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Trotz Corona in Indien: Unsere Hilfe bleibt!

Trotz Corona in Indien: Unsere Hilfe bleibt!

Trotz Corona in Indien: Unsere Hilfe bleibt!

Trotz Corona in Indien: Unsere Hilfe bleibt!

Ärzte im Einsatz: Indien braucht Hilfe

Die Lage hat sich dramatisch zugespitzt

In Indien nimmt die zweite Corona-Welle mit über 380.000 registrierten Neu­infektionen pro Tag einen traurigen, welt­weiten Spitzen­platz ein. Verant­wort­lich für die katastrophale Ent­wicklung scheint neben Groß­events auch die neue, gefährliche Virus-Mutation B1617 zu sein. Ende April kollabiert das indische Gesund­heits­system. Die Nachrichten in Deutschland berichten täglich von der dramatischen Situation: Die Kranken­häuser sind übervoll und es fehlt an allem: Sauer­stoff, Beatmungs­geräten, freien Intensiv­betten. In Neu-Delhi ist die Situation besonders ka­tas­tro­phal; Sauer­stoff aus Deutsch­land und anderen Ländern wird drin­gend benötigt.

Schon vor der massiven Aus­breitung des Coronavirus in Kalkutta war die Situation für die vielen Bewohner der Slums und Ghettos extrem bedrückend: Die Be­völkerung lebt dicht gedrängt, ohne An­schluss an Elektrizität, Trink­wasser und Müll­ent­sorgung. Viele Men­schen, darunter auch Straßen­kinder, sind stark unter­ernährt und leiden an Tuber­kulose oder anderen Erkrankungen. Nun nimmt dort eine humanitäre Katastrophe ihren Lauf, deren Ende noch nicht abseh­bar ist. Die Folgen der staatlich verhängten Ausgangs­sperre, das die Aus­breitung des Virus verhindern soll, hat Millionen Tage­löhner in existenzielle Not gebracht und die Armut voran­getrieben.

 

Medizinische Hilfe wichtiger denn je

Seit Aus­bruch der Pandemie kämpft unser Lang­zeit­arzt Dr. Tobias Vogt und das ein­heimische Team vor Ort einen kräfte­zehrenden Kampf gegen den sich zu­spitzenden medizinischen Not­stand. In unseren beiden stationären Ein­richtungen kümmern wir uns weiter­hin um an besonders schwer an Tuberkulose erkrankte Frauen und Kinder. Patien­tinnen und Patienten mit einer solch schweren Vor­erkrankung sind natürlich durch das Corona-Virus be­sonders ge­fährdet, so dass weit­reichende Hygiene­maß­nahmen ge­troffen wurden. Nach einer strikten Ausgangs­sperre können wir seit Anfang August auch wieder alle Ambulanz­stand­orte anfahren und die lang ersehnte medizinische Hilfe anbieten. In Vertretung der deutschen Einsatz­ärztinnen und Ärzte arbeiten wir neben unserem Lang­zeit­arzt Dr. Tobias Vogt mit ein­heimischen Medizinern. Bis zu 130 Patientinnen und Patienten unter­sucht das Team aktuell.

Mit Sorge beobachteten wir schon vor der zweiten Corona-Welle und der steigenden Neuinfektionen, dass die Pandemie negative Aus­wirkungen auf das Gesund­heits­system in Indien hat. Viele Ärzte und Kranken­schwestern haben sich mit dem Corona-Virus infiziert, zahl­reiche von ihnen starben daran. Ganze Stationen wurden unter Quarantäne gestellt und Mediziner er­schienen aus Angst vor dem Virus monate­lang nicht bei der Arbeit. Operationen wurden ab­gesagt, Krank­heiten oft zu spät be­handelt.

Wir helfen mit Nahrungsmittelpaketen

Abertausende Familien, die sonst sprichwörtlich von der Hand in den Mund leben, sind seit Monaten aufgrund des Coronavirus ohne Einkommen, und sie dürfen ihre ärmlichen Behausungen kaum verlassen. „Bevor wir an Covid-19 sterben, sterben wir an Hunger“, sagen die Menschen. Diesem Szenario versuchen wir mit unsere umfassenden Nothilfe vorzubeugen und verteilen Essensrationen an diejenigen Slumbewohner, die durch die Ausgangssperre ihre Jobs verloren haben und nicht mehr wissen, wie sie sich und ihre Familien ernähren sollen. Mehrere tausend Lebensmittelpakete haben wir bislang verteilt!

Unser Einsatz­arzt Dr. Tobias Vogt ist vor Ort und koordiniert unsere Hilfe in diesen schwierigen Zeiten. Bitte unter­stützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende!

Unser Arzt vor Ort

Dr. Tobias Vogt in Indien

„Die Corona-Pandemie stellt uns vor große Heraus­forderungen. Zum Glück kann die Arbeit in unserem Tuberkulose-Krankenhaus und in den Ambulanzen unter starken Schutzauflagen aufrecht­erhalten werden. Das ist eine große Hilfe für die vielen Kranken, die ohne uns German Doctors wohl keine Über­lebens­chance hätten. Doch wir sehen inzwischen jeden Tag Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind und wir hören von Todesfällen im Arbeits- und im privaten Umfeld. Jüngst ist ein Arztkollege in meinem Alter an Corona verstorben. Das macht mich sehr betroffen.“

Dr. Tobias Vogt
Lang­zeit­arzt der German Doctors

Unsere Corona-Hilfe im Überblick

Dr. Tobias Vogt in Indien
  • Verteilung von Hygieneprodukten wie Desinfektionsmittel, Seife und Schutzmasken zum Schutz vor dem Corona-Virus
  • Aufklärung über Covid-19, Hygienevorschriften, Social Distancing etc.
  • Lebensmittel-Hilfe: Verteilung von mehr als 2.700 Lebensmittelpaketen an bedürftige Familien
  • Medizinische Hilfe, insbesondere für unsere vielen Tuberkulose-Patientinnen und -patienten

Langzeitarzt Dr. Tobias Vogt über die Situation vor Ort

Auf den Philippinen ist der Weg zum nächsten Arzt weit

Aufgrund der deutlich schlechteren medi­zinischen Infra­struktur ist Corona in Entwicklungs­ländern meist ein noch größeres Problem als beispiels­weise in Europa. Unser Langzeitarzt Dr. Tobias Vogt ist vor Ort in Indien und beantwortet einige Fragen rund um die Corona-Pandemie und wie diese sich auf unsere Projekte in Indien auswirkt:

Wie ist die aktuelle Situation in Kalkutta im Hinblick auf die Corona-Pandemie?

Das Corona-Virus zirku­liert nahezu ungebremst in den großen indischen Metropolen. Die engen Wohn­verhält­nisse in den Slums machen es ihm leicht, die Zahl der Infizierten steigt dramatsich an. Ein systematisches Testen mit Schnelltests gibt es nicht und ein Groß­teil der arbeiten­den Bevölke­rung war alters­bedingt noch nicht zur Impfung zuge­lassen - ohnehin mangelt es aktuell an Impf­stoff.

Wie sind Ihre Arbeits­bedingungen in dieser Ausnahme­situation?

Aus Sicherheits­gründen arbeite ich in unserem Ambulanz­wagen. Der ist besser belüftet als die kleinen, sehr einfachen Untersuchungs­zimmer in den Slum­ambulanzen. Die Patienten steigen einer nach dem anderen in den Wagen. Darin gibt es eine Liege, auf der ich die Kranken untersuchen kann. Alle Mitarbeitenden und ich selbst tragen selbst­ver­ständ­lich immer volle Schutz­kleidung mit Kittel, Mund­schutz, Mütze und Hand­schuhen. Das ist bei den aktuellen Tempera­turen von weit über 30° extrem schweiß­treibend und macht das Arbeiten mühsam. Trotzdem tragen wir die Anzüge den ganzen Tag lang.

Was erwarten Sie für die nächste Zeit?

Wir bereiten derzeit vor allem die chronisch Kranken vor­sorglich auf eine neuerliche Ausgangs­sperre vor. Wir tauschen mit unseren Patien­tinnen und Patienten die Telefon­nummern aus, so dass sie uns erreichen können, wenn es erforder­lich werden sollte. Im Fall des Falles sollen zum Beispiel die Diabetiker ihr Insulin in einer örtlichen Apotheke kaufen und dem Team später die Rechnung bringen. Die Kosten werden ihnen dann später erstattet. Ich habe erfahren, dass während des ersten Lock­downs eine 20 Jahre alte Diabetikerin wegen Mangels an Insulin gestorben ist. Sie war seit ihrer Kindheit zucker­krank und über mehr als zehn Jahre in ambulanter Betreuung der German Doctors. So etwas soll nicht wieder passieren.

Vincent leidet an Epilepsie

Wie hat das lokale Team den Menschen in den vergangenen Monaten geholfen?

Das German Doctors-Team hier hat so gut geholfen, wie es irgend möglich war. Mehr als 2.700 Lebensmittelpakete haben wir an Familien ausgegeben, die kein Geld und nichts mehr zu essen hatten. Ich hätte es mir noch wenigen Monaten nicht träumen lassen, dass in Kalkutta noch einmal gehungert wird. Wir dachten, die Zeiten seien vorbei. Immerhin können wir wieder arbeiten. Stark eingeschränkt und in voller Schutzausrüstung. Natürlich ist das störend, aber je länger wir nicht arbeiten, umso heftiger wird der Anprall von Not.

Können Sie Auswirkungen der mangelnden medizinischen Versorgung erkennen?

Ja, natürlich. Es muss da draußen viele TB-Patienten geben, die noch unbehandelt sind. Normalerweise diagnostizieren wir in einem Monat rund 40 neue Tuberkulosefälle. Zwischen April und Juli sind vielleicht insgesamt zehn Patienten mit einer Tuberkulose zu uns gekommen. Das heißt, es gibt in den Slums viele Kranke, die sich derzeit quälen und unbehandelt bleiben. Ganz sicher sind auch Tuberkulosekranke gestorben, die unter den Bedingungen der Ausgangssperre an keine Behandlung kamen. Ein weiteres Problem war auch, dass der indische Staat ganze Krankenhäuser in Covid-19-Kliniken umgewandelt hat, die sonst Patienten mit anderen Krankheiten versorgt haben.

Corona-Nothilfe weltweit

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Sie wollen wissen, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die anderen German Doctors-Projekte hat und sich dazu auf dem Laufenden halten? Dann besuchen sie unseren Überblick zum Thema Corona in Entwicklungsländern oder informieren Sie sich direkt über die jeweilige Situation in Indien, Bangladesch, Kenia, Sierra Leone oder auf den Philippinen.

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