German Doctors
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Termine

Philippinen-Abend in Bonn

25.10.2018 | 18:00–20:00 Uhr

Philippinen-Abend in Bonn

Ort: German Doctors e.V., Löbestr. 1a, 53173 Bonn

Konzert und Fotovortrag mit Raffy Lerma und "Ja" Quintana zur aktuellen sozialen und politischen Situation in den Philippinen.

Die beiden Hilfsorganisationen misereor und German Doctors laden herzlich ein zu einem Fotovortrag und zu Gesang mit Bezug zur aktuellen zivilgesellschaftlichen Situation auf den Philippinen. Anlässlich der Ökumenischen Philippinenkonferenz in Bonn sind zwei engagierte Menschen zu Gast, die Sie kennenlernen und von deren künstlerischem Schaffen Sie einen Eindruck gewinnen dürfen:

Raffy Lerma – ein Fotojournalist, der die Opfer des von Präsident Duerte mit aller Härte geführten Drogenkriegs in seiner Heimat fotografiert.

Janine "Ja" Quintana – die Sängerin von LAPIS. LAPIS produziert und verbreitet populär politische Lieder zur Unterstützung anwaltschaftlicher und bildender Arbeit für Menschenrechte und Menschenwürde in den Philippinen.

Zudem wird Andreas Schmitz, Referent für die Philippinen beim German Doctors e.V. über das Engagement der medizinischen Hilfsorganisation vor Ort sprechen und einen kurzen Film über das erst in diesem Jahr eröffnete Luzon-Projekt zeigen.

Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 40 Personen begrenzt. Bitte melden Sie sich daher bis zum 20. Oktober 2018 per E-Mail an.

Der Krieg gegen Drogen in den Philippinen

Dem Bericht von HRW (Human Rights Watch) zufolge wurden bislang mindestens 12.000 mutmaßliche Drogenabhängige im Zuge des Kriegs gegen Drogen unter Dutertes Regierung getötet. Viele der Opfer sind urbane Arme, darunter sind auch Kinder. Die Polizei-Operationen werden konsequent durchgeführt, meistens nachts, um die "Drogenliste" systematisch abzuarbeiten. Eine Gruppe von engagierten Journalisten, die sog. "Nightcrawlers", verfolgen die Razzien ("Tokhang") hautnah und dokumentieren mit ihren Kameras die Geschehnisse trotz jeglicher Gefahren und Risiken. Raffy Lerma, ein renommierter Photo-Journalist, ist Mitglied der Nightcrawlers. Mit seinen beeindruckenden Bildern veranstaltet er eine Foto-Ausstellung auf den Philippinen und im Ausland (bislang in Genf, Sarajevo, Normandy, Bangkok, etc.) mit dem Titel: "Photographing Duterte's Drug War: A Photojournalist's Account and Advocacy". Ziel ist es, die breite Öffentlichkeit auf das Ausmaß des Drogenkrieges aufmerksam zu machen, um eine starke politische Meinung gegen die anhaltenden Tötungen zu bilden und der Erodierung der Menschenwürde entgegenzuwirken.

Musik als politisches Instrument gegen Ungerechtigkeit in den Philippinen

Die Philippinen sind ein sehr musikalisches Land. Musik hatte hier schon immer ein großes Potential, Massen zu mobilisieren, auf soziale Themen aufmerksam zu machen und über diese Mobilisierung die Politik des Landes zu beeinflussen. Nicht zuletzt die friedliche Revolution 1986, die zum Sturz des Diktators Marcos geführt hat, wurde durch Kompositionen und Lieder von zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern gestützt und inspiriert.

Janine „Ja“ Quintana ist eine der Künstler(innen) des Misereor-Partners LAPIS „League of Authors of Public Interest Songs“, die sich politisch mit ihrer starken Jazz-Stimme für soziale Gerechtigkeit in den Philippinen engagiert. Mit der Wahl von Rodrigo Duterte zum philippinischen Präsidenten im Mai 2016 verschlechterte sich die Menschenrechtslage in den Philippinen dramatisch. Um diesem Trend entgegen zu wirken, arbeitet LAPIS zusammen mit sozial-kritischen Künstlerinnen und Künstlern mit viel Elan zur Aufklärung und Mobilisierung breiter Öffentlichkeit zum Schutz und zur Förderung der Menschenrechte auf den Philippinen.

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