German Doctors
German Doctors

Erfolge und Geschichten 2014

341 Arzteinsätze im Jahr 2014

Jahresrückblick 2014

Der Jahreswechsel ist die Zeit der guten Wünsche und Vorsätze – aber auch Anlass, zurück­zublicken. In Zahlen liest sich unser Jahr 2014 wie folgt: 315 German Doctors haben sich auf den Weg in unsere Projekte gemacht und insgesamt 341 Einsätze absolviert. Manche von ihnen waren demnach sogar mehrfach im Einsatz…

Ehrenamtlich haben sie sich in Bangladesch, Indien, Kenia, Nicaragua, Sierra Leone und/oder auf den Philippinen engagiert – meist für die Dauer von sechs Wochen, manchmal auch länger. Damit steigt die Zahl der Hilfseinsätze seit Gründung des Vereins im Jahr 1983 auf 6.522. Lassen Sie uns gemeinsam auf das vergangene Jahr zurückblicken!

Sierra Leone

Wie Ebola unsere Arbeit veränderte

Sierra Leone - Rückblick 2014

Das Jahr 2014 begann zunächst vielversprechend in Sierra Leone. Im März besuchte unsere Kinderärztin Dr. Silke Ehlers die gerade erst entstandene Neugeborenenabteilung und brachte einige Verbesserungen auf den Weg. So führte sie Aufklärungsarbeit für mehr Mütter- und Kindergesundheit durch und schulte Gesundheitshelfer darin, Schwangerschafts­komplikationen frühzeitig zu erkennen und entsprechend Hilfe leisten zu können. Zusätzlich konnten wir das Ausbildungs­programm der Community Health Officers weiter voran­bringen. Wie wichtig die Ausbildung des einheimischen Teams ist und wie gut sie bereits funktioniert, sollte uns schon bald auf drastische Weise bewusst werden.

Ebola erreicht Sierra Leone

Ende Mai kam die Nachricht und die Lage war prekär: Einer­seits konnten wir unsere ehrenamtlichen „normalen“ German Doctors nicht der Gefahr einer Ansteckung aussetzen. Anderer­seits brauchten die Menschen Hilfe, denn sie wussten nicht, wie sie sich vor Ebola schützen können. Zudem mieden sie aus Angst vor Ansteckung die Krankenhäuser, sodass zum Teil tödliche Erkrankungen wie z. B. Malaria unbehandelt zu bleiben drohten. Unsere Langzeitärztin blieb vor Ort, unter­stützt von deutschen Spezialisten und extra geschulten German Doctors. Dank der Aufklärungsarbeit der lokalen und deutschen Mitarbeiter kommen die Menschen wieder zur Behandlung nach Serabu. Und das Beste: Das einheimische Team konnte aufgrund unserer Ausbildung die meisten Patienten nahezu selbstständig behandeln.

Bangladesch

Für gesündere Kinder

Aus Bangladesch können wir Gutes verkünden: Unsere Aktivi­täten haben nun endlich die offizielle staatliche Anerkennung. Und das erleichtert auch unsere Arbeit, z. B. gegen die hohe Kindersterblichkeit. Hauptgrund ist die Unterernährung, die wir seit 2012 mit einem Ernährungsprogramm zu mindern versuchen. 2014 bauten wir zudem die Betreuung der Mütter aus: Nun halten eine Healthworkerin und eine Sozialarbeiterin direkt in den Slums regelmäßig Informationsveranstaltungen rund um die Themen Ernährung, Gesundheit und Hygiene ab.

Bangladesch - Rückblick 2014

Kenia

Vertrauen wächst

Unser Projekt in Nairobi entwickelte sich sehr positiv. Unser guter Ruf führte dazu, dass nicht nur die Bewohner des Mathare-Valley-Slums unsere Hilfe suchen, sondern auch Bedürftige aus dem Umkreis. Unsere Hilfe für die Ärmsten ist ihre einzige Chance, denn einen Arzt können sie sich nicht leisten. Zudem nahmen rund 530 Menschen an Ernährungs­beratungen teil! Doch es gibt noch viel zu tun: Wir wollen z. B. die HIV-Infektionen weiter senken und unsere Aktivitäten für behinderte Kinder ausbauen.

Kenia - Rückblick 2014

Philippinen

Taifun auf den Philippinen

Nach dem Taifun

Die Welt stand Ende 2013/Anfang 2014 im wahrsten Sinne des Wortes Kopf auf den Philippinen. Taifun Haiyan riss alles mit, was sich ihm in den Weg stellte. Der Tropensturm tötete nach Angaben der philippinischen Regierung mehr als 6.000, verletzte mehr als 27.500 und zerstörte die Bleibe von rund vier Millionen Menschen. Entsprechend gewaltig war die Schneise der Verwüstung, die Haiyan und die durch ihn versursachte Sturmflut hinterließen. Mit Hagupit ist Ende 2014 schon wieder ein Tropensturm über die Menschen hereingebrochen und vieles von dem, was nach Haiyan mühsam aufgebaut wurde, ist erneut zerstört worden. Die Hilfsaktionen werden uns also auch 2015 noch weiter beschäftigen. Doch es gab auch gute Nachrichten:

Philippinen - Rückblick 2014

Unsere schönste Erfolgsgeschichte

Nach einem ca. 6-7 Wochen zu frühen Start ins Leben ist Frühchen „Sigrun Angel“ mittlerweile eine tägliche Freude bei der Visite im Hospital Buda. Die 19-jährige Mutter hatte zu Hause entbunden und war dann nach 8-10 Stunden bei uns im Krankenhaus. Das kleine Mädchen war stark unterkühlt und hat kaum noch geatmet, die Nabelschnur war nur notdürftig abgebunden und blutete noch. Mittlerweile hat sich die Kleine gut erholt: Sie braucht keinen Sauerstoff mehr und nimmt täglich ein wenig zu.

Nicaragua

Gesunder Mund

Nicaragua - Rückblick 2014

Bei unserer Arbeit für die Menschen in der Region Ocotal konzentrieren wir uns mehr und mehr auf das dringlichste Problem: die Zahngesundheit. Neben unserer Aufklärung für eine bessere Zahnhygiene können wir dank neuer Dentalausstattung nun auch verstärkt zahnerhaltende Behandlungen durchführen.

Indien

Der Kampf geht weiter

Die Tuberkulose ist weiterhin allgegenwärtig in den Slums und kostete bereits viele Menschen ihr Leben. Seit vielen Jahren kämpfen wir dafür, die Tuberkulose-Epidemie in Howrah, der Nachbarstadt Kalkuttas, zumindest halbwegs in Schach zu halten. Neben konsequenter Aufklärungsarbeit behandelten wir auch 2014 erfolgreich zahlreiche Menschen – darunter viele Kinder – in unseren Tuberkulosekrankenhäusern.

Indien - Rückblick 2014

Abonnieren Sie unseren monatlichen Newsletter