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Aktuelles

Neue Beratungsangebote in Kalkutta

Beratungsangebot in Kalkutta

Neue Beratungsangebote in Kalkutta

Für eine neue Komponente in unserem Projekt in Indien haben wir die Mittelzusage durch Rotary International und geben jetzt den Startschuss: Arme Menschen werden beraten, wie sie staatliche Hilfsprogramme beantragen können.

Indien ist ein Schwellenland, das in den vergangenen Jahren in den Bereichen Wirtschaft und Industrie ein rasantes Wachstum hingelegt hat. Es wird erwartet, dass das Land bis Mitte dieses Jahrhunderts die drittgrößte Volkswirtschaft und das bevölkerungsreichste Land der Welt sein wird. Die Vermögensungleichheit der Menschen dort ist extrem: Es gibt einige sehr reiche und viele sehr arme Menschen. Unser medizinisches Hilfsprojekt für die Ärmsten der Armen in Kalkutta existiert seit 1983. In den vergangenen drei Jahrzehnten haben sich die Rahmenbedingungen und Verhältnisse vor Ort und dadurch unser Projekt stark verändert.

In Indien wie auch in unseren anderen Projekten sind wir bemüht, den Staat in die Verantwortung für seine Bürger zu nehmen. Der indische Staat unterhält einige soziale Hilfsprogramme. So bietet er seit 2008 eine Krankenversicherung, in die alle armen Menschen in Indien aufgenommen werden, und die im Krankheitsfall die stationären Behandlungskosten übernimmt. Daneben gibt es noch viele kleinere und unbekanntere Programme. Doch von solchen Angeboten müssen die Betroffenen erst erfahren und dann auch in der Lage sein, zu lesen und zu schreiben, um die Formulare auszufüllen.

Hier setzt die Idee unseres neuen Projekts an: Wir stellen Personal ein, das sich mit diesen Programmen auskennt und unsere Patienten informiert, berät und beim Ausfüllen der Anträge unter die Arme greift. Dadurch kann ein Einsatzarzt nach der Behandlung eines Patienten diesen an den entsprechenden Mitarbeiter verweisen, der dann die benötigte Hilfestellung gibt. Somit bauen wir keine Doppelstrukturen auf oder geben Alternativangebote, sondern unterstützen unsere armen Patienten dabei, die staatlichen Programme zu nutzen. Zurzeit ist unsere Indienreferentin Deborah Weiler vor Ort, um die ersten Mitarbeiter einzustellen und an der Umsetzung des Plans zu arbeiten. Sofern das Projekt gut angenommen wird, wünschen wir uns langfristig, an allen mobilen Ambulanzorten eine solche Beratungsperson zu haben. Aber zunächst fangen wir ‚klein‘ an, heißt mit einer Person, die abwechselnd an unsere Standorte fährt.

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