German Doctors
German Doctors

Serabu

Projektbeginn | 2010

   

Einsätze | 270

Serabu

Das Serabu-Projekt im Überblick

Große Armut und hohe Kindersterblichkeit

Der nächste Flughafen ist sieben holprige Stunden Fahrt entfernt, die nächste Kleinstadt über zwei Stunden mit dem Motorrad: Das Serabu Community Hospital liegt ländlich abgelegen und ist doch für 50.000 Menschen die einzige medizinische Anlaufstelle. Das westafrikanische Sierra Leone ist eines der ärmsten Länder der Welt, als Nachkriegsland stark zurückentwickelt und von der Ebola-Epidemie gebeutelt. Infrastrukturell herrschen große Defizite, es gibt keine Sozialhilfe und keine Krankenversicherung. Wie wichtig unsere Hilfe in diesem Projektland ist, zeigt sich nicht zuletzt auch an der erschreckend hohen Kindersterblichkeit: 182 von 1.000 Kinder sterben vor ihrem fünften Geburtstag, mehr als die Hälfte von ihnen an Unterernährung.

Mehr zu den Lebensbedingungen

 

Ein Krankenhaus für 50.000 Menschen

Seit 2010 unterhalten wir das Serabu Community Hospital mit den Abteilungen Allgemeinmedizin, Pädiatrie, Gynäkologie und Chirurgie. Für 50.000 Menschen ist die Klinik die einzige medizinische Anlaufstelle und viele Patientinnen und Patienten kommen in letzter Minute schwerkrank mit dem Motorrad. Die mangelnde Infrastruktur in Serabu trifft besonders schwangere Frauen und Kinder: Viele Mütter sterben unter den Hausgeburten in den Lehmhütten, da der Weg zur nächsten Klinik bei Komplikationen zu weit ist. Schwangeren, stillenden Müttern und Kindern unter fünf Jahren bieten wir daher besonders intensive Unterstützung und komplett kostenfreie Behandlung an.

Mehr über das Serabu Hospital erfahren

Stärkung des lokalen Gesundheitssystems

In einem Land, in dem es weniger als 300 einheimische Ärzte gibt, ist die Schulung von medizinischen Fachkräften besonders wichtig. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns neben der medizinischen Behandlung der jährlich 17.000 Patientinnen und Patienten insbesondere auf das von der norwegischen Organisation CapaCare initiierte und offiziell staatlich zertifizierte Weiterbildungsprogramm, das Krankenpflegerinnen und -pflegern eine Zusatzausbildung ermöglicht: Für Studenten, die die Weiterbildung zum „Community Health Officer“ (CHO) absolvieren, sind wir Lehrkrankenhaus. Die German Doctors sind ins Programm integriert und einige unserer CHOs mittlerweile hochqualifiziert – nicht zuletzt durch die tägliche Arbeit mit den Einsatzärztinnen und -ärzten, von denen sie hands-on lernen. Gemäß unserem Motto „Hilfe, die bleibt“ können wir somit die Verantwortung nach und nach in einheimische Hände geben.

Mehr zur Ausbildung

Große Armut und hohe Kindersterblichkeit

Der nächste Flughafen ist sieben holprige Stunden Fahrt entfernt, die nächste Kleinstadt über zwei Stunden mit dem Motorrad: Das Serabu Community Hospital liegt ländlich abgelegen und ist doch für 50.000 Menschen die einzige medizinische Anlaufstelle. Das westafrikanische Sierra Leone ist eines der ärmsten Länder der Welt, als Nachkriegsland stark zurückentwickelt und von der Ebola-Epidemie gebeutelt. Infrastrukturell herrschen große Defizite, es gibt keine Sozialhilfe und keine Krankenversicherung. Wie wichtig unsere Hilfe in diesem Projektland ist, zeigt sich nicht zuletzt auch an der erschreckend hohen Kindersterblichkeit: 182 von 1.000 Kinder sterben vor ihrem fünften Geburtstag, mehr als die Hälfte von ihnen an Unterernährung.

Mehr zu den Lebensbedingungen

 

Ein Krankenhaus für 50.000 Menschen

Seit 2010 unterhalten wir das Serabu Community Hospital mit den Abteilungen Allgemeinmedizin, Pädiatrie, Gynäkologie und Chirurgie. Für 50.000 Menschen ist die Klinik die einzige medizinische Anlaufstelle und viele Patientinnen und Patienten kommen in letzter Minute schwerkrank mit dem Motorrad. Die mangelnde Infrastruktur in Serabu trifft besonders schwangere Frauen und Kinder: Viele Mütter sterben unter den Hausgeburten in den Lehmhütten, da der Weg zur nächsten Klinik bei Komplikationen zu weit ist. Schwangeren, stillenden Müttern und Kindern unter fünf Jahren bieten wir daher besonders intensive Unterstützung und komplett kostenfreie Behandlung an.

Mehr über das Serabu Hospital erfahren

 

Stärkung des lokalen Gesundheitssystems

In einem Land, in dem es weniger als 300 einheimische Ärzte gibt, ist die Schulung von medizinischen Fachkräften besonders wichtig. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns neben der medizinischen Behandlung der jährlich 17.000 Patientinnen und Patienten insbesondere auf das von der norwegischen Organisation CapaCare initiierte und offiziell staatlich zertifizierte Weiterbildungsprogramm, das Krankenpflegerinnen und -pflegern eine Zusatzausbildung ermöglicht: Für Studenten, die die Weiterbildung zum „Community Health Officer“ (CHO) absolvieren, sind wir Lehrkrankenhaus. Die German Doctors sind ins Programm integriert und einige unserer CHOs mittlerweile hochqualifiziert – nicht zuletzt durch die tägliche Arbeit mit den Einsatzärztinnen und -ärzten, von denen sie hands-on lernen. Gemäß unserem Motto „Hilfe, die bleibt“ können wir somit die Verantwortung nach und nach in einheimische Hände geben.

Mehr zur Ausbildung

Das Serabu-Projekt im Überblick

Daten und Fakten

Projektbeginn: 2010

Anzahl Ärzte zurzeit: Drei deutsche Ärztinnen/Ärzte.

Einsätze: 27 unentgeltliche Einsätze im Jahr 2019. Von 2010 bis Ende 2019 wurden von den Ärztinnen und Ärzten insgesamt 264 unentgeltliche Einsätze durchgeführt.

Patientenkontakte: Jährlich werden in Serabu über 17.000 Behandlungen vorgenommen.

Partner: Projektpartner der German Doctors ist die Diözese Bo. Finanziell bekommen wir Unterstützung durch das Kindermissionswerk (KMW) und die Katholische Zentralstelle für Entwicklungshilfe (KZE).

Struktur: Deutsche Fachärztinnen und -ärzte aus den Bereichen Geburtshilfe und Kinderheilkunde arbeiten ganzjährig in dem Krankenhaus mit; ein- bis dreimal jährlich schicken wir einen Chirurgen zur Unterstützung des einheimischen Personals.

Einsatzgebiet: Das Serabu Community Hospital im Bezirk Bumpeh Ngao. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit den Public Health Units (PHUs) der umliegenden Dörfer zusammen.

Häufigste gesundheitliche Probleme: Malaria, Unterernährung, Geburtshilfe, Lungenerkrankungen und chirurgische Probleme.

Schwerpunkt: Neben der Behandlung von Patienteninnen und Patienten durch die deutschen Fachärzte liegt der Schwerpunkt auf der Ausbildung von einheimischen Fachkräften zu „Clinical Health Officers“ (CHOs). Unser wichtigstes Anliegen ist die Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit. Die Arbeitsschwerpunkte sind Geburtsmedizin, Infektionen, chirurgische Notfälle und zunehmend chronische internistische Krankheiten.

Daten und Fakten

Projektbeginn: 2010

Einsätze: Von 2010 bis Ende 2020 wurden von den Ärztinnen und Ärzten insgesamt 270 unentgeltliche Einsätze durchgeführt.

Patientenkontakte: Jährlich werden in Serabu über 17.000 Behandlungen vorgenommen.

Partner: Projektpartner der German Doctors ist die Diözese Bo. Finanziell bekommen wir Unterstützung durch das Kindermissionswerk (KMW) und die Katholische Zentralstelle für Entwicklungshilfe (KZE).

Struktur: Deutsche Fachärztinnen und -ärzte aus den Bereichen Geburtshilfe und Kinderheilkunde arbeiten ganzjährig in dem Krankenhaus mit; ein- bis dreimal jährlich schicken wir einen Chirurgen zur Unterstützung des einheimischen Personals.

Einsatzgebiet: Das Serabu Community Hospital im Bezirk Bumpeh Ngao. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit den Public Health Units (PHUs) der umliegenden Dörfer zusammen.

Häufigste gesundheitliche Probleme: Malaria, Unterernährung, Geburtshilfe, Lungenerkrankungen und chirurgische Probleme.

Schwerpunkt: Neben der Behandlung von Patienteninnen und Patienten durch die deutschen Fachärzte liegt der Schwerpunkt auf der Ausbildung von einheimischen Fachkräften zu „Clinical Health Officers“ (CHOs). Unser wichtigstes Anliegen ist die Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit. Die Arbeitsschwerpunkte sind Geburtsmedizin, Infektionen, chirurgische Notfälle und zunehmend chronische internistische Krankheiten.

Das Serabu-Projekt im Überblick

Professioneller Klinikbetrieb

Das Serabu Community Hospital mit insgesamt 143 Betten besteht aus einer Ambulanz und einem stationären Bereich, der sich in Frauen-, Männer-, Kinder- und Wöchnerinnenstation gliedert. Die Kinderstation ist dabei der größte Bereich. Zudem gibt es einen ambulanten Bereich für Kinder unter fünf Jahren inklusive Kinder-Notstation, einen Kreißsaal und einen Operationssaal. Die angegliederte HIV- und Tuberkulose-Ambulanz wird komplett von der Regierung des afrikanischen Staates gelenkt. Gut ausgebildete einheimische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten mittlerweile Hand in Hand mit den German Doctors.

Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit

Immer noch sterben in Sierra Leone viel zu viele Kinder! Unser wichtigstes Anliegen ist daher die Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit. Mittlerweile begleiten die Kolleginnen und Kollegen aus der Gynäkologie täglich bis zu vier Geburten, dazu regelmäßig Kaiserschnitte. Nach der Geburt kommen die Babys auf die Neugeborenenstation – besonders für kranke Neugeborene und Frühchen ist die medizinische Betreuung oft lebenswichtig. Schwangere, stillende Mütter und Kinder unter fünf Jahren werden übrigens komplett kostenfrei behandelt und – anders als in Regierungskrankenhäusern – auch mit Behandlungsmaterial wie Binden versorgt.

Sichere Geburt: Mother Waiting House

Leider kommen immer noch mehr als die Hälfte der Babys ohne medizinische Aufsicht auf die Welt – das erhöht das Sterberisiko von Mutter und Kind. Denn wenn Komplikationen unter der Geburt auftreten, ist es kaum mehr möglich, den langen Weg ins nächste Krankenhaus zu bewältigen – noch dazu über holprige Straßen mit dem Motorrad. Wir bieten daher Patientinnen, insbesondere jenen mit Risikoschwangerschaft, die Möglichkeit, in unserem „Mother Waiting House“ zu bleiben, bis die Geburt beginnt. Zudem versorgen wir die Frauen täglich mit einer warmen Mahlzeit. Leider sind viele Frauen familiär eingebunden und bleiben trotzt Risikoschwangerschaft nicht bei uns, zum Teil mit dramatischen Folgen.

Notprogramm für Babys

Gerade bei erkrankten Babys zählt manchmal jede Minute. Mehrere Mitarbeitende haben mittlerweile an dem „ETAT“-Training (Emergency Triage Assessment and Treatment) teilgenommen, in dem Kompetenzen und Maßnahmen zur effektiven, schnellstmöglichen Behandlung von Babys vermittelt werden. Innerhalb von circa zehn Minuten werden bei diesem Notprogramm die wichtigsten Untersuchungsschritte eingeleitet, um eine schnelle, oft lebensrettende Diagnose, zu stellen. Mittlerweile haben wir sogar einen eigenen ETAT-Beauftragten im Betrieb, der auch selbst schulen darf.

Ernährungsprogramm für Kinder

Mangel- und Unterernährung zählen zu den häufigsten Ursachen dafür, dass viele Kinder in Sierra Leone ihren fünften Geburtstag nicht erleben. Denn sie sind geschwächt und damit be­sonders anfällig für Infektionen und Entwicklungsstörungen. In unserem Ernährungsprogramm päppeln wir stark untergewichtige Kleinkinder mit spezieller Aufbaunahrung auf, kontrollieren regelmäßig ihr Gewicht und ihren gesundheitlichen Zustand. Wenn Kinder auf unserer Station aufgenommen sind, nutzen wir die Zeit zudem für Schulungen und zeigen den Müttern zum Beispiel, wie man aus regionalen Zutaten einen nährstoffreichen Brei herstellt. Auch die Kinder werden in die Kochkurse integriert.

Professioneller Klinikbetrieb

Das Serabu Community Hospital mit insgesamt 143 Betten besteht aus einer Ambulanz und einem stationären Bereich, der sich in Frauen-, Männer-, Kinder- und Wöchnerinnenstation gliedert. Die Kinderstation ist dabei der größte Bereich. Zudem gibt es einen ambulanten Bereich für Kinder unter fünf Jahren inklusive Kinder-Notstation, einen Kreißsaal und einen Operationssaal. Die angegliederte HIV- und Tuberkulose-Ambulanz wird komplett von der Regierung des afrikanischen Staates gelenkt. Gut ausgebildete einheimische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten mittlerweile Hand in Hand mit den German Doctors.

Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit

Immer noch sterben in Sierra Leone viel zu viele Kinder! Unser wichtigstes Anliegen ist daher die Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit. Mittlerweile begleiten die Kolleginnen und Kollegen aus der Gynäkologie täglich bis zu vier Geburten, dazu regelmäßig Kaiserschnitte. Nach der Geburt kommen die Babys auf die Neugeborenenstation – besonders für kranke Neugeborene und Frühchen ist die medizinische Betreuung oft lebenswichtig. Schwangere, stillende Mütter und Kinder unter fünf Jahren werden übrigens komplett kostenfrei behandelt und – anders als in Regierungskrankenhäusern – auch mit Behandlungsmaterial wie Binden versorgt.

Sichere Geburt: Mother Waiting House

Leider kommen immer noch mehr als die Hälfte der Babys ohne medizinische Aufsicht auf die Welt – das erhöht das Sterberisiko von Mutter und Kind. Denn wenn Komplikationen unter der Geburt auftreten, ist es kaum mehr möglich, den langen Weg ins nächste Krankenhaus zu bewältigen – noch dazu über holprige Straßen mit dem Motorrad. Wir bieten daher Patientinnen, insbesondere jenen mit Risikoschwangerschaft, die Möglichkeit, in unserem „Mother Waiting House“ zu bleiben, bis die Geburt beginnt. Zudem versorgen wir die Frauen täglich mit einer warmen Mahlzeit. Leider sind viele Frauen familiär eingebunden und bleiben trotzt Risikoschwangerschaft nicht bei uns, zum Teil mit dramatischen Folgen.

Notprogramm für Babys

Gerade bei erkrankten Babys zählt manchmal jede Minute. Mehrere Mitarbeitende haben mittlerweile an dem „ETAT“-Training (Emergency Triage Assessment and Treatment) teilgenommen, in dem Kompetenzen und Maßnahmen zur effektiven, schnellstmöglichen Behandlung von Babys vermittelt werden. Innerhalb von circa zehn Minuten werden bei diesem Notprogramm die wichtigsten Untersuchungsschritte eingeleitet, um eine schnelle, oft lebensrettende Diagnose, zu stellen. Mittlerweile haben wir sogar einen eigenen ETAT-Beauftragten im Betrieb, der auch selbst schulen darf.

Ernährungsprogramm für Kinder

Mangel- und Unterernährung zählen zu den häufigsten Ursachen dafür, dass viele Kinder in Sierra Leone ihren fünften Geburtstag nicht erleben. Denn sie sind geschwächt und damit be­sonders anfällig für Infektionen und Entwicklungsstörungen. In unserem Ernährungsprogramm päppeln wir stark untergewichtige Kleinkinder mit spezieller Aufbaunahrung auf, kontrollieren regelmäßig ihr Gewicht und ihren gesundheitlichen Zustand. Wenn Kinder auf unserer Station aufgenommen sind, nutzen wir die Zeit zudem für Schulungen und zeigen den Müttern zum Beispiel, wie man aus regionalen Zutaten einen nährstoffreichen Brei herstellt. Auch die Kinder werden in die Kochkurse integriert.

Das Serabu-Projekt im Überblick

Von Anästhesie bis Chirurgie

Das einheimische Personal im Serabu Community Hospital ist hoch­motiviert, doch es fehlt ihm vor allem an fachärztlichem Wissen. So entstand die Idee, Community Health Officer, die schon eine allgemein­medizinische Aus­bildung haben, weiterzubilden, um Fachbereiche der Klinik in einigen Jahren komplett in einheimische Hände geben zu können. Seit 2013 bilden wir auf Grundlage des staatlichen Ausbildungsprogramms und mithilfe der Organisation CapaCare in Anästhesie, Geburtshilfe, Chirurgie und Kinderheilkunde aus bzw. weiter. Die Bilanz ist beeindruckend: Wir haben zwei CHOs in Anästhesie und einen in Chirurgie fortgebildet; CHOs übernehmen selbstständig Operationen wie Blinddarm und Kaiserschnitte.

Lehrkrankenhaus für Hebammen

Serabu ist als Lehrkrankenhaus von CapaCare wie auch von vielen sierra-leonischen Ausbildungsstätten geschätzt – unter anderem dem Medical College Freetown, der Hebammenschule in Bo und der Schule für CHOs in Bo. Daher werden viele Auszubildende aus den verschiedenen Bereichen für die praktische Ausbildung nach Serabu geschickt. Dies ist absolut wichtig, um das lokale Gesundheitssystem zu stärken. Doch wir schicken auch unser eigenes Personal in die Hebammenschule. Eine unserer Schwestern hat einen der begehrten Ausbildungsplätze an der Hebammenschule ergattert und ist nun gut ausgebildet in unseren Betrieb zurückgekehrt, eine zweite wird ebenfalls bald ihre Ausbildung abgeschlossen haben.

Regionale Strukturen stärken

In umliegenden Dörfern gibt es die sogenannten „Pulbic Health Units“ (PHUs), die mit jeweils einer Krankenschwester besetzt und mit spärlichen Medikamenten ausgestattet sind. Um die lokalen Strukturen zu stärken, laden wir die Schwestern zu uns ein, geben ihnen Schulungen und machen sie immer wieder darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, Schwangere bei Auffälligkeiten ins Krankenhaus zu schicken. Bei Notfällen holen wir Schwangere auch selbst ab. Auch die Dorfältesten und damit die wichtigsten Verantwortlichen im Dorf laden wir ein- bis zweimal im Jahr ein, geben ihnen Schulungen und bitten sie, unterernährte Kinder und Schwangere zu uns zu schicken.

„Mit meiner Ausbildung bei den German Doctors kann ich etwas für mein Land tun!“

Peter Mboma ist einer von vielen Hoffnungsträgern. Er ist Community Health Officer in chirurgischer Ausbildung und spricht über seine Erfahrungen: „Sierra Leone ist ein geschundenes Land. Ich bin mit Armut, Elend und Krankheit aufgewachsen – und mit dem Krieg wurde alles noch viel schlimmer. Viele sind geflohen und von denjenigen, die blieben, sind viele schwer traumatisiert und haben alles verloren. Es ist ein unerträglicher Gedanke, dass die Menschen in meiner Heimat vom Rest der Welt vergessen wurden und sie kaum das Notwendigste zum Leben haben. Es gibt hier keine Sozialhilfe, keine Krankenversicherung. Menschen durchsuchen Müllhalden nach etwas Essbarem, Kinder sterben an Unterernährung, viele Frauen überleben die Geburt ihres Kindes nicht. Ich will etwas dafür tun, dass es meinen Landsleuten besser geht, und ich will dabei helfen, dass mein Land es schafft, aus eigener Kraft Probleme zu lösen – und ich kann es, weil die German Doctors hier sind. Ich hatte das große Glück, eine Ausbildung zum Community Health Officer abschließen zu können, und jetzt habe ich die Chance, mich bei den German Doctors fortzubilden. Ich habe gerade das chirurgische Training begonnen, und ich möchte einmal genauso gut werden wie die deutschen Ärzte – und ich träume davon, später einmal selbstständig operieren zu können.“

Von Anästhesie bis Chirurgie

Das einheimische Personal im Serabu Community Hospital ist hoch­motiviert, doch es fehlt ihm vor allem an fachärztlichem Wissen. So entstand die Idee, Community Health Officer, die schon eine allgemein­medizinische Aus­bildung haben, weiterzubilden, um Fachbereiche der Klinik in einigen Jahren komplett in einheimische Hände geben zu können. Seit 2013 bilden wir auf Grundlage des staatlichen Ausbildungsprogramms und mithilfe der Organisation CapaCare in Anästhesie, Geburtshilfe, Chirurgie und Kinderheilkunde aus bzw. weiter. Die Bilanz ist beeindruckend: Wir haben zwei CHOs in Anästhesie und einen in Chirurgie fortgebildet; CHOs übernehmen selbstständig Operationen wie Blinddarm und Kaiserschnitte.

Lehrkrankenhaus für Hebammen

Serabu ist als Lehrkrankenhaus von Capa Care wie auch von vielen sierra-leonischen Ausbildungsstätten geschätzt – unter anderem dem Medical College Freetown, der Hebammenschule in Bo und der Schule für CHOs in Bo. Daher werden viele Auszubildende aus den verschiedenen Bereichen für die praktische Ausbildung nach Serabu geschickt. Dies ist absolut wichtig, um das lokale Gesundheitssystem zu stärken. Doch wir schicken auch unser eigenes Personal in die Hebammenschule. Eine unserer Schwestern hat einen der begehrten Ausbildungsplätze an der Hebammenschule ergattert und ist nun gut ausgebildet in unseren Betrieb zurückgekehrt, eine zweite wird ebenfalls bald ihre Ausbildung abgeschlossen haben.

Regionale Strukturen stärken

In umliegenden Dörfern gibt es die sogenannten „Pulbic Health Units“ (PHUs), die mit jeweils einer Krankenschwester besetzt und mit spärlichen Medikamenten ausgestattet sind. Um die lokalen Strukturen zu stärken, laden wir die Schwestern zu uns ein, geben ihnen Schulungen und machen sie immer wieder darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, Schwangere bei Auffälligkeiten ins Krankenhaus zu schicken. Bei Notfällen holen wir Schwangere auch selbst ab. Auch die Dorfältesten und damit die wichtigsten Verantwortlichen im Dorf laden wir ein- bis zweimal im Jahr ein, geben ihnen Schulungen und bitten sie, unterernährte Kinder und Schwangere zu uns zu schicken.

„Mit meiner Ausbildung bei den German Doctors kann ich etwas für mein Land tun!“

Peter Mboma ist einer von vielen Hoffnungsträgern. Er ist Community Health Officer in chirurgischer Ausbildung und spricht über seine Erfahrungen: „Sierra Leone ist ein geschundenes Land. Ich bin mit Armut, Elend und Krankheit aufgewachsen – und mit dem Krieg wurde alles noch viel schlimmer. Viele sind geflohen und von denjenigen, die blieben, sind viele schwer traumatisiert und haben alles verloren. Es ist ein unerträglicher Gedanke, dass die Menschen in meiner Heimat vom Rest der Welt vergessen wurden und sie kaum das Notwendigste zum Leben haben. Es gibt hier keine Sozialhilfe, keine Krankenversicherung. Menschen durchsuchen Müllhalden nach etwas Essbarem, Kinder sterben an Unterernährung, viele Frauen überleben die Geburt ihres Kindes nicht. Ich will etwas dafür tun, dass es meinen Landsleuten besser geht, und ich will dabei helfen, dass mein Land es schafft, aus eigener Kraft Probleme zu lösen – und ich kann es, weil die German Doctors hier sind. Ich hatte das große Glück, eine Ausbildung zum Community Health Officer abschließen zu können, und jetzt habe ich die Chance, mich bei den German Doctors fortzubilden. Ich habe gerade das chirurgische Training begonnen, und ich möchte einmal genauso gut werden wie die deutschen Ärzte – und ich träume davon, später einmal selbstständig operieren zu können.“

Das Serabu-Projekt im Überblick

Große Armut und infrastrukturelle Defizite

Sierra Leone war gerade dabei, wirtschaftlich aufzuholen, da warf die Ebola-Epidemie das Land massiv zurück. Dem westafrikanischen Land fehlt es an ausgebildetem medizinischem Personal, Gesundheits­zentren wie auch an gut ausgestatteten Krankenhäusern. Auch deshalb konnte sich Ebola so gravierend ausbreiten. Rund 4.000 Menschen sind an der Krankheit in Sierra Leone gestorben. Viele Sierra Leoner starben während der Epidemie an anderen Krankheiten, weil sie sich aus Angst vor Ebola nicht in die Krankenhäuser und Gesundheitszentren trauten oder diese geschlossen waren. Sierra Leone ist, obwohl reich an Bodenschätzen, eines der ärmsten Länder der Welt. Infrastrukturell gibt es große Defizite.

Hohe Kindersterblichkeitsrate

Die Kinder­sterblichkeit zählt zu einer der höchsten im weltweiten Vergleich. Auch viel zu viele Mütter überleben die Geburt ihres Kindes nicht. Die Gesundheitssituation der Bevölkerung ist insgesamt erschreckend; 54 Prozent der Todesfälle von Kindern sind auf Unterernährung zurückzuführen. Das Serabu Community Hospital ist die einzige medizinische Einrichtung für die etwa 50.000 Menschen, die im Bezirk Bumpeh Ngao leben – meist in einfachen Lehmhütten ohne Strom.

Große Armut und infrastrukturelle Defizite

Sierra Leone war gerade dabei, wirtschaftlich aufzuholen, da warf die Ebola-Epidemie das Land massiv zurück. Dem westafrikanischen Land fehlt es an ausgebildetem medizinischem Personal, Gesundheits­zentren wie auch an gut ausgestatteten Krankenhäusern. Auch deshalb konnte sich Ebola so gravierend ausbreiten. Rund 4.000 Menschen sind an der Krankheit in Sierra Leone gestorben. Viele Sierra Leoner starben während der Epidemie an anderen Krankheiten, weil sie sich aus Angst vor Ebola nicht in die Krankenhäuser und Gesundheitszentren trauten oder diese geschlossen waren. Sierra Leone ist, obwohl reich an Bodenschätzen, eines der ärmsten Länder der Welt. Infrastrukturell gibt es große Defizite.

Hohe Kindersterblichkeitsrate

Die Kinder­sterblichkeit zählt zu einer der höchsten im weltweiten Vergleich. Auch viel zu viele Mütter überleben die Geburt ihres Kindes nicht. Die Gesundheitssituation der Bevölkerung ist insgesamt erschreckend; 54 Prozent der Todesfälle von Kindern sind auf Unterernährung zurückzuführen. Das Serabu Community Hospital ist die einzige medizinische Einrichtung für die etwa 50.000 Menschen, die im Bezirk Bumpeh Ngao leben – meist in einfachen Lehmhütten ohne Strom.

German Doctors in Serabu

Jede Spende hilft!

Für 10 Euro können Sie zwei sichere Entbindungen in unserem Krankenhaus in Serabu gewährleisten. Bei einer fortgeschrittenen Malaria-Erkrankung kann mit Hilfe einer Spende von 30 Euro die lebensrettende Behandlung durchgeführt werden. Mit 75 Euro schlägt durchschnittlich eine Operation in unserem Krankenhaus in Serabu zu Buche. Mit 100 Euro treten Sie einer Malariaerkrankung in ihrem Anfangsstadium entgegen und ermöglichen 20 ambulante Behandlungen in Serabu. Mit 150 Euro stellen Sie die Mittel für zwei lebensrettende Operationen zur Verfügung. Mit einem Beitrag von 250 Euro retten Sie Kinderleben in Serabu und ermöglichen drei medizinisch notwendige Kaiserschnitte. 12 schwer erkrankte Malaria-Patienten können mit 360 Euro stationär behandelt und geheilt werden. Mit 500 Euro treten Sie der hohen Kindersterblichkeit entgegen und ermöglichen 100 Geburten in einer sicheren Krankenhausumgebung.

Für 10 Euro können Sie zwei sichere Entbindungen in unserem Krankenhaus in Serabu gewährleisten.

Bei einer fortgeschrittenen Malaria-Erkrankung kann mit Hilfe einer Spende von 30 Euro die lebensrettende Behandlung durchgeführt werden.

Mit 75 Euro schlägt durchschnittlich eine Operation in unserem Krankenhaus in Serabu zu Buche.

Mit 100 Euro treten Sie einer Malariaerkrankung in ihrem Anfangsstadium entgegen und ermöglichen 20 ambulante Behandlungen in Serabu.

Mit 150 Euro stellen Sie die Mittel für zwei lebensrettende Operationen zur Verfügung.

Mit einem Beitrag von 250 Euro retten Sie Kinderleben in Serabu und ermöglichen drei medizinisch notwendige Kaiserschnitte.

12 schwer erkrankte Malaria-Patienten können mit 360 Euro stationär behandelt und geheilt werden.

Mit 500 Euro treten Sie der hohen Kindersterblichkeit entgegen und ermöglichen 100 Geburten in einer sicheren Krankenhausumgebung.

Arztkoffer für Serabu packen

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Dauerspender für Serabu werden!

Hendrikje Fitz - Dauerspenderin der German Doctors
© MDR / Wernicke

Hendrikje Fitz (), Dauer­spenderin Serabu

Bei den German Doctors in Serabu habe ich Ent­wicklungs­hilfe in ihrem besten Sinne erlebt – Hilfe zur Weiter­ent­wicklung des Community Hospitals samt all seiner Mit­arbeiter und somit Hilfe bei der Be­wältigung existenzieller Auf­gaben, in denen es um nichts Geringeres geht als: Krank­heit oder Gesund­heit – Tod oder Leben. Es ist Wahn­sinn zu wissen, dass schon durch kleine Ein­griffe einem Menschen das Leben ge­schenkt werden kann. Daher will ich mein kleines bisschen, was ich dazu bei­tragen kann, auch tun. Helfen auch Sie als Dauer­spender!

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