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Chittagong

Projektbeginn: 2000 |

Einsätze: 307

Chittagong

Das Chittagong-Projekt im Überblick

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Daten und Fakten

Projektbeginn: 2000

Anzahl Ärzte zurzeit: Zwei Ärztinnen/Ärzte.

Einsätze: 19 unentgeltliche Einsätze im Jahr 2017. Von 2000 bis Ende 2017 wurden von den Ärztinnen/Ärzten insgesamt 307 unentgeltliche Einsätze durchgeführt.

Patientenkontakte: Jährlich werden in Chittagong über 20.000 Behandlungen vorgenommen.

Partner: Projektpartner ist das von dem kanadischen Priester Boudreau begründete „Father Boudreaus Medical Centre“, welches heute von der Patharghata Health Development Society, einer bengalischen Wohlfahrtsorganisation, betrieben wird.

Struktur: Innerhalb des „Father Boudreaus Medical Centres“ betreiben die Swiss Doctors das „Medical Centre for the Poorest of the Poor“ (MCPP), eine feste Ambulanz als Anlaufstelle für die Bewohner der Slums von Chittagong.

Einsatzgebiet(e): Das MCPP liegt im Stadtteil Patharghata. Durch regelmäßige Besuche von Sozialarbeiterinnen in den Slums von Chittagong werden die Menschen dort auf das Zentrum hingewiesen.

Häufigste gesundheitliche Probleme: Magen-Darm-Krankheiten, Bronchitis, chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Asthma, Tuberkulose.

Schwerpunkte: Ernährungsprogramme für mangel- und unterernährte Kinder, Tuberkulosearbeit, Gesundheitsvorsorge-Schulungen für Schwangere und Mütter.

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Medizinische Versorgung für die Ärmsten

Bangladesch ist mit rund 160 Millionen Einwohnern das am dichtesten besiedelte Land der Welt und zählt gleichzeitig zu den ärmsten. Rund ein Drittel der Bengalen lebt unterhalb der Armutsgrenze, und ein Großteil der Bevölkerung ist untergewichtig – insbesondere in der Altersgruppe der unter Fünfjährigen.

Unsere ehrenamtlich arbeitenden Ärztinnen und Ärzte arbeiten in einer festen Ambulanz, dem Medical Centre for the Poorest of the Poor. Dorthin kommen täglich arme Menschen aus den Slums, die sich ohne die Hilfe aus der Schweiz keinen Arztbesuch leisten können. Die Patientenzahlen in unserem Zentrum sind weiterhin hoch. In Zukunft wollen wir kleine dezentrale Gesundheitszentren in den Slums aufbauen, um den Menschen die Anreise zu erleichtern. In diesen Zentren sollen neben den Ärzten auch lokale Sozialarbeiter tätig sein.

Außerdem haben wir Ernährungsprogramme für unterernährte Kinder aufgebaut. Dazu gehört auch die Schulung der Mütter in Ernährungs- und Gesundheitsfragen, damit diese lernen, wie sie ihre Familie in Zukunft kostengünstig aber nahrhaft versorgen können.

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Ärzte im Einsatz für Menschen in Not

Während in dem von der Patharghata Health Development Society betriebenen „Father Boudreau's Medical Centre“ ein geringes Entgelt für den Arztbesuch zu entrichten ist, behandeln die Swiss Doctors in ihrem „Medical Centre for the Poorest of the Poor“ kostenlos diejenigen Menschen, die sich einen Arztbesuch ansonsten überhaupt nicht leisten könnten. Die Verknüpfung beider Projekte ermöglicht es, den Patienten weiterführende Diagnostik wie Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen direkt vor Ort anzubieten.

Die Slumbewohner scheuen sich oft die Swiss Doctors aufzusuchen, aus Angst doch etwas bezahlen zu müssen. Deshalb sind jeden Tag Sozialarbeiterinnen in den Slums von Chittagong unterwegs, um die Menschen über das Angebot der Swiss Doctors aufzuklären. Dabei können sie sich auch ein Bild von den Lebensbedingungen machen und sicherstellen, dass die Hilfe der Ärzte auch wirklich die Ärmsten der Armen erreicht.

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Ein Programm gegen Mangel- und Unterernährung

Anfang 2012 konnte unsere Partnerorganisation German Doctors – unterstützt von Ein Herz für Kinder – das Gemeindezentrum CbC (Community based Center) mitten in einem großen Slumgebiet von Chittagong eröffnen. In diesem Zentrum werden derzeit 60 Kinder betreut, die an Unterernährung leiden. Das Team besteht aus einer Krankenschwester, drei erfahrenen Sozialarbeiter/innen, einer Köchin und zwei Betreuerinnen. Einmal wöchentlich besucht einer unserer Einsatzärzte das CbC, um nach den Kindern zu schauen.

Arbeit für unterernährte Kinder heißt immer auch Arbeit für und mit Müttern. Daher bieten unsere Mitarbeiter neben der Kinderbetreuung und -ernährung auch Mütter- und Sozialberatung an und machen regelmäßige Hausbesuche in den Familien. Teil des Feeding-Programms ist daher auch die Schulung der Mütter. Sie werden an der Zubereitung der Speisen beteiligt und lernen so, wie auch mit geringen Mitteln eine ausgewogene Ernährung möglich ist. Diese Familienhilfe im Slum ist sehr wichtig, damit Unterernährung frühzeitig erkannt und im besten Fall verhindert werden kann.

Außerdem motivieren und schulen unsere Mitarbeiter die Mütter, wie sie sich in Frauen­selbsthilfe­gruppen organisieren können, um beispielsweise Rücklagen für schwierige Zeiten aufbauen oder Kinderbetreuungsangebote zu organisieren. Durch den Austausch in solchen Gruppen sowie durch die Schulungen und Trainings, gewinnen die Frauen an Selbstbewusstsein, was sich auch auch positiv auf ihre Kinder auswirkt.

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Eine Stadt der Gegensätze

Die soziale Situation in Chittagong ist stark durchmischt – eingestreut in bessere Wohngegenden liegen kleinere und größere Slums. In unmittelbarer Nachbarschaft des Gesundheitszentrums der Swiss Doctors liegen fünf solcher Slums. Dort leben jeweils ca. 2.000 Menschen ohne Trinkwasserzuleitung, Abwasserentsorgung und Elektrizität.

Erkältungs- und Durchfallerkrankungen sowie Hautkrankheiten sind daher an der Tagesordnung. Einer der benachbarten großen Slums liegt direkt am Hafen; in der Monsunzeit liegen hier die unbefestigten Uferwege wochenlang in Matsch und Schlamm. Für viele Kinder sind Erkältungskrankheiten bis hin zu Lungenentzündung und Tuberkulose die Folge.

Die meisten Menschen in den Slums kommen aus den ländlichen Gebieten von Bangladesch. Es ist die Hoffnung auf Arbeit in einer der vielen Fabriken oder im großen Hafengebiet, die sie in die Stadt getrieben hat. Für viele blieb dieser Traum jedoch unerfüllt und sie müssen nun als Tagelöhner oder Rikschafahrer ihren Lebensunterhalt verdienen. Für eine eigene Wohnung reicht der Verdienst fast nie aus – und so versuchen sie, zumindest in einem der Slums unterzukommen.

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