Gemeinsam gegen Ebola: Prävention- und Aufklärungskampagnen in Uganda
Der aktuelle Ebola-Ausbruch in der DR Kongo stellt auch das Gesundheitssystem im Nachbarland Uganda vor große Herausforderungen. Die vom Ausbruch betroffene Provinz Ituri in der Demokratischen Republik Kongo liegt an der Grenze zu unserem Projektland Uganda. Besonders gefährdet sind Menschen, die flüchten mussten und in den Grenzregionen Ugandas in Geflüchtetensiedlungen leben, da sie häufig nur eingeschränkten Zugang zu Gesundheitsdiensten haben.
Die Gesundheitsbehörden in Uganda haben Präventionsmaßnahmen eingeleitet, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Bereits am 27. Mai hat Uganda die Grenze zur DR Kongo für den Personenverkehr geschlossen. Davon ausgenommen sind humanitäre Einsätze und Hilfsgüter. Die bis dahin vereinzelten infizierten Personen, die ausschließlich aus der DR Kongo stammen, wurden direkt in Quarantäne gebracht und medizinisch versorgt. Zudem werden Kontaktpersonen engmaschig beobachtet.
German Doctors und die ugandische Partnerorganisation UYAHF arbeiten gemeinsam in der Geflüchtetensiedlung Nakivale, um die medizinische Versorgung der Geflüchteten und der Aufnahmegemeinden sicherzustellen und eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Umfassende Prävention- und Aufklärungskampagnen
Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort klären die Bevölkerung umfassend über die Gefahren auf und bereiten sich darauf vor, Erkrankte frühzeitig zu erkennen und Verdachtsfälle zu überwachen.
Um die Krankheitsübertragung einzudämmen und die Vorsorge in den Gemeinden zu stärken, sind die folgenden Maßnahmen geplant:
- Durchführung von Sensibilisierungskampagnen über lokale Radiosender in verschiedenen Landessprachen
- Durchführung gezielter Aufklärungsveranstaltungen an stark frequentierten Orten wie Märkten, Schulen, religiösen Einrichtungen, Gesundheitseinrichtungen und Gemeindezentren
- Erstellung und Verteilung von mehrsprachigen Informationsmaterialien zur Ebola-Prävention
- Organisation von Kampagnen zur Förderung des Händewaschens
- Durchführung regelmäßiger Nachsorgebesuche durch Freiwillige
In Uganda sind die German Doctors seit 2022 aktiv. Dort unterstützen wir das Salem-Kolonyi Krankenhaus, das vorwiegend Frauen mit Risikoschwangerschaften, Mütter und Kinder versorgt. Zudem versorgen wir im Osten des Landes in den Distrikten Mbale, Butebo, Bukedea und Budaka Menschen, die keinen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten haben. In der ältesten Geflüchtetensiedlung Ugandas, dem Nakivale Refugee Settlement, versorgen wir die dort lebenden Menschen sowie die Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Ausnahmegemeinden.