Omang freut sich

Omang freut sich

Auf die Frage „Was macht Dich glücklich?“ habe ich während der Rolling Clinic Sprechstunden auf Mindano viele Antworten und Reaktionen von den Patienten und Mitarbeitern der Ärzte für die Dritte Welt bekommen. Dem kleinen Omang brauchte ich diese Frage nicht zu stellen.

Der Dreijährige ist als fünftes Kind seiner Eltern in den Bergen von Cabanglasan geboren. Seine Mutter und sein Vater gehören zur indigenen Bevölkerung, den Umayamnun. Bis vor Kurzem lebte die Familie einige Fußweg-Stunden vom nächsten Dorf entfernt. Da seine Geschwister nun die Grundschule besuchen, zog die Familie in ein Dorf nahe Cananga-an.

Omang wird von seiner Mutter Ay Ay zur Rolling Clinic Sprechstunde gebracht. Ay Ay fällt unter allen Patienten auf: durch ihr indigenes Aussehen, ihre extrem abgetragene Kleidung und besonders durch die Betelnuss, die sie auf ihren Lippen trägt. „Meine Kinder fragen ständig nach Geld für Essen, doch ich habe keines“, erzählt sie. Auch über meine Übersetzerin kann ich leider nicht herausfinden, wovon die Familie eigentlich lebt. Was ich jedoch sehen kann ist: Sie sind arm, der Kleine wirkt vernachlässigt.

Nach der Untersuchung bekommt Omang von German Doctor Robert Henker sein vielleicht erstes Spielzeug – einen Luftballon. Und wie er sich darüber freut, rührt mich sehr. Die zusammengeschnittene Situation dauerte in Echtzeit mehr als 15 Minuten und mag vielleicht etwas merkwürdig erscheinen und Omang ist sicher auch ein besonderes Kind, es zeigt jedoch einen Jungen, der gerade Glück empfindet – da bin ich mir sicher. Zwei Minuten Glück zum Anschauen – hier:

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