German Doctors
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Behandlung von HIV und Aids in Afrika

Behandlung von HIV und Aids in Afrika

Behandlung von HIV und Aids in Afrika

Behandlung von HIV und Aids in Afrika

HIV ist ein weltweites Problem

Weltweit sind rund 36,9 Millionen Menschen mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) infiziert, darunter 2,1 Millionen Kinder. Die Zahl der Neuinfizierten lag im Jahr 2014 bei zwei Millionen, mehr als Zweidrittel der Neuinfizierten leben in Subsahara-Afrika. Alleine in Kenia sind mehr als 1,4 Millionen Menschen infiziert. Das HI-Virus schwächt das Immunsystem, wodurch der Körper sich gegen Krankheitserreger nicht mehr wehren kann. Man spricht dann von einer Aids-Erkrankung (acquired immunodeficiency syndrome), die in den meisten Fällen tödlich endet. Nach Schätzungen der Organisation UNAIDS sind bereits circa 39 Millionen Menschen an AIDS verstorben. Lesen Sie hier wie unsere Ärzte in Nairobi HIV bekämpfen und die Aids-Kranken in Afrika unterstützen.

Entwicklungsländer sind stark von HIV betroffen

HIV und Aids behandeln

Aids ist eine humanitäre Katastrophe. Hinzu kommen massive wirtschaftliche Folgen. Die Krankheit ist gleichzeitig Folge und Ursache von Armut. So auch in Afrika, wo Aids in besonderem Maße verbreitet ist.

Besonders Kinder leiden

Aids ist in Afrika nach wie vor eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen und Entwicklungshemmnisse. Obwohl die Sterberate bereits erheblich reduziert werden konnte, fallen der Epidemie nach wie vor Millionen Menschen zum Opfer. Viele Kinder bleiben als Waisen zurück oder haben sich selbst mit HIV infiziert. Im afrikanischen Teil südlich der Sahara leben fast 14 Millionen Aids-Waisen und 85 Millionen Infizierte sind jünger als 15 Jahre. Oftmals müssen sich Kinder um ihre erkrankten Eltern kümmern und landen nach deren Tod auf der Straße.

Risikofaktor Armut als Grund für Aids in Afrika

Armut erhöht das Risiko an Aids zu erkranken. Grund dafür ist, dass sich viele eine Verhütung mit Kondomen nicht leisten können. Auch reicht das Geld oft nicht für einen HIV-Test, geschweige denn für eine Therapie. Zudem ist die medizinische Infrastruktur in Afrika nach wie vor sehr schlecht. Es fehlt an Ärzten und medizinischen Einrichtungen.

Mangelnde Prävention und Unwissen

Viele Menschen infizieren sich auch mit dem HI-Virus, da die Aufklärung über Übertragungswege und Konsequenzen nur unzureichend ist. Hinzu kommt, dass viele Regierungen das Thema verschweigen und allgemein der Zugang zu Bildung unzureichend ist. Es kommt erschwerend hinzu, dass viele Betroffene ihre Erkrankung aus Angst vor Stigmatisierung verheimlichen – auch vor ihren Sexualpartnern, die sie dann anstecken, wodurch sich das Virus nach wie vor ausbreitet.

Prostitution und Gewalt gegen Frauen

Ein weiterer Grund für die Ausbreitung ist, dass viele Frauen sich aufgrund der hohen Armut zur Prostitution gezwungen sehen. Mangels Verhütung durch Kondome infizieren sie sich auf diesem Wege und übertragen das Virus an ihre Freier. Gleichzeitig ist die Gewalt gegen Frauen hoch. Viele erkranken an Aids, weil sie von einem Täter vergewaltigt wurden, der HIV-positiv ist.

Einsatz gegen Aids in Afrika

Kampf gegen HIV und Aids

Bereits seit 2001 ist German Doctors als Hilfs­organisation im Kampf gegen HIV und Aids in Nairobi im Einsatz. Auch hier wird wieder Hilfe für die Ärmsten geleistet. Im Mathare-Slum, dem zweit­größten Slum in Nairobi (Schätzungen gehen von 430.000 Bewohnern aus, genaue Zahlen liegen nicht vor), wurde das Baraka Medical Center gegründet. Täg­lich kommen mehr als 300 Patienten hierher, die sich andern­falls keinen Zu­gang zu medizinischen Ein­richtungen leisten könnten. Die Be­hand­lung ist für sie dank Spenden aus Deutschland kosten­los. Die sechs Ärzte, die es sich zur Auf­gabe gemacht haben, HIV zu be­kämpfen, arbeiten unentgeltlich. Sie nutzen ihren Jahres­urlaub, um in Afrika sein zu können.

“Im Sommer 2017 erlebte ich meinen ersten sechs­wöchigen Ein­satz mit den German Doctors. Mein Arbeits­platz war das Baraka Health Centre im Mathare Valley-Slum von Nairobi. In der zweiten Woche, die an­fängliche Un­sicherheit hatte sich gelegt und so etwas wie Routine trat ein, wurde ich mit einer Situation konfrontiert, die gut wieder­spiegelt, wie komplex die Situationen im Slum manch­mal sind und wie wichtig die Rolle unserer Ambulanz für die Menschen dort ist.“, berichtet Dr. Michael Klemt-Kropp von seinem Ein­satz in Kenia.

Das Baraka-Konzept im Kampf gegen HIV in Afrika

Aids in Afrika bekämpfen

Das Baraka-Konzept baut auf zwei Säulen auf:

1) Eine freiwillige Beratung und ein HIV-Test (VCT)
2) Ein umfassendes Betreuungs- und Behandlungsangebot für HIV-Positive

Auch bei diesem Projekt arbeiten unsere Ärzte sehr eng mit den Menschen vor Ort zusammen. Ihnen ist wichtig, ganzheitlich für die Bewohner Matahres da zu sein, weswegen das Gesundheitsprogramm durch ein Ernährungsprogramm ergänzt wird.

VCT - Voluntary Counselling and Testing

Aus Sorge vor Stigmatisierung sind die Hemmungen vor einem HIV-Test groß. Darum ist es nicht nur wichtig, einen Test anzubieten, sondern auch dafür zu sensibilisieren und aufzuklären. VCT richtet sich an:

      • Menschen mit HIV-Symptomen
      • Schwangere
      • Frauen mit Kinderwunsch
      • Patienten mit Geschlechtskrankheiten
      • Angehörige von HIV-Positiven

Hier beraten eigens dafür ausgebildete Mitarbeiter, sogenannte Counsellors, die mehrmals in der Woche beratend tätig sind und für die Patienten Vorträge halten, warum ein HIV-Test wichtig ist. So konnte die Zahl der Menschen, die mach der Aufklärung mit einem Test einverstanden war, von 64 Prozent auf 98 Prozent gesteigert werden. Denn erst nach einer verlässlichen Diagnose können HIV-Infizierte entsprechend behandelt werden.

Betreuungs- und Behandlungsangebot

Schwerpunkt des von German Doctors entwickelten Betreuungs- und Behandlungsangebots für HIV-Infizierte bildet die medizinische Betreuung. Aktuell nehmen daran rund 1.800 Patienten teil. Neben der rein medizinischen Behandlung findet hier auch ein klinisches Screening auf Tuberkulose und Gewichtskontrollen statt. So erhalten Menschen mit Unterernährung und Schwangere spezielle Nährstoffe. Weiterhin gibt es für Schwangere ein spezielles Programm, um zu verhindern, dass das Ungeborene bzw. der Säugling sich mit HIV infizieren.

Nachhaltige Hilfe

German Doctors ist es bei seinen Einsätzen wichtig, nicht nur gesundheitliche Hilfe zu leisten, sondern auch langfristige Perspektiven zu bieten. Um den positiven Umgang mit den Aids-Erkrankten zu fördern, wurden darum Selbsthilfegruppen gegründet. Zudem finden Weiterbildungskurse zur Führung eines Geschäfts oder Herstellung von Seife statt. Weitere „Small Income Generating Activities“ sind geplant, um die Situation der Menschen insgesamt zu verbessern.

Tuberkulose

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Eine HIV-Infektion geht oft­mals mit einer lang­wierigen Er­krankung an Tuber­kulose einher. Hier mehr über dieses Krank­heits­bild er­fahren.

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Der Stich einer kleinen Mücke kann tödlich enden. Malaria ge­hört zu den ge­fähr­lichsten Infektions­krank­heiten der Welt. Mehr Infos finden Sie hier.

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