German Doctors
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Doppelte Not: Corona und Zyklon Amphan trifft Indien und Bangladesch

Zyklon Amphan zerstört Häuser

Doppelte Not: Corona und Zyklon Amphan trifft Indien und Bangladesch

Essenspakete werden verteilt

Auswirkungen von Corona und Taifun Amphan: Nothilfe-Pakete dringend nötig!

Menschen in der Corona-Krise und Naturkatastrophen unterstützen

Zyklon Amphan: Große Zer­störungen

In Kalkutta hat Zyklon Amphan ver­heerende Schäden hinter­lassen - derzeit geht man dort von 72 Todes­opfern aus. Schwer ge­troffen hat es zudem in Bangladesch die Küsten­region im Grenzgebiet zu Indien: Dämme brachen, Ernten wurden zerstört, Häuser­dächer ab­gedeckt, Dörfer und Stadt­teile stehen unter Wasser. Millionen von Menschen mussten ihre Häuser ver­lassen und wurden in Not­unterkünfte evakuiert. Auch die Kommunikations­netze sind unter der Wucht des Sturmes zusammen­gebrochen - mit unseren Partnern vor Ort ist immer noch kaum eine Ver­bindung möglich.

Corona und Zyklon: Doppelte Katastrophe!

Bereits vor den ver­heerenden Ver­wüstungen durch den Wirbel­sturm blickten wir voller Sorge nach Indien und Bangladesch: Tausende Tage­löhner haben durch den im Zuge der Corona-Pandemie ver­hängten "Lockdown" ihre Arbeit und damit ihr spärliches Ein­kommen ver­loren. Noch dazu sind sich die Lebens­mittel­preise extrem ge­stiegen, die Vor­räte ver­braucht. Viele Menschen wissen nicht, wie sie sich und ihre Familie er­nähren sollen. Durch die Natur­katastrophe drohen nun zu­sätzlich Eng­pässe in der Ver­sorgung! Es be­steht zudem die Sorge, dass durch die aktuelle Not­situation die Fälle von Covid-19 zunehmen.

Wir helfen mit Lebens­mitteln und Medikamenten – bitte unter­stützen Sie uns!

Wir haben uns ent­schieden, schnell zu helfen: Ge­meinsam mit unserem lokalen Partner, der Bangladesh Nazarene Mission (BNM), wurden über 20.000 Menschen identifiziert, die dringend Hilfs­pakete benötigen. Diese beinhalten Lebens­mittel wie Reis, Linsen und Öl, Energie­kekse für Kinder sowie Hygieneartikel wie Seife und Schutz­masken. Außer­dem werden Mittel gegen Dehydration zur Ver­fügung gestellt, denn aufgrund des ver­schmutzen Wassers rechnen wir damit, dass ins­besondere bei Kindern Durchfall­erkrankungen zu­nehmen werden. Auch in Kalkutta wollen wir schnellst­möglich helfen - hier sind die Aus­wirkungen des Zyklon besonders ver­heerend.

Die Menschen in Indien und Bangladesch durch­leben der­zeit eine doppelte Katastrophe. Bitte unter­stützen Sie die Be­troffenen in dieser be­sonderen Situation mit der Spende von Not­hilfe-Paketen!

Jede Spende hilft!

Zyklonn Amphan Nothilfe

Über 20.000 Menschen brauchen jetzt unsere schnelle Unter­stützung mit Not­hilfe-Paketen. Ein Paket kostet 16 Euro und ent­hält u.a.:

  • Reis, Linsen und Öl
  • Energie­kekse für Kinder
  • Schutz­masken und Seife

Ins­gesamt be­nötigen wir ca. 80.000 Euro, um die vom Zyklon stark be­troffenen Menschen in Bangladesch und Indien mit Hilfs­paketen zu ver­sorgen. Bitte unter­stützen Sie uns mit einer Spende!

Hilfspakete für die Bedürftigsten

Unsere lokalen Partner vor Ort organisieren die Ver­teilung der Hilfs­güter und prüfen ver­antwortungs­voll, welche Menschen die Hilfe am dringendsten be­nötigen. Dazu gehören u.a.:

  • Haus­halte, die ihre Ernten durch den Zykon ver­loren haben
  • Haus­halte, keine Mittel zur Wieder­gut­machung ihrer Schäden haben
  • Schwangere, Schwer­kranke, stillende Mütter
  • Familien mit Fällen von Covid-19

"Hinter uns liegen schreckliche Tage"

Zyklon Amphan zerstört Häuser

"Durch die Corona-Pandemie habe ich meine Arbeit als Haus­halts­hilfe verloren. Hinter uns liegen schreck­liche Tage, an denen es für meine Kinder oft nur eine halbe Mahl­zeit gab, manch­mal sogar gar nichts. Jetzt hat dieser Zyklon erneut mein Haus be­schädigt, ich bin völlig ver­zweifelt."

Sukkoli Das
lebt in Mongla, Bagerhat

"Die Flut überschwemmte mein Haus"

George Audi in Kenia

"Als Tage­löhnerin habe ich auf­grund der Ein­schränkungen durch Corona keine Möglich­keit mehr zu arbeiten. Ich habe bereits ver­sucht Unter­stützung von der Regierung zu be­kommen, aber das ist mir nicht ge­lungen. So muss ich bei anderen Haus­halten nach Lebens­mitteln für meine Familie bitten. In dieser schreck­lichen Situation griff uns der Zyklon an, und die starke Flut­welle über­schwemmte und be­schädigte mein Haus."

Balika Halder
lebt in Ashashuni, Satkhira

"Ich habe alle Er­sparnisse ausgegeben"

Zykon Amphan

"Meine Frau und ich arbeiteten beide in der Land­wirtschaft – vor der Corona-Pandemie, denn aktuell gibt es keiner­lei Arbeits­möglich­keit für uns. Ich habe bereits alle meine Er­sparnisse aus­gegeben, um meine Familie zu er­nähren. Plötzlich kam der Zyklon und hat unser Haus schwer be­schädigt. Es ist, als würde man 'die Er­schlagenen er­schlagen' – so ein Sprichwort."

Tapan Fakir
lebt in Nolian, Dacope, Khulna

Mit Corona kommt der Hunger

Corona Hilfe in Bangladesch und Indien

Das Corona-Virus hat unsere Projektarbeit innerhalb kürzester Zeit radikal verändert. Infolge der Grenzschließungen können unsere Doctors derzeit keine ehrenamtlichen Sechswochen-Einsätze leisten. Unsere Hilfe aber wird in angepasster Form fortgeführt, dank unserer couragierten Mitarbeitenden vor Ort.

Corona in Bangladesch: Zusammenbruch des Gesundheitssystems

In Bangladesch ist die Lage in vielerlei Hinsicht extrem bedrückend. Die Regierung hat eine totale Ausgangssperre verhängt, und die Polizei greift hart durch, wenn die Menschen sich entgegen der staatlichen Anweisungen in Gruppen auf der Straße aufhalten. Ärztlich arbeiten können unsere einheimischen Mitarbeitenden unter den gegebenen Umstän-den leider nicht. Unsere Hilfe beschränkt sich auf das Verteilen von Lebensmittelpaketen und Aufklärung in den Slums von Dhaka und Chittagong - die Nachfrage ist extrem groß!

Kalkutta: Corona und Tuberkulose

Mit der Ausbreitung des Corona-Virus in den Elendsvierteln der Millionenmetropole Kalkutta droht eine humanitäre Katastrophe in einem Ausmaß, das wir bislang noch nicht kannten. Schon unter normalen Umständen ist die Situation für viele Bewohner der Slums und Ghettos sehr schwierig, ihre Lebensumstände ein idealer Nährboden für Infektionskrankheiten. Die staatlich verhängte Ausgangssperre hat die Lage noch verschlimmert. Millionen Tagelöhner machten sich nach dem „Lockdown“ aus den Großstädten auf den Weg in ihre Heimatdörfer und verbreiteten so ungewollt das Virus. Menschen, die sonst sprichwörtlich von der Hand in den Mund leben, haben seit Wochen kein Einkommen. Auch hier unterstützen wir unsere Patientinnen und Patienten vor Ort mit Lebensmitteln.

 

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