eigenes Einkommen zu verdienen.

In unserem Projekt auf Luzon (Philippinen) haben wir zum Beispiel mehr als 325 Frauen als Health Worker ausge­bildet, die nun die basis­medizinische Versorgung vor Ort selbst­ständig über­nehmen.

Jugendliche auf den Philippinen auf einer Aufklärungsveranstaltung
© Medical Action Group

Vor Ort auf­klären

Da­mit Frauen und Mädchen für ihre Rechte einstehen und für ihre Gesund­heit sorgen können, klären wir sie zu gesund­heitlichen Themen, zur Familien­planung, Ver­hütung und sexuell über­tragbaren Krank­heiten auf.

Genauso wichtig ist es dabei, das Bewusst­sein innerhalb der Gesell­schaft zu verändern. Dazu leisten wir auch öffentliche Aufklärungsarbeit, zum Beispiel mit Radio­sendungen in Gemeinden, um die Probleme im Zusammen­hang sexueller und geschlechts­spezifischer Gewalt zu be­kämpfen .

Eine besondere Rolle bei den Aufklärungs­maßnahmen spielen Multi­plikatorinnen und Multi­plikatoren, sogenannte Peer Educators. Im Rahmen des TEACH-Projektes auf der philippini­schen Insel Samar werden Mädchen und Jungen von aus­ge­bildeten Trainerinnen und Trainern zu verschiedenen Themen der Sexual­auf­klärung ge­schult, mit einem besonderen Fokus auf Familien­planung und Verhütung. Die 100 neu ausgebildeten Peer Educators geben ihre erworbenen Kenntnisse im An­schluss in ihren Gemeinden und Schulen weiter, um ein Bewusst­sein für sexuelle Gesund­heit und Prävention zu schaffen.

Lobby­arbeit leisten

Viele Projekte werden durch Lobbyarbeit ergänzt, um die Frauen und Mädchen zu stärken und zu befähigen, ihre Interessen und Anliegen selbst gegenüber den Verantwortlichen in den Gemeinden, im häuslichen Umfeld, aber auch auf politischer Ebene zu vertreten. Hier arbeiten wir mit erfahrenen, lokalen Partnerorganisationen zusammen, die die Projekte vor Ort umsetzen.

Weibliche Genitalverstümmelung bekämpfen

In Sierra Leone bekämpfen wir seit 2020 gemeinsam mit unserer Partner­orga­nisation „Commit & Act Foundation Sierra Leone“ mit dem Projekt „My Body My Right“ die weibliche Genital­verstümmelung. Unsere Arbeit umfasst:

  • Psychosoziale Unterstützung für Mädchen und deren Eltern, die sich gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) entschieden haben
  • Aufklärungs­veranstaltungen vor Ort
  • Advocacy- und Lobby­arbeit auf nationaler Ebene
  • Unterstützung der Eltern, damit die Mädchen zur Schule gehen können
  • Alternative Einkommensmöglichkeiten für „Beschneiderinnen“ bieten
  • Monetäre Unterstützung der Familien zum Aufbau eines Kleingewerbes

Das Ergebnis: Immer mehr Mädchen nehmen am Projekt teil. Sie werden zu Vorbildern und ermutigen andere Mädchen, den gleichen Weg zu gehen. Auch immer mehr sogenannte „Beschneiderinnen“ schwören die Tradition ab.

Mehr zum Einsatz gegen weibliche Genitalverstümmelung

Müttersterblichkeit senken

Damit werdende Mütter ihre Babys sicher zur Welt bringen können, sind wir vor Ort im Einsatz:

Schwangerschaften sicher begleiten

Damit eine Schwanger­schaft weder für die werdende Mutter noch für das unge­borene Kind zu einer Gefahr wird, bieten wir den Frauen in unseren Projektregionen eine medizinische Begleitung während einer Schwangerschaft und Geburt an. Mit mobilen Ultraschallgeräten können wir frühzeitig Komplikationen erkennen und dafür sorgen, dass die werdenden Mütter ihre Kinder gesund und munter zur Welt bringen können.

Gesundheitspersonal schulen 

Damit die Geburten dauerhaft sicher sind, schulen wir die lokalen Gesundheitskräfte – vor allem in der Schwangerschaftsdiagnostik: Sie lernen beispielweise, wie sie mit den mobilen Ultraschallgeräten umgehen können. Die lokalen Gesundheitskräfte übernehmen essenzielle Aufgaben in der Gesundheitsversorgung der Menschen und sichern somit die medizinische Versorgung von Schwangeren in unseren Projektländern dauerhaft.

Geburtsstationen errichten und ausstatten

German Doctors engagiert sich auch für die Einrichtung von Gesundheitsstationen oder auch Geburtskliniken, zum Beispiel in Kenia und Uganda. Denn oft fehlen gesundheitliche Einrichtungen. Wir sorgen dafür, dass der nötige Raum und das nötige Equipment da sind.

Beraten und aufklären

Wir ermutigen schwangere Frauen, ihr Kind unter medizinischer Aufsicht im Krankenhaus zur Welt zu bringen. Um möglichst viele Frauen mit unserem kostenlosen Angebot zu erreichen, organisieren wir gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen Aufklärungskampagnen – und das mit Erfolg.

© Saidu Bah/Fairpicture

Kadiatu ist nach vier Schwanger­schaften endlich Mutter, weil sie zur richtigen Zeit vom Einsatz der German Doctors erfahren hat

Kadiatu Musa musste selbst schmerzlich erleben, was eine fehlende Schwanger­schafts­begleitung bedeuten kann: Die junge Mutter hat bereits drei Kinder tot auf die Welt gebracht. Als sie zum vierten Mal schwanger ist, erfährt sie über eine Auf­klärungs­kampagne, dass die German Doctors an einem festen Tag alle drei Wochen in das Gesundheitszentrum in der Nähe ihres Dorfes kommen, um dort kostenlos Patientinnen und Patienten zu behandeln.

Bei ihrer ersten Unter­suchung wird klar: Das Kind kommt bereits in wenigen Wochen zur Welt. Durch die vorherigen drei Totgeburten wird das wahr­scheinlich nicht auf natürlichem Wege möglich sein.

Doch dank der medi­zinischen Be­gleitung konnte Kadiatu nach drei Totgeburten einen gesunden Jungen zur Welt bringen.

Häufig gestellte Fragen zum Women Empowerment

Wie hängen Female Empowerment und Frauengesundheit zusammen?

Frauengesundheit und Female Empowerment sind wechselseitig voneinander abhängig. Ohne Gesundheit kein Empowerment – und ohne Empowerment keine nachhaltige Frauen- und Mädchengesundheit. Durch Empowerment-Maßnahmen werden Frauen ermutigt, sich über ihre Gesundheit zu informieren, Gesundheitsdienste zu nutzen und Entscheidungen über die Familienplanung selbstbestimmt zu treffen.

Genau deshalb ist Female Empowerment ein fester Bestandteil unserer Mädchen- und Frauenprojekte.

Warum ist Women Empowerment so wichtig?

Frauen und Mädchen zählen weiterhin zu den besonders vulnerablen Gruppen in vielen Gesellschaften. Strukturelle Benachteiligung in allen Lebensbereichen wirken sich negativ auf ihre Gesundheit aus. Häufig ist ihre Ernährungssituation schlechter, der Zugang zu Gesundheitsleistungen und Bildung wird ihnen erschwert, und sie leiden unter geschlechtsspezifischer Gewalt bis hin zu Missbrauch und Vergewaltigung.

Wie kann ich Women Empowerment unterstützen?

Mit einer Spende sorgen Sie dafür, dass wir die Projekte zur Stärkung von Frauen und Mädchen weiterhin finanzieren können.

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