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Rolling Clinic auf Luzon gestartet

Rolling Clinic auf Luzon startet

Rolling Clinic auf Luzon gestartet

Vor wenigen Wochen war es soweit: Die erste Rolling Clinic auf Luzon brach zu den abgeschiedenen Bergdörfern in den Höhenzügen der Cordilleras auf – und hatte dabei mit allerlei Hindernissen zu kämpfen. Langzeitarzt Gerhard Steinmaier berichtet...

Anfang Februar traf Einsatzärztin, Dr. Heike Lunau, ein, und wir konnten zur Rolling Clinic-Tour starten. Unsere erste Tour war noch recht holprig und mit allerhand Widrigkeiten belastet. Nach der langen, gerade zu Ende gehenden Regenzeit sind die „Straßen“ noch in bejammernswertem Zustand. Wir haben uns mit unseren Autos in tiefem Schlamm festgefahren und mussten zu unserem zweiten Einsatzort rund drei Stunden zu Fuß gehen. Zum Glück konnte unsere Ausrüstung mit einem vorbeikommenden Lastwagen mitfahren. Leider hatten wir für den Rückweg am nächsten Morgen keine solche Gelegenheit. Vier kräftige Einheimische halfen uns aber am nächsten Morgen die Kisten mit der Ausrüstung wieder zurück zu schleppen, und sie halfen auch, die Fahrzeuge aus dem Schlamm zu ziehen und wieder flott zu machen.

Aus traurigem Anlass mussten wir zwei Tage Rolling Clinic ausfallen lassen. Bei einem schweren Unfall eines Jeepneys im unwegsamen Gelände beklagten zwei Gemeinden Todesopfer. Die Barangay Officials aus Batong Bhuhay und Ableg sagten uns ab, weil alle Dorfbewohner bei Beerdigungen und Trauerfeiern waren. Somit konnten wir schließlich nur an sechs von geplanten elf Tagen „Sprechstunden“ anbieten, haben in dieser Zeit aber 700 Patienten gesehen! Viele von ihnen leiden an Tuberkulose, einer an Lepra, einige Kinder an schwerer Unterernährung. Weitere Diagnosen: Verwahrloste Knochenbrüche, Tumore, entzündete Hautkrankheiten und vieles mehr. Der jüngste Patient war gerade mal sechs Tage alt, der älteste 98 Jahre.

Die Vorbereitungen, die wir gemeinsam mit den Barangay Officials getroffen hatten, haben sich bewährt. Wir fanden immer gut vorbereitete Ambulanzorte, Unterkünfte und gutes Essen vor. Unser „PHC-Team“ hat ganze Arbeit geleistet. Wir sind weiterhin guter Dinge und hoffen, dass der Regen und die damit verbundenen Probleme wie Erdrutsche und Schlammpisten uns nicht länger behindern.

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