German Doctors
German Doctors

Serabu

Projektbeginn | 2010

   

Einsätze | 275

Serabu

Das Serabu-Projekt im Überblick

Große Armut und hohe Kindersterblichkeit

Von Beginn an war unser Einsatz im Serabu Community Hospital so angelegt, dass wir uns nach einer Phase der Unterstützung und Ausbildung auch wieder zurückziehen können. Aufgrund von Unstimmigkeiten mit dem lokalen Träger, nicht zuletzt wegen auch von unabhängiger Seite leider bestätigten Korruptionsvorwürfen, fiel 2021 die Entscheidung zu einer vorzeitigen Beendidung der Zusammenarbeit. Wir sind dankbar, dass wir in den vergangen Jahren sehr vielen Menschen durch die Tätigkeit der German Doctors auf den Stationen und in der Ambbulanz des Hospitals helfen können. Und erst recht dafür, dass wir im Rahmen der Kooperation viel zur Ausbildung von medizinsichem Fachpersonal beitragen konnten. Unser Engagement für die Menschen Sierra Leone setzen wir z.B. in Projekten zur Ausbildung pädiatrischer Fachkräfte und bei der Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmeling fort.

Das westafrikanische Sierra Leone ist eines der ärmsten Länder der Welt, als Nachkriegsland stark zurückentwickelt und von der Ebola-Epidemie gebeutelt. Infrastrukturell herrschen große Defizite, es gibt keine Sozialhilfe und keine Krankenversicherung. Auch die Kindersterblichkeit ist immer noch erschreckend hoch: 182 von 1.000 Kinder sterben vor ihrem fünften Geburtstag, mehr als die Hälfte von ihnen an Unterernährung.

Mehr zu den Lebensbedingungen

 

275 ehrenamtliche Einsätze

Von 2010 bis 2021 entsendeten wir Ärztinnen und Ärzte in das Serabu Community Hospital mit den Abteilungen Allgemeinmedizin, Pädiatrie, Gynäkologie und Chirurgie. Viele Patientinnen und Patienten kamen in letzter Minute schwerkrank mit dem Motorrad. Die mangelnde Infrastruktur in Serabu trifft besonders schwangere Frauen und Kinder: Viele Mütter sterben unter den Hausgeburten in den Lehmhütten, da der Weg zur nächsten Klinik bei Komplikationen zu weit ist. Schwangeren, stillenden Müttern und Kindern unter fünf Jahren boten wir daher besonders intensive Unterstützung an.

Mehr über das Serabu Hospital erfahren

Stärkung des lokalen Gesundheitssystems

In einem Land, in dem es während unserer Projektlaufzeit weniger als 300 einheimische Ärzte gab, war die Schulung von medizinischen Fachkräften besonders wichtig. Aus diesem Grund konzentrierten wir uns neben der medizinischen Behandlung der jährlich rund 17.000 Patientinnen und Patienten insbesondere auf das von der norwegischen Organisation CapaCare initiierte und offiziell staatlich zertifizierte Weiterbildungsprogramm, das Krankenpflegerinnen und -pflegern eine Zusatzausbildung ermöglicht: Für Studenten, die die Weiterbildung zum „Community Health Officer“ (CHO) absolvietren, war das Serabu Hospital Lehrkrankenhaus. Einige der von uns ausgebildeten CHOs sind mittlerweile hochqualifiziert – nicht zuletzt durch die tägliche Arbeit mit den Einsatzärztinnen und -ärzten, von denen sie hands-on lernten. Gemäß unserem Motto „Hilfe, die bleibt“ konnten wir somit die Verantwortung nach und nach in einheimische Hände geben.

Mehr zur Ausbildung

Große Armut und hohe Kindersterblichkeit

Von Beginn an war unser Einsatz im Serabu Community Hospital so angelegt, dass wir uns nach einer Phase der Unterstützung und Ausbildung auch wieder zurückziehen können. Aufgrund von Unstimmigkeiten mit dem lokalen Träger, nicht zuletzt wegen auch von unabhängiger Seite leider bestätigten Korruptionsvorwürfen, fiel 2021 die Entscheidung zu einer vorzeitigen Beendidung der Zusammenarbeit. Wir sind dankbar, dass wir in den vergangen Jahren sehr vielen Menschen durch die Tätigkeit der German Doctors auf den Stationen und in der Ambbulanz des Hospitals helfen können. Und erst recht dafür, dass wir im Rahmen der Kooperation viel zur Ausbildung von medizinsichem Fachpersonal beitragen konnten. Unser Engagement für die Menschen Sierra Leone setzen wir z.B. in Projekten zur Ausbildung pädiatrischer Fachkräfte und bei der Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmeling fort.

Das westafrikanische Sierra Leone ist eines der ärmsten Länder der Welt, als Nachkriegsland stark zurückentwickelt und von der Ebola-Epidemie gebeutelt. Infrastrukturell herrschen große Defizite, es gibt keine Sozialhilfe und keine Krankenversicherung. Auch die Kindersterblichkeit ist immer noch erschreckend hoch: 182 von 1.000 Kinder sterben vor ihrem fünften Geburtstag, mehr als die Hälfte von ihnen an Unterernährung.

Mehr zu den Lebensbedingungen

 

275 ehrenamtliche Einsätze

Von 2010 bis 2021 entsendeten die German Doctors Ärztinnen und Ärzte in das Serabu Community Hospital mit den Abteilungen Allgemeinmedizin, Pädiatrie, Gynäkologie und Chirurgie. Viele Patientinnen und Patienten kamen in letzter Minute schwerkrank mit dem Motorrad. Die mangelnde Infrastruktur in Serabu trifft besonders schwangere Frauen und Kinder: Viele Mütter sterben unter den Hausgeburten in den Lehmhütten, da der Weg zur nächsten Klinik bei Komplikationen zu weit ist. Schwangeren, stillenden Müttern und Kindern unter fünf Jahren boten wir daher besonders intensive Unterstützung an.

Mehr über das Serabu Hospital erfahren

 

Stärkung des lokalen Gesundheitssystems

In einem Land, in dem es während unserer Projektlaufzeit weniger als 300 einheimische Ärzte gab, war die Schulung von medizinischen Fachkräften besonders wichtig. Aus diesem Grund konzentrierten wir uns neben der medizinischen Behandlung der jährlich rund 17.000 Patientinnen und Patienten insbesondere auf das von der norwegischen Organisation CapaCare initiierte und offiziell staatlich zertifizierte Weiterbildungsprogramm, das Krankenpflegerinnen und -pflegern eine Zusatzausbildung ermöglicht: Für Studenten, die die Weiterbildung zum „Community Health Officer“ (CHO) absolvierten, war das Serabu Hospital Lehrkrankenhaus. Einige der von uns ausgebildeten CHOs sind mittlerweile hochqualifiziert – nicht zuletzt durch die tägliche Arbeit mit den Einsatzärztinnen und -ärzten, von denen sie hands-on lernten. Gemäß unserem Motto „Hilfe, die bleibt“ konnten wir somit die Verantwortung nach und nach in einheimische Hände geben.

Mehr zur Ausbildung

Das Serabu-Projekt im Überblick

Daten und Fakten

Projektbeginn: 2010

Letzte Einsätze: Sommer 2021

Einsätze: VVon 2010 bis zum Projektende wurden von den Ärztinnen und Ärzten insgesamt 275 unentgeltliche Einsätze durchgeführt.

Patientenkontakte: Jährlich wurden in Serabu über 17.000 Behandlungen vorgenommen.

Partner: Projektpartner der German Doctors war die Diözese Bo. Finanziell bekamen wir Unterstützung durch das Kindermissionswerk (KMW) und die Katholische Zentralstelle für Entwicklungshilfe (KZE).

Struktur: Deutsche Fachärztinnen und -ärzte aus den Bereichen Geburtshilfe und Kinderheilkunde arbeiteten ganzjährig in dem Krankenhaus mit; ein- bis dreimal jährlich schickten wir einen Chirurgen zur Unterstützung des einheimischen Personals.

Einsatzgebiet: Das Serabu Community Hospital im Bezirk Bumpeh Ngao. Darüber hinaus arbeiteten wir eng mit den Public Health Units (PHUs) der umliegenden Dörfer zusammen.

Häufigste gesundheitliche Probleme: Malaria, Unterernährung, Geburtshilfe, Lungenerkrankungen und chirurgische Probleme.

Schwerpunkt: Neben der Behandlung von Patientinnen und Patienten durch die deutschen Fachärzte lag der Schwerpunkt auf der Ausbildung von einheimischen Fachkräften zu „Clinical Health Officers“ (CHOs). Unser wichtigstes Anliegen war die Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit. Die Arbeitsschwerpunkte waren Geburtsmedizin, Infektionen, chirurgische Notfälle und zunehmend chronische internistische Krankheiten.­

Beendigung des Projekts: Nicht zuletzt wegen auch von unabhängiger Seite leider bestätigten Korruptionsvorwürfen, fiel 2021 die Entscheidung zu einer vorzeitigen Beendigung der Zusammenarbeit.

Daten und Fakten

Projektbeginn: 2010

Letzte Einsätze: Sommer 2021

Einsätze: Von 2010 bis zum Projektende wurden von den Ärztinnen und Ärzten insgesamt 275 unentgeltliche Einsätze durchgeführt.

Patientenkontakte: Jährlich wurden in Serabu über 17.000 Behandlungen vorgenommen.

Partner: Projektpartner der German Doctors war die Diözese Bo. Finanziell bekamen wir Unterstützung durch das Kindermissionswerk (KMW) und die Katholische Zentralstelle für Entwicklungshilfe (KZE).

Struktur: Deutsche Fachärztinnen und -ärzte aus den Bereichen Geburtshilfe und Kinderheilkunde arbeiteten ganzjährig in dem Krankenhaus mit; ein- bis dreimal jährlich schickten wir einen Chirurgen zur Unterstützung des einheimischen Personals.

Einsatzgebiet: Das Serabu Community Hospital im Bezirk Bumpeh Ngao. Darüber hinaus arbeiteten wir eng mit den Public Health Units (PHUs) der umliegenden Dörfer zusammen.

Häufigste gesundheitliche Probleme: Malaria, Unterernährung, Geburtshilfe, Lungenerkrankungen und chirurgische Probleme.

Schwerpunkt: Neben der Behandlung von Patientinnen und Patienten durch die deutschen Fachärzte lag der Schwerpunkt auf der Ausbildung von einheimischen Fachkräften zu „Clinical Health Officers“ (CHOs). Unser wichtigstes Anliegen war die Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit. Die Arbeitsschwerpunkte waren Geburtsmedizin, Infektionen, chirurgische Notfälle und zunehmend chronische internistische Krankheiten.­

Beendigung des Projekts: Nicht zuletzt wegen auch von unabhängiger Seite leider bestätigten Korruptionsvorwürfen, fiel 2021 die Entscheidung zu einer vorzeitigen Beendigung der Zusammenarbeit.

Das Serabu-Projekt im Überblick

Senkung der Mutter- und Kindersterblichkeit

Das Serabu Community Hospital verfügte zu unserer Projektzeit über insgesamt 143 Betten, eine Ambulanz und einen stationären Bereich, der sich in Frauen-, Männer-, Kinder- und Wöchnerinnenstation gliederte. Die Kinderstation war dabei der größte Bereich. Zudem gab es einen ambulanten Bereich für Kinder unter fünf Jahren inklusive Kinder-Notstation, einen Kreißsaal und einen Operationssaal. Die angegliederte HIV- und Tuberkulose-Ambulanz wurde komplett von der Regierung des afrikanischen Staates gelenkt. Gut ausgebildete einheimische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiteten Hand in Hand mit den German Doctors.

Unser wichtigstes Anliegen war die Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit. Die Kolleginnen und Kollegen aus der Gynäkologie begleiteten täglich bis zu vier Geburten, dazu regelmäßig Kaiserschnitte. Nach der Geburt kamen die Babys auf die Neugeborenenstation – besonders für kranke Babys und Frühchen war die medizinische Betreuung oft lebenswichtig. Schwangere, stillende Mütter und Kinder unter fünf Jahren wurden komplett kostenfrei behandelt und – anders als in Regierungskrankenhäusern – auch mit Behandlungsmaterial wie Binden versorgt. Schwangere Patientinnen, insbesondere jene mit Risikoschwangerschaft, hatten zudem die Möglichkeit, bis zur Geburt in dem „Mother Waiting House“ unterzukommen. Denn wenn Komplikationen unter der Hausgeburt auftreten, ist es kaum mehr möglich, den langen Weg ins nächste Krankenhaus zu bewältigen – noch dazu über holprige Straßen mit dem Motorrad.

Notprogramm für Babys

Gerade bei erkrankten Babys zählt manchmal jede Minute. Mehrere Mitarbeitende nahmen daher an dem „ETAT“-Training (Emergency Triage Assessment and Treatment) teil, in dem Kompetenzen und Maßnahmen zur effektiven, schnellstmöglichen Behandlung von Babys vermittelt werden. Innerhalb von circa zehn Minuten werden bei diesem Notprogramm die wichtigsten Untersuchungsschritte eingeleitet, um eine schnelle, oft lebensrettende, Diagnose zu stellen.

Ernährungsprogramm für Kinder

Mangel- und Unterernährung zählen zu den häufigsten Ursachen, dass viele Kinder in Sierra Leone ihren fünften Geburtstag nicht erleben. Denn sie sind geschwächt und damit be­sonders anfällig für Infektionen und Entwicklungsstörungen. Im Ernährungsprogramm päppelten wir stark untergewichtige Kleinkinder mit spezieller Aufbaunahrung auf, kontrollierten regelmäßig ihr Gewicht und ihren gesundheitlichen Zustand. Wenn Kinder auf unserer Station aufgenommen wurden, nutzten wir die Zeit zudem für Schulungen und zeigten den Müttern, wie man aus regionalen Zutaten einen nährstoffreichen Brei herstellt. Auch die Kinder wurden in die Kochkurse integriert.

Senkung der Mutter- und Kindersterblichkeit

Das Serabu Community Hospital verfügte zu unserer Projektzeit über insgesamt 143 Betten, eine Ambulanz und einen stationären Bereich, der sich in Frauen-, Männer-, Kinder- und Wöchnerinnenstation gliederte. Die Kinderstation war dabei der größte Bereich. Zudem gab es einen ambulanten Bereich für Kinder unter fünf Jahren inklusive Kinder-Notstation, einen Kreißsaal und einen Operationssaal. Die angegliederte HIV- und Tuberkulose-Ambulanz wurde komplett von der Regierung des afrikanischen Staates gelenkt. Gut ausgebildete einheimische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiteten Hand in Hand mit den German Doctors.

Unser wichtigstes Anliegen war die Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit. Die Kolleginnen und Kollegen aus der Gynäkologie begleiteten täglich bis zu vier Geburten, dazu regelmäßig Kaiserschnitte. Nach der Geburt kamen die Babys auf die Neugeborenenstation – besonders für kranke Babys und Frühchen war die medizinische Betreuung oft lebenswichtig. Schwangere, stillende Mütter und Kinder unter fünf Jahren wurden komplett kostenfrei behandelt und – anders als in Regierungskrankenhäusern – auch mit Behandlungsmaterial wie Binden versorgt. Schwangere Patientinnen, insbesondere jene mit Risikoschwangerschaft, hatten zudem die Möglichkeit, bis zur Geburt in dem „Mother Waiting House“ unterzukommen. Denn wenn Komplikationen unter der Hausgeburt auftreten, ist es kaum mehr möglich, den langen Weg ins nächste Krankenhaus zu bewältigen – noch dazu über holprige Straßen mit dem Motorrad.

Notprogramm für Babys

Gerade bei erkrankten Babys zählt manchmal jede Minute. Mehrere Mitarbeitende nahmen daher an dem „ETAT“-Training (Emergency Triage Assessment and Treatment) teil, in dem Kompetenzen und Maßnahmen zur effektiven, schnellstmöglichen Behandlung von Babys vermittelt werden. Innerhalb von circa zehn Minuten werden bei diesem Notprogramm die wichtigsten Untersuchungsschritte eingeleitet, um eine schnelle, oft lebensrettende, Diagnose zu stellen.

Ernährungsprogramm für Kinder

Mangel- und Unterernährung zählen zu den häufigsten Ursachen, dass viele Kinder in Sierra Leone ihren fünften Geburtstag nicht erleben. Denn sie sind geschwächt und damit be­sonders anfällig für Infektionen und Entwicklungsstörungen. Im Ernährungsprogramm päppelten wir stark untergewichtige Kleinkinder mit spezieller Aufbaunahrung auf, kontrollierten regelmäßig ihr Gewicht und ihren gesundheitlichen Zustand. Wenn Kinder auf unserer Station aufgenommen wurden, nutzten wir die Zeit zudem für Schulungen und zeigten den Müttern, wie man aus regionalen Zutaten einen nährstoffreichen Brei herstellt. Auch die Kinder wurden in die Kochkurse integriert.

Das Serabu-Projekt im Überblick

Von Anästhesie bis Chirurgie

Zu Beginn unserer Arbeit im Serabu Community Hospital fehlte es vor allem an fachärztlichem Wissen. So entstand die Idee, Community Health Officer, die schon eine allgemein­medizinische Aus­bildung haben, weiterzubilden, um Fachbereiche der Klinik nach einigen Jahren komplett in einheimische Hände geben zu können. Seit 2013 bildeten wir auf Grundlage des staatlichen Ausbildungsprogramms und mithilfe der Organisation CapaCare in Anästhesie, Geburtshilfe, Chirurgie und Kinderheilkunde aus bzw. weiter. Mit Erfolg: Wir haben zwei CHOs in Anästhesie und einen in Chirurgie fortgebildet. Die CHOs übernahmen selbstständig Operationen wie Blinddarm und Kaiserschnitte.

Wir stärkten regionale Strukturen

Serabu ist als Lehrkrankenhaus von Capa Care wie auch von vielen sierra-leonischen Ausbildungsstätten geschätzt – unter anderem dem Medical College Freetown, der Hebammenschule in Bo und der Schule für CHOs in Bo. Daher werden viele Auszubildende aus den verschiedenen Bereichen für die praktische Ausbildung nach Serabu geschickt. Dies ist essenziell, um das lokale Gesundheitssystem zu stärken.

Außerdem schulten wir die Krankenschwestern der sogenannten „Pulbic Health Units“ (PHUs) der umliegenden Dörfer. Wir luden die Schwestern zu uns ein, gaben ihnen Schulungen und machten sie immer wieder darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, Schwangere bei Auffälligkeiten ins Krankenhaus zu schicken. Bei Notfällen holten wir Schwangere auch selbst ab. Auch die Dorfältesten und damit die wichtigsten Verantwortlichen im Dorf luden wir ein- bis zweimal im Jahr ein, gaben ihnen Schulungen und baten sie, unterernährte Kinder und Schwangere zu uns zu schicken.

Von Anästhesie bis Chirurgie

Zu Beginn unserer Arbeit im Serabu Community Hospital fehlte es vor allem an fachärztlichem Wissen. So entstand die Idee, Community Health Officer, die schon eine allgemein­medizinische Aus­bildung haben, weiterzubilden, um Fachbereiche der Klinik nach einigen Jahren komplett in einheimische Hände geben zu können. Seit 2013 bildeten wir auf Grundlage des staatlichen Ausbildungsprogramms und mithilfe der Organisation CapaCare in Anästhesie, Geburtshilfe, Chirurgie und Kinderheilkunde aus bzw. weiter. Mit Erfolg: Wir haben zwei CHOs in Anästhesie und einen in Chirurgie fortgebildet. Die CHOs übernahmen selbstständig Operationen wie Blinddarm und Kaiserschnitte.

Wir stärkten regionale Strukturen

Serabu ist als Lehrkrankenhaus von Capa Care wie auch von vielen sierra-leonischen Ausbildungsstätten geschätzt – unter anderem dem Medical College Freetown, der Hebammenschule in Bo und der Schule für CHOs in Bo. Daher werden viele Auszubildende aus den verschiedenen Bereichen für die praktische Ausbildung nach Serabu geschickt. Dies ist essenziell, um das lokale Gesundheitssystem zu stärken.

Außerdem schulten wir die Krankenschwestern der sogenannten „Pulbic Health Units“ (PHUs) der umliegenden Dörfer. Wir luden die Schwestern zu uns ein, gaben ihnen Schulungen und machten sie immer wieder darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, Schwangere bei Auffälligkeiten ins Krankenhaus zu schicken. Bei Notfällen holten wir Schwangere auch selbst ab. Auch die Dorfältesten und damit die wichtigsten Verantwortlichen im Dorf luden wir ein- bis zweimal im Jahr ein, gaben ihnen Schulungen und baten sie, unterernährte Kinder und Schwangere zu uns zu schicken.

 

Das Serabu-Projekt im Überblick

Große Armut und infrastrukturelle Defizite

Sierra Leone war gerade dabei, wirtschaftlich aufzuholen, da warf die Ebola-Epidemie das Land massiv zurück. Dem westafrikanischen Land fehlt es an ausgebildetem medizinischem Personal, Gesundheits­zentren wie auch an gut ausgestatteten Krankenhäusern. Auch deshalb konnte sich Ebola so gravierend ausbreiten. Rund 4.000 Menschen sind an der Krankheit in Sierra Leone gestorben. Viele Sierra Leoner starben während der Epidemie an anderen Krankheiten, weil sie sich aus Angst vor Ebola nicht in die Krankenhäuser und Gesundheitszentren trauten oder diese geschlossen waren. Sierra Leone ist, obwohl reich an Bodenschätzen, eines der ärmsten Länder der Welt. Infrastrukturell gibt es große Defizite.

Hohe Kindersterblichkeitsrate

Die Kinder­sterblichkeit zählt zu einer der höchsten im weltweiten Vergleich. Auch viel zu viele Mütter überleben die Geburt ihres Kindes nicht. Die Gesundheitssituation der Bevölkerung ist insgesamt erschreckend; 54 Prozent der Todesfälle von Kindern sind auf Unterernährung zurückzuführen. Das Serabu Community Hospital ist die einzige medizinische Einrichtung für die etwa 50.000 Menschen, die im Bezirk Bumpeh Ngao leben – meist in einfachen Lehmhütten ohne Strom.

Große Armut und infrastrukturelle Defizite

Sierra Leone war gerade dabei, wirtschaftlich aufzuholen, da warf die Ebola-Epidemie das Land massiv zurück. Dem westafrikanischen Land fehlt es an ausgebildetem medizinischem Personal, Gesundheits­zentren wie auch an gut ausgestatteten Krankenhäusern. Auch deshalb konnte sich Ebola so gravierend ausbreiten. Rund 4.000 Menschen sind an der Krankheit in Sierra Leone gestorben. Viele Sierra Leoner starben während der Epidemie an anderen Krankheiten, weil sie sich aus Angst vor Ebola nicht in die Krankenhäuser und Gesundheitszentren trauten oder diese geschlossen waren. Sierra Leone ist, obwohl reich an Bodenschätzen, eines der ärmsten Länder der Welt. Infrastrukturell gibt es große Defizite.

Hohe Kindersterblichkeitsrate

Die Kinder­sterblichkeit zählt zu einer der höchsten im weltweiten Vergleich. Auch viel zu viele Mütter überleben die Geburt ihres Kindes nicht. Die Gesundheitssituation der Bevölkerung ist insgesamt erschreckend; 54 Prozent der Todesfälle von Kindern sind auf Unterernährung zurückzuführen. Das Serabu Community Hospital ist die einzige medizinische Einrichtung für die etwa 50.000 Menschen, die im Bezirk Bumpeh Ngao leben – meist in einfachen Lehmhütten ohne Strom.

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