Unser Projekt im Nakivale-Settlement
Überblick
Uganda ist das größte Aufnahmeland für Geflüchtete in Afrika und zählt weltweit zu den fünf Ländern mit den meisten aufgenommenen Schutzsuchenden. Das ostafrikanische Land verfolgt dabei eine Politik der offenen Tür: Die ankommenden Menschen erhalten ein Stück Land, dürfen arbeiten und leben nicht isoliert in abgeschlossenen Camps, sondern in offenen, siedlungsähnlichen Gemeinschaften zusammen mit der lokalen Bevölkerung. Derzeit beherbergt Uganda rund 1,9 Millionen Geflüchtete.
Im Südwesten Ugandas liegt die größte und zugleich älteste Geflüchtetensiedlung des Landes - das Nakivale Refugee Settlement. Ende 2025 lebten dort rund 273.000 geflüchtete Menschen. Die meisten stammen aus Konflikt- und Krisenregionen der Nachbarländer, insbesondere aus der Demokratischen Republik Kongo, dem Südsudan, Sudan, Burundi, Ruanda, Äthiopien, Somalia und Eritrea.




Seit den letzten Jahren hat die ugandische Regierung massive Probleme, dieses System weiter zu finanzieren, da viele internationale Geberstaaten ihre Unterstützung drastisch reduzieren. Die Kürzungen wichtiger internationaler Hilfen – insbesondere durch die US-amerikanische Entwicklungsbehörde USAID – haben die Situation zusätzlich verschärft. Während die Anzahl an neu ankommenden Schutzsuchenden steigt, nimmt die verfügbare landwirtschaftliche Fläche ab, die Lebensmittelrationen und die Wasserressourcen werden knapper. Das Gesundheitssystem steht unter großem Druck, alle Menschen ausreichend medizinisch zu versorgen. Es fehlt häufig an Personal, Medikamenten und medizinischer Ausstattung, während der Bedarf an Gesundheitsleistungen durch das stetige Bevölkerungswachstum kontinuierlich zunimmt.
Da sich viele internationale Nichtregierungsorganisationen vollständig zurückgezogen haben, ist eine große Versorgungslücke entstanden. Diese wollen wir mit einem neuen Projekt schließen.
Nachhaltige Stärkung der Gesundheitsversorgung in Nakivale
Vor dem Hintergrund der wachsenden humanitären und gesundheitlichen Herausforderungen hat German Doctors ein neues Projekt zur nachhaltigen Stärkung des Gesundheitssystems im Nakivale Settlement gestartet. Ziel dieses Projektes ist es, die medizinische Versorgung der dort lebenden Geflüchteten und der lokalen Bevölkerung gezielt zu verbessern.
Uganda ist das größte Aufnahmeland für Geflüchtete in Afrika und zählt weltweit zu den fünf Ländern mit den meisten aufgenommenen Schutzsuchenden. Das ostafrikanische Land verfolgt dabei eine Politik der offenen Tür: Die ankommenden Menschen erhalten ein Stück Land, dürfen arbeiten und leben nicht isoliert in abgeschlossenen Camps, sondern in offenen, siedlungsähnlichen Gemeinschaften zusammen mit der lokalen Bevölkerung. Derzeit beherbergt Uganda rund 1,9 Millionen Geflüchtete.
Im Südwesten Ugandas liegt die größte und zugleich älteste Geflüchtetensiedlung des Landes - das Nakivale Refugee Settlement. Ende 2025 lebten dort rund 273.000 geflüchtete Menschen. Die meisten stammen aus Konflikt- und Krisenregionen der Nachbarländer, insbesondere aus der Demokratischen Republik Kongo, dem Südsudan, Sudan, Burundi, Ruanda, Äthiopien, Somalia und Eritrea.
Seit den letzten Jahren hat die ugandische Regierung massive Probleme, dieses System weiter zu finanzieren, da viele internationale Geberstaaten ihre Unterstützung drastisch reduzieren. Die Kürzungen wichtiger internationaler Hilfen – insbesondere durch die US-amerikanische Entwicklungsbehörde USAID – haben die Situation zusätzlich verschärft. Während die Anzahl an neu ankommenden Schutzsuchenden steigt, nimmt die verfügbare landwirtschaftliche Fläche ab, die Lebensmittelrationen und die Wasserressourcen werden knapper. Das Gesundheitssystem steht unter großem Druck, alle Menschen ausreichend medizinisch zu versorgen. Es fehlt häufig an Personal, Medikamenten und medizinischer Ausstattung, während der Bedarf an Gesundheitsleistungen durch das stetige Bevölkerungswachstum kontinuierlich zunimmt.
Da sich viele internationale Nichtregierungsorganisationen vollständig zurückgezogen haben, ist eine große Versorgungslücke entstanden. Diese wollen wir mit einem neuen Projekt schließen.
Nachhaltige Stärkung der Gesundheitsversorgung in Nakivale
Vor dem Hintergrund der wachsenden humanitären und gesundheitlichen Herausforderungen hat German Doctors ein neues Projekt zur nachhaltigen Stärkung des Gesundheitssystems im Nakivale Settlement gestartet. Ziel dieses Projektes ist es, die medizinische Versorgung der dort lebenden Geflüchteten und der lokalen Bevölkerung gezielt zu verbessern.
Daten & Fakten
Projektbeginn: Juli 2026
Anzahl Ärztinnen/Ärzte: Zwei Ärzte und Ärztinnen zeitgleich vor Ort, sechs-wöchige Einsätze
Partnerorganisation: Uganda Youth and Adolescents Health Forum (UYAHF)
Struktur: Die lokalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Einsatzärztinnen und -ärzte arbeiten in zwei staatlichen Gesundheitseinrichtungen im Distrikt Isingiro (Ruhoko Health Centre III und Rubondo Health Centre III) im Nakivale Refugee Settlement. Darüber hinaus fährt vierteljährlich eine Mobile Klinik in die Geflüchteten- und Aufnahmegemeinden, um die Gesundheitsdiente näher an die Menschen zu bringen. Ergänzend werden Austauschforen für Kinder mit Fluchterfahrungen zur Traumabewältigung organisiert.
Einsatzgebiete: Nakivale Refugee Settlement im Bezirk Isingiro
Häufige gesundheitliche Probleme: Malaria, Atemwegserkrankungen, ernährungsbedingte Erkrankungen, Cholera




Projektziele:
-
Verbesserung der ambulanten Versorgung, der vorgeburtlichen und nachgeburtlichen Betreuung sowie der Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche
-
Etablierung von Dorfgesundheitsteams zur Durchführung von Hausbesuchen und präventiver Aufklärungsarbeit
-
Ausbau der Kompetenzen des Gesundheitspersonals durch Fortbildungen in den Bereichen Gesundheitsförderung, sowie kinder- und jugendgerechte Gesundheitsversorgung
Zielgruppe: Vulnerable Bevölkerungsgruppen mit eingeschränktem oder keinem Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen
Aktivitäten:
- Medizinische Sprechstunde in zwei staatlichen Gesundheitseinrichtungen (Ruhoko Health Centre III und Rubondo Health Centre III) in der Geflüchtetensiedlung
- Mobile Kliniken in den abgelegenen Geflüchteten- und Aufnahmegemeinden
Projektbeginn: Juli 2026
Anzahl Ärztinnen/Ärzte: Zwei Ärzte und Ärztinnen zeitgleich vor Ort, sechs-wöchige Einsätze
Partnerorganisation: Uganda Youth and Adolescents Health Forum (UYAHF)
Struktur: Die lokalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Einsatzärztinnen und -ärzte arbeiten in zwei staatlichen Gesundheitseinrichtungen im Distrikt Isingiro (Ruhoko Health Centre III und Rubondo Health Centre III) im Nakivale Refugee Settlement. Darüber hinaus fährt vierteljährlich eine Mobile Klinik in die Geflüchteten- und Aufnahmegemeinden, um die Gesundheitsdiente näher an die Menschen zu bringen. Ergänzend werden Austauschforen für Kinder mit Fluchterfahrungen zur Traumabewältigung organisiert.
Einsatzgebiete: Nakivale Refugee Settlement im Bezirk Isingiro
Häufige gesundheitliche Probleme: Malaria, Atemwegserkrankungen, ernährungsbedingte Erkrankungen, Cholera
Projektziele:
-
Verbesserung der ambulanten Versorgung, der vorgeburtlichen und nachgeburtlichen Betreuung sowie der Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche.
-
Etablierung von Dorfgesundheitsteams zur Durchführung von Hausbesuchen und präventiver Aufklärungsarbeit
-
Ausbau der Kompetenzen des Gesundheitspersonals durch Fortbildungen in den Bereichen Gesundheitsförderung, sowie kinder- und jugendgerechte Gesundheitsversorgung
Zielgruppe: Vulnerable Bevölkerungsgruppen mit eingeschränktem oder keinem Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen
Aktivitäten:
- Medizinische Sprechstunde in zwei staatlichen Gesundheitseinrichtungen (Ruhoko Health Centre III und Rubondo Health Centre III) in der Geflüchtetensiedlung
- Mobile Kliniken in den abgelegenen Geflüchteten- und Aufnahmegemeinden
Sprechstunde
Um die medizinische Versorgung der Bevölkerung nachhaltig zu stärken, werden in zwei staatlichen Gesundheitseinrichtungen im Distrikt Isingiro Sprechstunden angeboten. In der Sprechstunde haben Geflüchtete und Menschen aus den Aufnahmegemeinden die Möglichkeit, eine medizinische Beratung in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig trägt der Einsatz der ehrenamtlichen Ärztinnen und Ärzte dazu bei, die Arbeitsbelastung der lokalen Gesundheitsfachkräfte zu reduzieren, die täglich eine große Anzahl von Fällen versorgen müssen.


Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist der Wissensaustausch. Durch die enge Kooperation mit lokalen Gesundheitsfachkräften werden fachliche Kompetenzen gestärkt und praktische Erfahrungen ausgetauscht. Dies geschieht unter anderem durch die gemeinsame Patientenversorgung, praxisnahe Schulungen sowie die Unterstützung bei der Dokumentation chronisch kranker Patientinnen und Patienten. So trägt das Projekt nicht nur kurzfristig zur Entlastung des lokalen medizinischen Personals bei, sondern stärkt auch langfristig die Qualität der Gesundheitsdienste vor Ort.
Um die medizinische Versorgung der Bevölkerung nachhaltig zu stärken, werden in zwei staatlichen Gesundheitseinrichtungen im Distrikt Isingiro Sprechstunden angeboten. In der Sprechstunde haben Geflüchtete und Menschen aus den Aufnahmegemeinden die Möglichkeit, eine medizinische Beratung in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig trägt der Einsatz der ehrenamtlichen Ärztinnen und Ärzte dazu bei, die Arbeitsbelastung der lokalen Gesundheitsfachkräfte zu reduzieren, die täglich eine große Anzahl von Fällen versorgen müssen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist der Wissensaustausch. Durch die enge Kooperation mit lokalen Gesundheitsfachkräften werden fachliche Kompetenzen gestärkt und praktische Erfahrungen ausgetauscht. Dies geschieht unter anderem durch die gemeinsame Patientenversorgung, praxisnahe Schulungen sowie die Unterstützung bei der Dokumentation chronisch kranker Patientinnen und Patienten. So trägt das Projekt nicht nur kurzfristig zur Entlastung des lokalen medizinischen Personals bei, sondern stärkt auch langfristig die Qualität der Gesundheitsdienste vor Ort.
Mobile Klinik
Mobile Klinik bringt Gesundheitsversorgung zu den Geflüchteten- und in die Aufnahmegemeinden
Um den Menschen den Zugang zu medizinischen Dienstleistungen zu erleichtern und die Gesundheitsversorgung näher an die Gemeinden zu bringen, wird zusätzlich eine Mobile Klinik in verschiedenen Zonen der Nakivale Geflüchtetensiedlung eingesetzt. Im Rahmen dieser Einsätze erhalten die Menschen ein umfassendes Angebot an Gesundheitsdienstleistungen, darunter Schwangerschafts- und Wochenbettbetreuung, Impfungen, Familienplanung, Ernährungsscreenings, Traumaberatung und Gesundheitsaufklärung. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den staatlichen Mitarbeitenden und Einrichtungen.

Um besonders gefährdete oder schwer erreichbare Menschen bestmöglich zu unterstützen, finden regelmäßige Hausbesuche durch geschulte Gesundheitshelferinnen und -helfer statt. Durch die persönliche Betreuung vor Ort können gesundheitliche Risiken frühzeitig erkannt und gezielte präventive Maßnahmen schneller eingeleitet werden. Besonders Menschen mit chronischen Erkrankungen und besonderen Gesundheitsbedürfnissen profitieren von dieser engen Begleitung. Die Hausbesuche stärken zudem das Vertrauen zwischen den Gesundheitsfachkräften und der Gemeinschaft.
Um den Menschen den Zugang zu medizinischen Dienstleistungen zu erleichtern und die Gesundheitsversorgung näher an die Gemeinden zu bringen, wird zusätzlich eine Mobile Klinik in verschiedenen Zonen der Nakivale Geflüchtetensiedlung eingesetzt. Im Rahmen dieser Einsätze erhalten die Menschen ein umfassendes Angebot an Gesundheitsdienstleistungen, darunter Schwangerschafts- und Wochenbettbetreuung, Impfungen, Familienplanung, Ernährungsscreenings, Traumaberatung und Gesundheitsaufklärung. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den staatlichen Mitarbeitenden und Einrichtungen.
Um besonders gefährdete oder schwer erreichbare Menschen bestmöglich zu unterstützen, finden regelmäßige Hausbesuche durch geschulte Gesundheitshelferinnen und -helfer statt. Durch die persönliche Betreuung vor Ort können gesundheitliche Risiken frühzeitig erkannt und gezielte präventive Maßnahmen schneller eingeleitet werden. Besonders Menschen mit chronischen Erkrankungen und besonderen Gesundheitsbedürfnissen profitieren von dieser engen Begleitung. Die Hausbesuche stärken zudem das Vertrauen zwischen den Gesundheitsfachkräften und der Gemeinschaft.
Mentale Gesundheit
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der mentalen Gesundheit. Damit reagiert das Projekt auf das hohe Maß an Traumata und psychischen Belastungen bei neu angekommenen Geflüchteten und Langzeitbewohnerinnen und -bewohnern. Ergänzend werden Foren für Kinder mit Fluchterfahrungen organisiert. In diesen geschützten Räumen können insbesondere kleine Kinder belastende Erlebnisse mithilfe von angeleitetem Spielen altersgerecht verarbeiten.

Darüber hinaus werden interaktive Veranstaltungen, Gesundheitsvorträge und Vorführungen durchgeführt. Diese zielen darauf ab, das Bewusstsein für Gesundheitsfragen zu schärfen und gesundheitsförderndes Verhalten zu fördern. In diesen Veranstaltungen werden die Gemeindemitglieder in Diskussionen über gesundheitsbezogene Themen einbezogen. Sie dienen auch als Plattform, um Missverständnisse, kulturelle Überzeugungen und Hindernisse beim Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen anzusprechen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der mentalen Gesundheit. Damit reagiert das Projekt auf das hohe Maß an Traumata und psychischen Belastungen bei neu angekommenen Geflüchteten und Langzeitbewohnerinnen und -bewohnern. Ergänzend werden Foren für Kinder mit Fluchterfahrungen organisiert. In diesen geschützten Räumen können insbesondere kleine Kinder belastende Erlebnisse mithilfe von angeleitetem Spielen altersgerecht verarbeiten.
Darüber hinaus werden interaktive Veranstaltungen, Gesundheitsvorträge und Vorführungen durchgeführt. Diese zielen darauf ab, das Bewusstsein für Gesundheitsfragen zu schärfen und gesundheitsförderndes Verhalten zu fördern. In diesen Veranstaltungen werden die Gemeindemitglieder in Diskussionen über gesundheitsbezogene Themen einbezogen. Sie dienen auch als Plattform, um Missverständnisse, kulturelle Überzeugungen und Hindernisse beim Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen anzusprechen.
Schulungen
Zur nachhaltigen Stärkung der lokalen Gesundheitsstrukturen finden alle sechs Monate zweitägige Fortbildungen für die Gesundheitsfachkräfte der Distrikt Health Teams statt. Die Schulungen konzentrieren sich auf Themen wie die Gesundheit von Müttern und Kindern, die Verknüpfung von psychischer Gesundheit und psychosozialer Unterstützung, den Umgang mit nicht übertragbaren Krankheiten, Gesundheitsförderung und -aufklärung sowie kultursensible Kommunikation.

Ergänzend werden die Dorfgesundheitsteams (Village Health Teams, VHTs) einmal pro Quartal geschult. Die regelmäßigen Schulungen dienen nicht nur der kontinuierlichen Weiterbildung, sondern bieten auch einen strukturierten Rahmen für den Austausch von Erfahrungen aus den Gemeinden.
Zur nachhaltigen Stärkung der lokalen Gesundheitsstrukturen finden alle sechs Monate zweitägige Fortbildungen für die Gesundheitsfachkräfte der Distrikt Health Teams statt. Die Schulungen konzentrieren sich auf Themen wie die Gesundheit von Müttern und Kindern, die Verknüpfung von psychischer Gesundheit und psychosozialer Unterstützung, den Umgang mit nicht übertragbaren Krankheiten, Gesundheitsförderung und -aufklärung sowie kultursensible Kommunikation.
Ergänzend werden die Dorfgesundheitsteams (Village Health Teams, VHTs) einmal pro Quartal geschult. Die regelmäßigen Schulungen dienen nicht nur der kontinuierlichen Weiterbildung, sondern bieten auch einen strukturierten Rahmen für den Austausch von Erfahrungen aus den Gemeinden.
Lebensbedingungen
Das Nakivale Refugee Settlement ist eines der ältesten und größten Geflüchtetensiedlungen Ugandas. Es umfasst eine Fläche von rund 185 km². Ende 2025 lebten dort etwa 273.000 registrierte Geflüchtete. Die meisten stammen aus Konflikt- und Krisenregionen der Nachbarländer, insbesondere aus der Demokratischen Republik Kongo, dem Südsudan, Sudan, Burundi, Ruanda, Äthiopien, Somalia und Eritrea. Die Geflüchteten erhalten Zugang zu Land, dürfen einer Arbeit nachgehen und leben in offenen, siedlungsähnlichen Strukturen gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung.
Dennoch ist das Settlement mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Die verfügbare landwirtschaftliche Fläche pro Familie wird zunehmend kleiner, viele Böden sind stark beansprucht, und zahlreiche Haushalte können nicht ausreichend Nahrungsmittel produzieren. Gleichzeitig sind die Wasserressourcen begrenzt, die Infrastruktur vielerorts unzureichend ausgebaut, und die Wege zu Märkten oder Einrichtungen weit.







Auch das Gesundheitssystem steht unter starkem Druck. In Uganda erfolgt die Gesundheitsversorgung von Geflüchteten und Aufnahmegemeinden über ein integriertes Distriktsystem, in dem dieselben Einrichtungen beide Bevölkerungsgruppen versorgen. Angesichts der hohen Bevölkerungszahlen führt dies jedoch zu einer erheblichen Belastung von Personal, Infrastruktur, Medikamentenversorgung und medizinischer Ausstattung. Da die Bevölkerung im Settlement weiterhin wächst, steigt auch der Bedarf an Gesundheitsleistungen kontinuierlich an.
Die gesundheitliche Situation der Menschen in Nakivale ist sowohl durch übertragbare als auch durch ernährungsbedingte Erkrankungen geprägt. Die unzureichende WASH-Infrastruktur begünstigt dabei wiederkehrende Ausbrüche von Cholera und anderen durch Wasser übertragenen Krankheiten. Darüber hinaus sind viele Menschen von einer akuten Unterernährung betroffen. Die Müttersterblichkeit liegt auf einem hohen Niveau.
Trotz dieser Herausforderungen gilt Nakivale als ein Ort großer Resilienz. Viele Geflüchtete bemühen sich, durch Landwirtschaft, kleine Handelsaktivitäten oder handwerkliche Arbeit ihren Lebensunterhalt zu sichern. Märkte, Schulen und religiöse Einrichtungen sind wichtige soziale Treffpunkte und fördern das Zusammenleben der unterschiedlichen Gemeinschaften.
Das Nakivale Refugee Settlement ist eines der ältesten und größten Geflüchtetensiedlungen Ugandas. Es umfasst eine Fläche von rund 185 km². Ende 2025 lebten dort etwa 273.000 registrierte Geflüchtete. Die meisten stammen aus Konflikt- und Krisenregionen der Nachbarländer, insbesondere aus der Demokratischen Republik Kongo, dem Südsudan, Sudan, Burundi, Ruanda, Äthiopien, Somalia und Eritrea. Die Geflüchteten erhalten Zugang zu Land, dürfen einer Arbeit nachgehen und leben in offenen, siedlungsähnlichen Strukturen gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung.
Dennoch ist das Settlement mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Die verfügbare landwirtschaftliche Fläche pro Familie wird zunehmend kleiner, viele Böden sind stark beansprucht, und zahlreiche Haushalte können nicht ausreichend Nahrungsmittel produzieren. Gleichzeitig sind die Wasserressourcen begrenzt, die Infrastruktur vielerorts unzureichend ausgebaut, und die Wege zu Märkten oder Einrichtungen weit.
Auch das Gesundheitssystem steht unter starkem Druck. In Uganda erfolgt die Gesundheitsversorgung von Geflüchteten und Aufnahmegemeinden über ein integriertes Distriktsystem, in dem dieselben Einrichtungen beide Bevölkerungsgruppen versorgen. Angesichts der hohen Bevölkerungszahlen führt dies jedoch zu einer erheblichen Belastung von Personal, Infrastruktur, Medikamentenversorgung und medizinischer Ausstattung. Da die Bevölkerung im Settlement weiterhin wächst, steigt auch der Bedarf an Gesundheitsleistungen kontinuierlich an.
Die gesundheitliche Situation der Menschen in Nakivale ist sowohl durch übertragbare als auch durch ernährungsbedingte Erkrankungen geprägt. Die unzureichende WASH-Infrastruktur begünstigt dabei wiederkehrende Ausbrüche von Cholera und anderen durch Wasser übertragenen Krankheiten. Darüber hinaus sind viele Menschen von einer akuten Unterernährung betroffen. Die Müttersterblichkeit liegt auf einem hohen Niveau.
Trotz dieser Herausforderungen gilt Nakivale als ein Ort großer Resilienz. Viele Geflüchtete bemühen sich, durch Landwirtschaft, kleine Handelsaktivitäten oder handwerkliche Arbeit ihren Lebensunterhalt zu sichern. Märkte, Schulen und religiöse Einrichtungen sind wichtige soziale Treffpunkte und fördern das Zusammenleben der unterschiedlichen Gemeinschaften.
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