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Aktuelles

Taifun Haiyan – ein Jahr nach danach

Taifun Haiyan ein Jahr danach

Taifun Haiyan – ein Jahr nach danach

Genau ein Jahr ist es her, da zog Taifun Haiyan über die Philippinen hinweg - abge­schlossen sind unsere Hilfs­maßnahmen jedoch noch immer nicht. Die Menschen brauchen nach wie vor unsere Unterstützung.

Der Tropensturm tötete nach Angaben der philippinischen Regierung mehr als 6.000, verletzte mehr als 27.500 und zerstörte die Bleibe von rund vier Millionen Menschen. Haiyan gilt als einer der stärksten tropischen Wirbelstürme seit Beginn der Wetter­auf­zeichnung. Entsprechend gewaltig war die Schneise der Verwüstung, die der Tropen­sturm und die durch ihn versursachte Sturmflut auf den Philippinen hinterließen. Da mit der Inselgruppe der Visayas ein Projektgebiet der German Doctors unmittelbar und besonders schlimm vom Sturm betroffen war, leisteten wir sofort Hilfe.

Heute, ein Jahr nach der Katastrophe, blicken wir auf eine hohe Spendenbereitschaft hierzulande und auf viel Geleistetes vor Ort zurück. Abgeschlossen sind unsere Hilfsmaßnahmen jedoch noch nicht, denn die Region hat sich zum einen noch immer nicht von den Folgen von Taifun Haiyan erholt, und zum anderen leben dort Menschen, die schon vor der Naturkatastrophe auf unsere Hilfe angewiesen waren. Während wir im Normalfall vor allem die medizinische Grundversorgung der armen Bevölkerungsteile sichern, geht unsere Wieder­aufbau­hilfe nach dem Wirbelsturm über das Medizinische hinaus. Gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnern treiben wir aktuell noch folgende Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation der Einheimischen voran:

auf Leyte:

  • Rund 6.250 Familien werden beim Anlegen sogenannter ‚family gardens‘ unterstützt. Damit soll die Ernährungslage der Familien langfristig verbessert sowie Mangel- und Unterernährung vorgebeugt werden. Die Familien erhalten im Rahmen dieses Projektes Saaten, Schulungen durch speziell ausgebildete Gärtner, eine bebilderte schriftliche Anleitung in Landessprache und Gartengeräte.
  • Die Reparatur beziehungsweise der Neubau von Häusern und Hütten sowie die Wiederherstellung der Wasserversorgung in Teilen der Gemeinden Dulag, Tolosa, Tanauan und Mayorga ist noch nicht abgeschlossen und wird wohl auch noch eine Weile in Anspruch nehmen. Helfer und Betroffene hatten mit diversen Schwierigkeiten zu kämpfen: logistische Engpässe beim Kauf und Transport der Baumaterialien, Witterungseinflüsse (Tiefdruckgebiete und minder schwere Taifune), Knappheit gut ausgebildeter Handwerker und eine Verunsicherung durch die behördliche Festlegung von Zonen, in denen nicht gebaut werden soll. Nach Abschluss der Arbeiten sollen knapp 3.000 Familien von der instandgesetzten Wasserversorgung profitieren und mehr als 2.500 Familien in neuen beziehungsweise wieder aufgebauten Häusern leben.  

auf Samar:

  • Auf der Nachbarinsel Leytes, Samar, werden nach dem Vorbild des bisherigen Vorgehens neue Toiletten gebaut und beschädigte repariert. Ziel ist der Bau von 850 neuen und die Reparatur von 500 Trockentoiletten. Für das Wohlbefinden, die Gesundheit und das Vermeiden von Seuchen ist das Vorhandensein ausreichender hygienischer Toiletten unerlässlich.
  • Rund 1.000 Familien, die noch immer in Zelten und Behelfsunterkünften an der Küstenlinie der Insel leben, sollen in absehbarer Zeit ebenfalls neue Unterkünfte bekommen.

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