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Aktuelles

Unsichere Lage auf Mindanao hält an

Kriegsrecht auf Mindanao

Unsichere Lage auf Mindanao hält an

Auch vier Monate nach dem Abzug unserer deutschen Ehren­ämtler gibt es keine guten Nachrichten aus Mindanao: Die Sicherheitslage hat sich weiter verschlechtert. Eine baldige Wieder­aufnahme der Einsätze dort rückt in weite Ferne…

Vor vier Monaten fiel die Entscheidung, unsere deutschen Ehrenämtler von der Insel Mindanao abzuziehen und alle weiteren geplanten Einsätze zunächst auszusetzen. Eine Entscheidung, die uns sehr schwer fiel: Immerhin waren wir seit 1985 auf der größten Insel der Philippinen aktiv und haben in der Zeit einiges aufgebaut. Es gab dort viele positive Entwicklungen, die zu unserem großen Bedauern nun nicht weitergeführt werden können. Auch für unsere Ärzte, die ihren Einsatz eingeplant, heißt sich Urlaub genommen oder Praxisvertretungen organisiert, Vorbereitungsseminare besucht und sich darauf gefreut hatten, war dies eine große Enttäuschung. Dennoch zeigen uns die aktuellen Ereignisse, wie richtig unser Abzug war: Seither folgte die Ausrufung des Kriegsrechts seitens der Regierung und es finden nun ständig Kämpfe zwischen den unterschiedlichen bewaffneten Gruppierungen und dem Militär statt. Die Lage hat sich dort weiter verschlechtert. Eine Wiederaufnahme der Einsätze auf Mindanao ist zurzeit undenkbar. Unsere dortigen Krankenhäuser in Buda und Valencia sind weiterhin für unsere Patienten geöffnet und werden von einheimischem Personal geführt. Doch auch dort gibt es Probleme: Vor wenigen Tagen musste unser Krankenhaus in Buda für einige Tage schließen, da in unmittelbarer Nähe Kampfhandlungen stattfanden. Leidtragende der Gewalt sind unsere Patienten und die Menschen, die dort leben! Für sie können wir zurzeit leider wenig tun.

Ein bisschen helfen können wir in einem unserer eigentlichen Rolling Clinic-Gebiete auf Mindanao. Dort ist die Cholera ausgebrochen. Dank der Gelder von Bündnis Entwicklung hilft, einem Zusammenschluss verschiedener Hilfswerke, bei dem wir assoziiertes Mitglied sind, werden wir voraussichtlich Gelder für die Errichtung von Sanitäranlagen zur Verfügung stellen können.

Zu unserem Bedauern greift die Gewalt auch auf andere Inseln und Gegenden auf den Philippinen über. An unserem Projektstandort auf der Insel Cebu verschlechterte sich die Sicherheitslage ebenfalls. Dies führte dazu, dass wir dieses Projekt schon in diesem Monat, und damit früher als geplant, geschlossen haben.

Auf Mindoro ist es zurzeit weiterhin „ruhig“. Unsere beiden Rolling Clinic-Touren können die Patienten versorgen und wir hoffen sehr, dass dies so bleibt. Außerdem ist unser Langzeitarzt Gerhard Steinmaier intensiv auf der Suche nach neuen Regionen auf den Philippinen, in denen wir unsere medizinische Hilfe in Zukunft sinnvoll anbieten können. Wir halten Sie über die weiteren Entwicklungen auf den Philippinen auf dem Laufenden!

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