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Aktuelles

Welttuberkulosetag 2016

Welttuberkulosetag 2016

Welttuberkulosetag 2016

Aufgrund des aktuellen Zustroms an Flüchtlingen nach Deutschland gerät die Tuberkulose auch hierzulande wieder in den Blick der Öffentlichkeit. Anlässlich des Welttages am 24. März weisen wir darauf hin, dass die Krankheit immer noch zu den größten Gesundheitsproblemen weltweit gehört.

Die Diagnose und Behandlung der Tuberkulose ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit im seit 1983 bestehenden Kalkutta-Projekt. Auch in Kenia und auf den Philippinen sind unsere ehrenamtlichen Ärzte mit dieser Infektionskrankheit konfrontiert. Warum gibt es diese Krankheit noch immer und sind gerade arme Menschen davon betroffen? Beengte Lebens­bedingungen und mangelnde Frischluftventilation findet man vor allem in Wohn­gegenden der armen Bevölkerung. Diese wie auch Mangel- bzw. Unterernährung sowie unzureichende öffentliche Gesundheitsversorgung begünstigen die Verbreitung der Tuberkulose.

In Kalkutta finanzieren und leiten wir permanent die stationäre Langzeittherapie von etwa 110 Patienten mit komplizierten Verlaufsformen. 250 Tuberkulosepatienten werden ambulant behandelt. Ein wesentlicher Aspekt spielt die Zusammenarbeit mit den wenig qualifizierten Heilpraktikern der Slums, um falsche Therapien und das Entstehen resistenter Tuberkulose zu verhindern. 79 Heilpraktiker arbeiten mit uns zusammen. Besonderen Wert legen wir auf deren Schulung. Die Geschichte des inzwischen dreijährigen Jungen Kiran, der unterernährt, tuberkulosekrank und HIV-positiv zu uns in die Ambulanz in Kalkutta kam, illustriert unsere Arbeit sehr deutlich. Unser neues Video über das Kalkutta-Projekt vermittelt zudem einen guten Eindruck unserer Arbeit vor Ort:

Auch auf den Philippinen spielt die Behandlung der Tuberkulose eine sehr wichtige Rolle. Auf Mindoro, in Buda und Valencia betreuen aus­gebildete Tb-Schwestern Patienten und überwachen die Medikamenteneinnahme. Auch in Cebu werden Tuberkulosepatienten betreut. In Cagayan de Oro haben wir ein Programm für die multiresistente Tuberkulose. Die Behandlung der Tuberkulose dauert zwischen sechs bis acht Monate. Man nimmt täglich vier Tabletten zu sich. Bei der multiresistenten Variante kann die Behandlung zwischen 18 bis 24 Monaten dauern. Ein Patient muss während dieser Zeit bis zu 30 Tabletten täglich einnehmen.

In Nairobi beschäftigt uns die Tuberkulose im Zusammenhang mit dem HI-Virus. Wir unterhalten dort ein großes HIV-Programm und haben mehr als 2.600 HIV-positive Patienten in Behandlung. Alle Patienten dieses Programms werden auf Tuberkulose untersucht. Denn HIV-positive Menschen haben ein deutlich erhöhtes Risiko an Tuberkulose zu erkranken. Wir therapieren zirka 150 tuberkulosekranke Patienten pro Monat in Nairobi, mehr als die Hälfte davon sind HIV-positiv.

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