• Schriftgröße ändern
  • A
  • A
  • A

Aktuelles

Ebola-Virus weiter auf dem Vormarsch

Ebola breitet sich in Sierra Leone aus

Ebola-Virus weiter auf dem Vormarsch

Vom Ausbruch der Krankheit sind bislang sechs afrikanische Staaten, darunter mit Sierra Leone auch eines unserer Projektländer, betroffen. Die Situation erfordert den schwierigen Spagat, einerseits unsere German Doctors keiner unnötigen Gefahr durch das Ebola-Virus auszusetzen, aber andererseits die Menschen gerade in dieser Notlage nicht alleine zu lassen.

Bislang sind 15.319 Ebola-Fälle bekannt, davon verstarben 5.444 Patienten an den Folgen der Virus-Erkrankung. Auch unser Serabu Community Hospital im Süden des Landes ist zunehmend gefährdet. Zum Schutz vor der Krankheit wurden die Hygiene­maßnahmen in der Klink zudem drastisch verschärft. So durchläuft jeder Patient, bevor er das Krankenhaus betritt, eine Eingangsuntersuchung, bei der er auf mögliche Symptome untersucht und im Verdachtsfall eine Blutprobe genommen wird. Vor Ort wurden Trainings und Schulungen für das Personal durchgeführt, damit unsere Mitarbeiter auf auftretende Ebola-Fälle bestmöglich vorbereitet sind.

Um die Versorgung der Patienten aufrechtzuerhalten, bleibt unsere erfahrene deutsche Langzeitärztin Jaqueline Hupfer weiterhin vor Ort und wird die lokalen Mitarbeiter in dieser schwierigen Situation unterstützen. Denn aufgrund der Ebola-Epidemie ist die allgemeine medizinische Versorgung in Sierra Leone schlechter denn je: Neben Ebola sind es Krankheiten wie z.B. Malaria, die die Gesundheit der Menschen bedrohen. Immer mehr Patienten erliegen zudem behandelbaren Krankheiten. Babys, die durch einen Kaiserschnitt gerettet werden könnten, sterben bei der Geburt. Diesen „vergessenen Kranken“ des Ebola-Ausbruchs bietet unser Krankenhaus in Serabu eine Anlaufstelle.

Besonders wichtig ist derzeit natürlich die Ebola-Aufklärungsarbeit in den Gemeinden rund um das Krankenhaus, die von unseren gut geschulten Gesundheitsarbeitern übernommen wird. Diese Aufklärungskampagnen werden wir in den kommenden Wochen nochmals deutlich verstärken und dabei gezielt die umliegenden staatlichen Gesundheitszentren einbeziehen. Diese sind leider oftmals nur sehr notdürftig ausgestattet, so dass die dortigen Mitarbeiter kaum ausreichend auf die Anforderungen der sich ausbreitenden Epidemie vorbereitet sind. Unterstützt durch Experten aus Deutschland wollen wir die Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen in den staatlichen Gesundheitszentren trainieren und die Mitarbeiter mit Schutzmaterial versorgen. Dies wäre ein sehr wichtiger Schritt zur Infektionskontrolle und würde helfen, die weitere Ausbreitung der Krankheit zu verlangsamen.

Um unsere wichtige Arbeit trotz Ebola fortsetzen zu können, bitten wir Sie um eine Spende für die Menschen in Sierra Leone. Jeder Beitrag hilft uns, den Menschen vor Ort in dieser schwierigen Zeit Hoffnung zu geben. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Zurück

Abonnieren Sie unseren monatlichen Newsletter