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10-Jahrfeier im Tuberkulose-Zentrum

Tuberkulose-Zentrum auf  Mindanao

10-Jahrfeier im Tuberkulose-Zentrum

Wir durften das 10-jährige Bestehen unseres Tuberkulose-Zentrums auf Mindanao feiern! Gelegenheit für einen Blick auf die TB-Situation auf den Philippinen im Allgemeinen und unsere Erfolge im Besonderen.

Tuberkulose (TB) ist eine der Haupttodesursachen weltweit – obwohl die bakterielle Infektion grundsätzlich vermeidbar, behandelbar und gut heilbar ist! Im Jahr 2017 forderte die TB weltweit rund 1,7 Millionen Todesopfer, 25.000 von ihnen waren Philippiner. Schätzungen gehen davon aus, dass rund eine Million Bewohner des Inselstaates mit dem TB-Bakterium infiziert sind. Dabei sind alle Gesellschaftsschichten betroffen, von Slumbewohnern über Kleinbauern bis hin zu Rechtsanwälten. Besonders besorgniserregend: Die Zahl der an multiresistenten Formen der Krankheit Leidenden nimmt stetig zu.

Seit Anbeginn unserer medizinischen Hilfsarbeit auf den Philippinen im Jahr 1983 behandeln wir TB-Kranke. Mit Gründung eines auf die Krankheit spezialisierten Behandlungszentrums in der Hafenstadt Cagayan de Oro im Jahr 2009 haben wir den mühsamen Kampf gegen die bakterielle Erkrankung professionalisiert. Nun, exakt zehn Jahre später, hat unser Team vor Ort dieses Jubiläum und vor allem die großartigen Erfolge des TB-Programms gebührend gefeiert – mit einem Gottesdienst, Reden und ortstypischem Essen. Mit dabei waren viele aktuelle und ehemalige Patienten, Medizinstudenten, die sich bei uns engagieren sowie einige Vertreter des Gesundheitsministeriums und der Gemeinde.

In den Reden wurde einmal mehr deutlich, dass sich die Erfolge unseres Tuns sehen lassen können! 3.094 TB-Patientinnen und Patienten haben wir über die Jahre behandelt, beziehungsweise behandeln einige auch jetzt noch. 2.577 von ihnen sprachen gut auf die Behandlung an; 517 Patientinnen und Patienten aber litten oder leiden unter einer multiresistenten TB. Die Heilungschance für die zweite Gruppe liegt derzeit bei etwa 80 Prozent. Den anderen Patienten können wir leider kaum helfen…

Für beide Patientengruppen ist eine langwierige und konsequente Behandlung grundsätzlich unumgänglich. Die Therapie erfolgt nach dem international anerkannten DOTS (Directly Observed Therapy Short Course) Protokoll. Das bedeutet: Der Erkrankte nimmt unter Aufsicht seine Tabletten ein und bekommt bei Bedarf Injektionen. Nur so kann vor allem in den Armutsregionen der Welt, wo viele Menschen mit niedrigem Bildungsniveau leben und die Erkrankungsraten auch wegen katastrophaler hygienischer Zustände recht hoch sind, eine konsequente Behandlung über die erforderlichen neun Monate bis zwei Jahre sichergestellt werden.

Übrigens haben sich die Philippinen im vergangenen Jahr den Ländern angeschlossen, die die Erklärung der Vereinten Nationen unterschrieben haben, in der unter anderem als Ziel festeschrieben steht, innerhalb von vier Jahren 40 Millionen Menschen gegen TB zu behandeln und die globale Epidemie bis 2030 zu beenden. Die Arbeit in unserem TB-Behandlungszentrum ist also ein wichtiges Steinchen in einem großen Mosaik.

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