• Schriftgröße ändern
  • A
  • A
  • A

Aktuelles

20 Jahre Baraka Health Centre

20 Jahre Baraka

20 Jahre Baraka Health Centre

Unsere Slumambulanz im Mathare Valley-Slum in Nairobi besteht dieses Jahr seit 20 Jahren. Ein Grund zum Feiern und zum Zurückblicken! Zudem freuen wir uns, dass die erfahrene Schweizer Ärztin Dr. Yvonne Flammer ihre Stelle als Langzeit­ärztin angetreten hat.

1997 gründeten wir die Ambulanz in Mathare Valley, das ein riesiges Slumgebiet in der kenianischen Hauptstadt ist. In den Anfängen boten wir den Patienten nur die ärztliche Behandlung an. Es gab noch kein HIV/Aids-Programm und auch noch kein Ernährungs­programm. Unsere ehemalige Langzeitärztin Dr. Barbara Hünten-Kirsch trug maßgeblich zum Aufbau des HIV/Aids-Programms bei. Mittlerweile sind rund 2.000 Menschen in unserem Programm in Behandlung, das einen sehr guten Ruf genießt. Auch unser Ernährungs­programm ist in Größe und Qualität gewachsen. Was als „Suppenküche“ für unterernährte Kinder begann, ist nun ein nachhaltiges und effektives Programm, in dem die Kinder nicht nur mit hochkalorischer Nahrung aufgepäppelt werden, sondern die Mütter Beratungen und Schulungen erhalten. Die vorbeugenden Maß­nahmen setzen bereits bei Schwangeren in Form von Informations­veranstaltungen an. So ist das Gesamtprojekt eine feste Stütze für die Menschen in Mathare. Ein eher neues Krankheits­phänomen im Slum sind chronische Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck, die immer häufiger diagnostiziert werden und arme Patienten vor große Herausforderungen stellen, da sie regelmäßige Arztbesuche und die regelmäßige Einnahme teurer Medikamente bedingen.

Wie Sie sehen, hat sich unser Nairobi-Projekt über die vergangenen 20 Jahre stets verändert. Auch in Zukunft werden wir unsere Arbeit an neue Anforderungen anpassen, um die Menschen dort weiterhin bestmöglich medizinisch zu versorgen. Aktuell arbeiten in unserer Ambulanz namens Baraka, ein Swahili-Wort, das „Segen“ bedeutet, fünf deutsche Einsatzärzte ehrenamtlich. Dazu kommen einheimische Schwestern, Pfleger und Arzthelfer, Dolmetscher und Sozialarbeiter sowie ein Manager. Es existiert ein eigenes Sozialzentrum, von dem Sozialarbeiter zu den Patienten nach Hause gehen, die Medikamenteneinnahme überwachen und neue Patienten für beispielsweise das Ernährungsprogramm identifizieren. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens wird es ein großes Fest in Nairobi geben – die Planungen laufen, wir sind gespannt!

Zurück

Abonnieren Sie unseren monatlichen Newsletter