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Dhaka-Projekt ruht vorübergehend

Dhaka-Projekt geschlossen

Dhaka-Projekt ruht vorübergehend

Aus Bangladesch gibt es schlechte Nachrichten: Ein Anschlag auf vier Polizisten in der Nähe eines unserer Einsatzplätze in Dhaka zwingt uns zu dem Entschluss, unser dortiges Arzt­projekt vorüber­gehend stillzulegen.

Die vergangenen Wochen arbeiteten unsere Ärzte in beiden Bangladesch-Projekten schon unter erschwerten Bedingungen: Nachdem Ende September/Anfang Oktober ein italienischer Staatsangehöriger in Dhaka und ein Japaner nahe der Stadt Rangpur ermordet wurden, verschärfte die Regierung die Sicherheitsmaßnahmen für Ausländer im Land. Nach dem erneuten Vorfall haben wir beschlossen, unsere Ärzte zeitweilig aus dem Projekt abzuziehen. Nach ausführlichen Gesprächen mit Partnern, den Sicherheitskräften und unseren Einsatz­ärzten in Chittagong kamen wir zu dem Schluss, dass dort die Gefährdung nicht im selben Maße wie in Dhaka gegeben ist, so, dass wir vorerst die Arbeit dort fortsetzen.

In den letzten Wochen bewegten sich unsere Einsatzärzte nur noch unter Polizeischutz. Auch die Behandlungen fanden unter Polizeischutz statt. Dies hat den Arbeitsalltag erheblich erschwert. Für die unterschiedlichen Orte in den Slums Dhakas, die unsere Ärzte mit der mobilen Ambulanz anfahren, sind verschiedene Polizeistationen zuständig. So wurden sie von Eskorte zu Eskorte „durchgereicht“, was nicht immer ohne Wartezeiten vonstattenging. Auch Dr. Lisa Sous-Braun, Vorstand German Doctors e.V., und Deborah Weiler, Asien-Referentin, wurden während ihres Projektbesuchs von bengalischen Polizeibeamten begleitet, die sich um ihre Sicherheit bemühten.

An dieser Stelle sagen wir unseren zuletzt in Bangladesch praktizierenden Ärzten ein herzliches Dankeschön für ihren Mut und ihre Gelassenheit in dieser angespannten Lage. Wir hoffen sehr, dass sich die Situation in Bangladesch bald entspannt und wir die Behandlung unserer vielen bedürftigen Patienten in Dhaka wiederaufnehmen können.

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